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Mein Tanz mit der Demenz

Mein Tanz mit der Demenz

2011, 256 Seiten, kartoniert

ISBN978-3-456-84945-4
AutorBryden, Christine
VerlagHogrefe Verlag
MaßeG: 0,40 kg

PreisEUR 24,95 (inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten)
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Trotzdem positiv leben

Das erste von einer an Demenz erkrankten Frau geschriebene Buch über ein positives Leben mit der Demenz.

Christine Bryden trifft der «Fluch des Zeigefingers Demenzdiagnose» mit 46 Jahren. Sie arbeitet zu diesem Zeitpunkt als erfolgreiche Führungsperson im australischen Premierministerium. Ihre zwei Töchter erzieht sie allein.
Die Diagnose Demenz wird für sie zu einem Tanz auf einem Vulkan, der sie schockiert, ängstigt, verzweifelt und depressiv werden lässt. Eine emotionale Achterbahnfahrt, die sie in «Dancing with Dementia» beschreibt. – Doch mutig und charismatisch, mit spitzer Feder schreibend und mit Hilfe ihres Mannes Paul trotzt sie der Demenz und ringt ihr ein aktives und autonomes Leben ab. Mehr als das, sie wird zur führenden Demenz-Aktivistin und einer treibenden Kraft der Demenz-Selbsthilfebewegung im englischsprachigen Raum. Sie gibt stellvertretend Menschen mit Demenz eine Stimme, meldet sich zu Wort und kämpft erfolgreich gegen Widerstände für die Interessen von Menschen mit einer Demenz. Mit ihrem Buch und ihrer positiven Lebenseinstellung unterstützt sie viele Menschen mit Demenz, stärkt ihre Autonomie, Kompetenzen und Selbstachtung.
Angehörigen und professionell Tätigen vermittelt sie, wie Betroffene positiv mit der Krankheit leben, und wie sie gut und individuell unterstützt werden können.
Dem Zerrbild «Demenz» hält sie ein realistisches Bild entgegen ohne die Einschränkungen, welche die Erkrankung mit sich bringt, und die Abhängigkeit von Familienangehörigen und Betreuenden in ihrer Wichtigkeit, auszuklammern. Sie mindert damit glaubhaft soziale Ängste gegenüber der Demenz und ermöglicht es, Menschen mit einer Demenz offener, verständnisvoller und flexibler zu begegnen.
Christine Bryden zeigt, wie sie mit der Demenz tanzt, ohne sich aus dem Rhythmus und dem Takt des Lebens bringen zu lassen.

Aus dem Englischen von Heide Börger.


Rezensent: Jacob, Yvonne

Rezension vom 26.08.2011

„Mein Tanz mit der Demenz“ Christine Bryden; Huber Verlag Bern

Christine Bryden ist 46 Jahre alt, alleinerziehende Mutter und angestellt im australischen Premierministerium als sie 1995 den Schock ihres Lebens erfährt. Sie bekommt die Diagnose Demenz. Der Arzt sagte ihr, dass sie im Jahr 2000 wahrscheinlich in ein Pflegeheim umziehen und nur wenige Jahre später sterben würde.

In ihrem Buch beschreibt sie sehr konkret und klar, wie sie sich nach dieser vernichtenden Diagnose fühlte. Auch sie sah im ersten Moment nur die negativen Seiten dieser Erkrankung. Wie viele andere Menschen auch assoziierte Frau Bryden Demenz mit Leid, Verlust, Siechtum und Abschied. Doch sie hat sich in dieses Schicksal nicht kampflos ergeben. Sie begann mit „der Demenz zu tanzen“, fand dabei ihren eigenen Rhythmus und Takt, fand aus ihrer Einsamkeit heraus und sogar eine neue Liebe. Sie begann mit einem Studium. Die Ehrlichkeit und Echtheit mit der sie ihre Emotionen beschreibt ist beinahe entwaffnend, ebenso die Beschreibung ihres Kampfes um ihre Glaubwürdigkeit. Mit dem Erhalt ihrer Diagnose wendete sie sich an die regionale Alzheimer-Gesellschaft, um für sich als Betroffene Hilfe und Unterstützung zu bekommen. Doch dieses Gespräch verlief so enttäuschend und ernüchternd, dass Frau Bryden beschloss an die Öffentlichkeit zu gehen. Frau Bryden konnte und wollte sich damit nicht abfinden, dass sich anscheinend niemand dafür interessierte, wie es den Betroffenen vom Erhalt der Diagnose bis zum tatsächlichen Eintritt der Pflegebedürftigkeit erging; dass sie in dieser Zeit ihr Leben lebten und gezwungen waren, sich mit dieser terminalen Erkrankung auseinanderzusetzen. Von der Alzheimer-Gesellschaft fühlte sie sich im Stich gelassen. Sie begann zu schreiben und sich auf diesem Wege mit den emotionalen und psychischen Schmerzen zu beschäftigen. Gemeinsam mit anderen Betroffenen engagierte sich Frau Bryden in Unterstützungsgruppen für Menschen mit Demenz im Frühstadium und begann öffentlich Vorträge zu halten. Dort begann ihr Kampf gegen unerträgliche Vorurteile, wie z. B. „Wer sprechen kann, hat keine Demenz.“ Oder „Als Betroffene sind Sie unglaubwürdig.“ Menschen, die ihren Krebs überlebt haben, werden bewundert. Menschen, bei denen die Demenz langsamer fortschreitet als erwartet und die noch ein erfülltes Leben haben, werden angezweifelt. Frau Bryden fasste den Entschluss, ihre Kraft so gut es ging darin zu investieren, dass Betroffenen mehr Gehör und Respekt entgegengebracht wird. Gemeinsam mit anderen Betroffenen gründete sie ein weltumspannendes Netzwerk, hält Vorträge auf Kongressen und tritt mit umfassenden Informationen auf Messen auf. Mittlerweile ist sie weltweit anerkannt und geschätzt.

Beim Lesen des Buches gewann ich den Eindruck, dass Frau Bryden eine starke und doch zerbrechliche Frau ist, die uns allen ein Vorbild sein sollte. Sehr beeindruckend.
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