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Plastisches Gestalten in der Kunsttherapie

Plastisches Gestalten in der Kunsttherapie

2008. Auflage, 2008, 250 Seiten, Hardcover

ISBN978-3-8080-0564-4
AutorenWieland, Elke | Keßler, Wolfgang
VerlagVerlag Modernes Lernen
MaßeL: 23 cm / B: 16 cm / G: 0,59 kg

PreisEUR 25,50 (inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten)
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Ton, Gips, Holz, Stein
Techniken, Methoden, Einsatzmöglichkeiten.


In der kunsttherapeutischen und pädagogischen Arbeit spielt das plastische Gestalten, gerade auch in unserer heutigen, handlungsarmen Zeit, eine immer wichtigere Rolle. Wer plastisch gestaltet erlebt seine Hände im Tun und knüpft darüber an elementare Erfahrungen des Tastsinns an, er verbindet sich über die Sinne. Materialien wie Ton, Gips, Holz und Stein sprechen die Menschen in ihrer eigenen spezifischen Art an. Als Medium ermöglichen sie es dem Gestalter, sich auf seine Weise auszudrücken, sich darüber besser wahrzunehmen und zu verstehen. Im Dialog mit diesen Materialien können Themen fokussiert und Einsichten gewonnen werden. Der Gestalter erlebt sich dabei selbst als Handelnder, mit der Möglichkeit neue Wege auszuprobieren und andere Erfahrungen zu machen als bisher. Dadurch kann der eigene Handlungsspielraum erweitert und persönliche Weiterentwicklung angestoßen werden.

Dies sind Aspekte, die im therapeutischen und im pädagogischen Arbeitsfeld von großer Bedeutung sind, wie auch die Stärkung der Persönlichkeit durch das Erlernen neuer Kompetenzen und das Schaffen von Ressourcen.

Der Umgang mit diesen Materialien im therapeutischen oder pädagogischen Kontext erfordert vom Anleiter/von der Anleiterin, bzw. Therapeuten/Therapeutin eine besondere Sach. und Fachkenntnis im Hinblick auf Material, Werkzeug und Herangehensweise. Diesem Bedürfnis will das Buch nachkommen.

Elke Wieland und Wolfgang Keßler haben ihre Vorgehensweise in der langjährigen künstlerischen, kunsttherapeutischen und pädagogischen Arbeit entwickelt, mit Menschen unterschiedlichen Alters, in der Auseinandersetzung mit verschiedenen therapeutischen Ansätzen und pädagogischen Strömungen.

Es ist ein Arbeitshandbuch, das Kunst. und Gestaltungstherapeutlnnen, Sozial.PädagogInnen, PädagogInnen, pädagogisch tätigen KünstlerInnen, Ergotherapeutlnnen und anderen im sozialen Umfeld Tätigen praktische Anleitung und Anregung geben möchte.

Es ist übersichtlich nach den Werkstoffen untergliedert. Die einzelnen Materialien werden bezogen auf den handwerklichen Umgang, die therapeutischen und pädagogischen Einsatzmöglichkeiten beschrieben.

Dabei wird folgenden Fragen nachgegangen: Welche räumlichen Gegebenheiten sind erforderlich? Was sind die Besonderheiten der verschiedenen Materialien? Wie setze ich die Materialien ein? Welches Werkzeug brauche ich? Wie ist das Setting? Für welche Zielgruppe sind die jeweiligen Übungen bestimmt? Wie führe ich in einen Gestaltungsprozess hinein? Wie begleite ich diesen Prozess und schließe ihn ab? In übersichtlicher Weise wird Handlungsanleitung gegeben. Beispiele aus der therapeutischen und pädagogischen Praxis verdeutlichen die Arbeitsweise. Zahlreiche Bilder veranschaulichen Material, Werkzeug, Werktechnik und therapeutische Vorgehensweise.


Rezensent: Binder, Christl

Beide Autoren kommen aus der Fachrichtung Psychotherapie und Kunsttherapie und prägen damit - vor allem im Zusammenhang mit dem Verlag - ein absolut lesenswertes Buch über das Plastische Gestalten mit den Materialien Gips, Ton, Stein und Holz in der Kunsttherapie. Für Ergotherapeuten ist die Kunsttherapie eine Weiterbildungsmöglichkeit. Damit möchte ich betonen, dass dieses Buch nicht einfach zu lesen ist, jedoch für anspruchsvolle wissensdurstige Therapeuten oder Schüler eine ganze Menge Lernmöglichkeiten bietet. Es ist klar, logisch und übersichtlich gegliedert und bietet reich bebildert eine Reihe von Beispielen zu den einzelnen Themen. Gerne hätte ich diesmal für die Rezension mehr Platz gehabt, um faszinierende (und davon gibt es ausreichend) Stellen näher beschreiben zu können.

Nach der Einführung gehen die Autoren auf die geschichtlichen Aspekte zur Entwicklung der Kunsttherapie ein (Schamanismus, Anthroposophie u.a.) um dann im dritten Kapitel sehr ausführlich die theoretischen Grundlagen zu beschreiben. Der kreative Prozess mit den verschiedenen Formen der therapeutischen Bedeutung (z. B. Modell der Regression, Objektbeziehungsmodell, als Symbo-lisierungsprozess) wird von verschiedenen Seiten beleuchtet und an einem Fallbeispiel ausführlich dargestellt. Grundsatzwissen ist Voraussetzung um dieses theoretische Kapitel zu verstehen; mir erschloss sich jedoch durch das Lesen einiges von dem in der Schule unterrichteten Fachwissen .

So fügten sich für mich auch die im 4. Kapitel besprochenen Themen ("Von der Inspiration zur dreidimensionalen Form") mit den schulischen Inhalten zu einem nahezu kompletten Puzzle zusammen. Kessler beschreibt hier sehr gut nachvollziehbar den Weg von der Inspiration (= Eingebung) über den Gestaltungsprozess (der wesentliche Unterschied zwischen Skulptur und Plastik wird in Kapitel 2 bereits beschrieben), die Wechselwirkung von Mensch und Material bis hin zur Wechselwirkung von Plastik und Raum. Er geht hier auch auf die einzelnen im Buch behandel-ten Materialien und deren Auswirkung auf die Therapie ein (z. B. " ... Das Gestalten mit Ton knüpft auf der psychischen Ebene an frühe Erfahrungen ... an. ... geringer Materialwiderstand ... kommt dem Gestalter sehr entgegen.")

Im 5. Kapitel beschreibt Elke Wieland die Faktoren im gestalterisch-therapeutischen Prozess und widmet sich damit den äußeren Bedingungen unter denen Kunsttherapie stattfindet. Der institutio-nelle Rahmen, der Raum, der zeitliche Rahmen, die Sozialform, die Zielgruppe werden von ihr beschrieben, um sich dann sehr ausführlich der therapeutischen Beziehung, dem einführenden und dem begleitenden Gespräch sowie dem Abschluss des Gestaltungsprozesses zuzuwenden. Hierbei zeigt sie deutlich die Rollenverteilung, die Übertragung und vor allem die therapeutische Haltung (Nähe/Distanz, Echtheit, Empathie) auf. Die unterschiedliche Bedeutung der Standflächen einer Gestaltung, der konkaven oder konvexen Formen sowie die Bedeutung des Raumes, Kanten, Oberflächen und Vorgehensweisen bei der Gestaltung werden ausführlich erläutert und mit bei-spielhaften Bildern versehen.

Das 6. Kapitel befasst sich mit Maßnahmen zur Unfallverhütung und weist auf Hilfsmittel zum Transport hin.

Im 7. Kapitel geht es dann um das Aufstellen von Skulpturen.

Die Kapitel 8 bis 11 widmen sich um die einzelnen Materialien (Ton, Gips, Holz, Stein) und sind jeweils gleich gegliedert. Das Material wird detailliert beschrieben (Entstehung, Eigenschaften, Zweck), es folgen die benötigten Werkzeuge und der Arbeitsplatz, daran anschließend der thera-peutische Aspekt und folgend die verschiedenen Methoden des plastischen Gestaltens. Abge-schlossen wird jedes Kapitel mit Vorschlägen und genauen Anleitungen, die jeweils wiederum gut bebildet sind.

In Kapitel 11.15 finden sich dann noch einige Fallbeschreibungen die jeweils aus der Sicht des Patienten und aus der Sicht des Therapeuten geschildert werden.

Das vorliegende Buch schließt ab mit einem ausführlichen Literatur- und Bezugsquellenverzeichnis sowie einer jeweiligen Kurzbiographie der Autoren.
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