Hallo cherry89,
seriöse Schulen möchten für den ergotherapeutischen Arbeitsmarkt ausbilden.
Das heißt, sie bevorzugen SchülerInnen, die schon eine Vorstellung davon haben, wie die Arbeitsrealiät aussieht. Du hast schon Praktika gemacht, eine gute Voraussetzung.
Tip : Gehe die Praktika nochmal in Gedanken durch - was hat Dir gefallen, was lag Dir, wie hast Du den Arbeitsalltag der Ergos empfunden, was fandest Du nicht so gut, bzw. würdest Du als "fertige" Ergo gern ändern ...
und : Wie hast Du Dich in der Rolle der Praktikantin empfunden, was lag Dir, wo hast Du Deine Grenzen wahrgenommen ...?
Zudem wissen die Schulen, daß Therapeuten, wenn sie denn lange und erfolgreich in dem Beruf bleiben wollen, einige Grundvoraussetzungen brauchen :
- psychische Reife
- psychische Gesundheit (bzw. die Fähigkeit, sich bei psychischen Problemen Hilfe zu holen)
- die Fähigkeit auch in stressigen Situationen ruhig und echt zu bleiben
- Reflektionsfähigkeit
- die Fähigkeit, sich mit naturwissenschaftlichen Themen zu beschäftigen
- Realitätssinn, praktische Begabung
Tip : Frage vertraute Menschen, wie sie das bei Dir einschätzen, also sammle mal Infos, wie Du auf andere wirkst.
Wichtig : Informiere Dich umfassend über den Beruf, z.B. indem Du Infomaterial vom DVE anforderst oder ein Grundlagenbuch kaufst (z.B. "Vom Behandeln zum Handeln"

und liest.
Rechne damit, daß die Schulen im Auswahlverfahren "stressige" Situationen schaffen, um zu sehen, wer dem gewachsen ist und wer nicht.
Als ich mich beworben habe, war es z.B. so, daß 10 BewerberInnen eingeladen wurden, einem Auswahlgremium gegenübersaßen und ihnen vorab gesagt wurde, daß wir jetzt 1 Stunde diskutieren würden und durchschnittlich nur 1 Teilnehmer einen Schulplatz erhalten würde.
Das setzte uns natürlich unter Druck - ich kann mich wirklich noch an fast jedes Detail dieser Runde erinnern!
Im Nachhinein fand ich das eine ganz geschickte Methode - wer anfing, in dieser Situation die "Ellenbogen" rauszustrecken und jede "Ettikette" zu vergessen, um den "Wettbewerb" zu gewinnen, war eher nicht geeignet, wer sich eingeschüchtert zurückzog oder einen "black-out" bekam auch nicht.
Immerhin hat man im Beruf später genug Situationen, die diesem Szenario ähneln....
Viel Erfolg wünscht
Oetken1