|
Hallo argonit, grundsätzlich hast Du auch als Selbstständige Anspruch auf staatliche Unterstützung. Die Frage ist nur, ob das langfristig Dein Problem mit der mangelhaften Wirtschaftlichkeit Deiner Praxis löst. Wie wäre es mit Beratung, damit Du Ideen bekommst, wie Du Deinen Betrieb ans Laufen bringst ? Jeder Selbstständige hat die Möglichkeit Fördermittel für eine betriebliche Beratung, z.B. durch einen Unternehmensberater zu bekommen. Es werden etwa 50 Prozent der anfallenden Kosten übernommen.
Allerdings : Ein Jahr Selbstständigkeit ist noch gar nichts - bis eine Praxis läuft, mußt Du in viel längeren Zeiträumen denken. Natürlich ist es frustrierend und bedrohlich, wenn trotz Engagements so wenig übrig bleibt. Aber um in einer Sparte mit einer so geringen Gewinnspanne wie den Heilmitteln vom Fleck zu kommen, muß man in den ersten Jahren mit einem minimalen Stundenlohn rechnen.
Nutz die Zeit, in der Du AlG beziehen kannst, um Dich zu professionalisieren und bekannt zu machen. Nacher, wenn Du hoffentlich mehr zu tun hast, bleibt dafür keine Zeit mehr. In den ersten Jahren muß man etwa 40 Stunden die Woche behandeln - Pausen nicht einberechnet. Urlaub geht eigentlich auch nicht - lieber in Fortbildungen, Akquise und Kongresse investieren. Sonst bleibt nicht genug übrig.
Alles Gute wünscht
Oetken1
|