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Fachkräfte

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28. September 2011 18:08 # 16
Registriert seit: 02.06.2005
Beiträge: 3212

Geändert am 28.09.2011 22:49:00
Hallo liebe KollegInnen,

eine Misere: einerseits immer mehr Praxengründungen, Verordnungen und dadurch steigende Ausgaben bei den Kassen, andererseits eine sehr schlechte Bezahlung für die Therapie, die zu einer vergleichsweise schlechten Bezahlung der MA führt.

Fachkräftemangel ist vorprogrammiert.

Evtl. hilft auf Dauer nur Folgendes:

bezahlt wird nur noch eine effektive Leistung. Dazu ist eine Zertifizierung nötig. Entsprechend wird der Umsatz für den PI kalkulierbar, jeder professionell arbeitende MA wertvoll und die höheren Umsätze schaffen eine ganz andere Grundlage für Gehaltsverhandlungen.
"Gute" ErgotherapeutInnen haben dann einen Grund weniger, in andere Berufe abzuwandern oder die "Mutterpause" unnötig auszudehnen.

Eine Praxis lohnt sich dann nur noch für Leute, die wissen was sie tun.

Bei den BG-Verträgen hat das schon geklappt, warum sollten wir das bei den Kassenverträgen nicht auch so anpacken.

Grüße von


Oetken1
29. September 2011 08:52 # 17
Registriert seit: 12.05.2008
Beiträge: 18

Hi,

ich bin PI und wenn ich das hier lese würde gerne wissen wo all die Ergos sind die verzweifelt einen Job suchen. Ich suche verzweifelt geeignete Angestellte. Ich habe auch hier ein Inserat geschallten. Magere ausbeute eine Bewerbung und die kam übers Arbeitsamt. Daran das ich die Leute ausnutze liegt es glaube ich nicht. Meine anderen Angestellten sind zufrieden. Ich verstehe inzwischen beide Seiten. Als Angestellte habe ich mich oft geärgert über mein Gehalt. Aber als PI sieht man dann was alles dahinter steht. Ich denke beide Seiten sollten einfach versuchen fair zu sein. Leben und Leben lassen. Reich wird in dem Job keiner ob AG oder PI. Das sollte ma sich klar machen bevor man sich für diesen Beruf entscheidet.

Wünsche euch einen wunderschönen Tag

29. September 2011 09:24 # 18
Registriert seit: 15.07.2011
Beiträge: 22

Geändert am 29.09.2011 09:25:00
Zitat:

Es ging und geht mir nicht um Reichtum, sondern um die selbständige Finanzierbarkeit des Lebens, was wohl i.d.R. durch Arbeit passieren sollte. Auch ein AN muss für seine Miete (sofern er kein Hauseigentümer mit damit verbundenen anderen Kosten ist), Nebenkosten, Strom, Versicherungen, private Vorsorge, Lebensmittel, Kleidung, vielleicht ein Hobby, evtl. ein Kind, ein Auto,.... aufkommen. Wovon das alles zahlen bei 7 Euro oder weniger. Klar, die Arge hilft dann. Wobei dafür wieder alle aufkommen. Ein seltsames Geschäft.....
Leider wird hier auf die gestellten Fragen nicht eingegangen, sondern nur Negativbeispiele von Mitarbeitern geschildert. Aber Danke an Ergolaus, der ein bisschen darauf einging!



Hallo nochmal,

also weder beim Thread - Eröffner noch bei Dir konnte ich ein Frage im eigentlichen Sinn erkennen!

Wenn ich mir die Beiträge so durchlese, gewinne ich den Eindruck, daß es von Anfang an eher um Konfrontation ging. Da werden (zu Recht!) unhaltbare Zustande beschrieben, und die Schuldigen (AG) sind gleich ausgemacht!

Aber ich probiers lieber nochmal sachlich!

Also, wie schon vorher erwähnt finde ich Ausnutzung (und was anderes fällt mir bei Gehältern von 5 - 6 -7 € Stundenlohn nicht ein) für einen PI beschämend!

Wenn ich mir keine MItarbeiter leisten kann, dann muss ich meine Behandlungen eben selbst machen!!!

Aber dennoch bitte ich auch andererseits um eine faire Beurteilung der Lage wie sie ist!

Ich sehe wie Oetken einen Teil der Misere darin, daß auch weniger qualifizierte Ergos mit zum Teil fragwürdigen Methoden und Titeln Geld verdienen.
Und mich persönlich ärgert es, wenn 10 km weiter eine Ergo in der Einliegerwohnung ihres Einfamilienhauses, ohne jegliche Berufserfahrung und Fobi, eine Praxis eröffnet und dafür das gleiche Gehalt bekommt wie ich und andere, die viel in Ausbildung, Weiterbildung, Praxisgründung und Einrichtung u. s. w invetsiert haben und gute, wirkungsvolle Arbeit abliefern.

Das ist unser aller Sorge und dagegen sollten wir uns gemeinsam wehren! Denn wir haben einen tollen Beruf! Oder?

Schönen Tag allseits,

Die Ergolaus



29. September 2011 18:53 # 19
Registriert seit: 02.06.2005
Beiträge: 3212

Hallo K51`11,

Zitat:
Ich kann mal von mir sprechen... 10 Jahre im Beruf- zig Fobis/ Zertifikate im Bereich Pädiatrie

Und wenn ich die Praxis wechsel- dann krieg ich weniger als vorher

In der letzten Praxis wo ich gearbeitet habe- hatte ich nen Stundenlohn von 12 Euro( und damit schon mehr als meine Kollegin... sozusagen war das mein Bonus!! - dazu ist zu sagen Überstunden sollen höher bezahlt werden- nach Aussage des AG, hieß für meine lieben Kollegen- normaler Arbeitslohn, ca. 11,80Euro; Ü-Std. 12 Euro-jipieh)

Kilometergeld AG- 30 Euro

Fahrzeit, Berichte, Telefonate etc. werden nicht berechnet

Kindergartenbesuche aller Art jedoch angenommen- sodass wir teilweise für nur 1 Kind gefahren sind. Auch HB sollten möglich gemacht werden - im Umkreis von 50km einfache Fahrt ( Ausnahme) jedoch auch bei der Ausnahme kein Entgegen kommen des AG durch z.B. zusätzliches Spritgeld oder ähnliches.


Wenn ich dich richtig verstehe, bist du sehr unzufrieden damit, dass du angesichts deiner guten Qualifikation und deines Einsatzes nur so wenig Stundenlohn angeboten bekommst.

Das kann ich gut nachvollziehen.

Mein Vorschlag: du machst dich mit einer kleinen Praxis selbstständig und stellst vorerst niemanden ein. Bei guter Auftragslage ist es die ersten beiden Jahre besser notfalls auch mal sehr viel zu arbeiten, bis man sich etabliert hat und beginnen kann schwarze Zahlen zu schreiben.
Wenn du dich auf die notwendigste Ausstattung beschränkst, dann mußt du auch nicht so viel investieren.

Alternative: als Honorarkraft nur Hausbesuche machen bzw. Institutionen besuchen. Dann sparst du dir viele Kosten, die du mit einer Praxis hättest.

Alles Gute wünscht

Oetken1
2. Oktober 2011 12:35 # 20
Registriert seit: 05.02.2011
Beiträge: 242

Hallo K51`11,

der Vollständigkeit halber möchte ich noch hinzufügen, dass du in beiden Fällen nicht mehr in den Genuss von Krankschreibungen, bezahlten Urlaubstagen, Mutterschutz und zur Hälfte vom Arbeitgeber bezahlten Beiträgen zur Kranken- und Rentenversicherung kommen würdest. Ach ja: Wenn das mit der Selbstständigkeit schief geht, gibt es auch kein ALG 1, sondern im besten Fall ALG 2, also Hartz 4.

Mein Beitrag ist nicht als Abschreckung im Fall einer möglichen Existenzgründung gedacht, sondern nur so zur Info für dich und/oder mitlesende Arbeitnehmer, die auch bei 12 Euro/Stunde Frust schieben. Vielleicht wäre es heilsam und dem Verhältnis zum Chef bzw. zur Chefin zuträglich, sich mal mit den wirtschaftlichen Abläufen in einer Ergopraxis zu befassen...

Katze

2. Oktober 2011 13:58 # 21
Registriert seit: 02.06.2005
Beiträge: 3212

Zitat:

.....zur Info für dich und/oder mitlesende Arbeitnehmer, die auch bei 12 Euro/Stunde Frust schieben. Vielleicht wäre es heilsam und dem Verhältnis zum Chef bzw. zur Chefin zuträglich, sich mal mit den wirtschaftlichen Abläufen in einer Ergopraxis zu befassen...

Katze



Hallo liebe KollegInnen,

In einer Praxis, die wirtschaftlich arbeiten soll, darf an die Mitarbeiter an Gesamtbruttolohnkosten höchstens 50 Prozent dessen wiederausgeschüttet werden, was die Mitarbeiter tatsächlich an Umsatz erwirtschaften.

Angestellte können das ganz leicht ausrechnen: Auf den Bruttolohn 23 Prozent aufschlagen (das ist der AG-Anteil an der Sozialversicherung). Diese Summe mal 6 nehmen (50 Umsatzprozente) und dann mit dem eigenen Jahresumsatz vergleichen.
Liegt der eigene Bruttolohn darunter, ist man nicht gut bezahlt.
Liegt er dort und man will mehr, sollte man als AN überlegen, wie man den eigenen Umsatz erhöhen kann. Denn nur dann ist eine höhere Bezahlung angebracht. Aus rein ökonomischer Sicht.

Ausnahme: der MA verfügt über außergewöhnliche Qualifikationen, die akquisatorischen Gründen gebraucht werden. Oder er übernimmt administrative Arbeiten, die den PI entlasten und ihm so die Möglichkeit geben, sich wesentlichen Dingen zuzuwenden - z.B. selbst zu behandeln und mehr Umsatz zu erwirtschaften.

Aus meiner Erfahrung als PI: auf legalem Wege ist es schwierig und mühsam, die Umsätze zu erhöhen. Aber es gibt in der ambulanten Arbeit lukrative und weniger lukrative Bereiche. Die Pädiatrie ist z.B. aus diversen Gründen wenig lukrativ, Hausbesuchspatienten schon eher, recht gut sieht es bei der Behandlung von BG-Patienten aus, allerdings gibt es da Voraussetzungen, die die Praxis erfüllen muß. Zudem sind die Durchgangsärzte und Kliniken, die BG-Patienten verordnen recht anspruchsvoll. Die Patienten sowieso, denn viele fürchten um ihren Arbeitsplatz. D.h. die Behandlung muß ein überdurchschnittliches Niveau haben, die Erfolgsrate muß groß sein, sonst wird man da kaum Fuß fassen.

Ein anderer Weg wäre es, wenn AG und AN das Vertragsverhältnis ändern. Man kann eine umsatzabhängige Bezahlung vereinbaren. Das kommt MitarbeiterInnen zu Gute, die ökonomisch, fachlich gut und v.a. zuverlässig arbeiten (z.B. nicht mehr als die durchschnittlichen 7 Arbeitstage im Jahr krank sind, ihre Zeit flexibel einteilen und nur dann zu Fobis und in Urlaub gehen, wenn eh Umsatzflaute ist).

Von dieser Regelung haben beide Seiten was. Es ist eine "win-win"-Lösung.

Grüße von



Oetken1
3. Oktober 2011 15:01 # 22
saloia
saloia
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 3621

Zitat:

Wenn das mit der Selbstständigkeit schief geht, gibt es auch kein ALG 1, sondern im besten Fall ALG 2, also Hartz 4.


das ist nicht richtig- bereit erworbene/bestehende ansprüche auf ALG 1 bleiben bis zu 4 jahre nach existenzgründung bestehen
das gilt zumindest, wenn man vor existenzgründung (und wenns nur) 1 tag arbeitslos gemeldet war und aus diesem status heraus gegründet hat...

gruß - saloia
-------------------------------------

>>Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben. << (g.b.shaw)



4. Oktober 2011 10:10 # 23
Registriert seit: 05.02.2011
Beiträge: 242

Hallo saloia,

danke! Das wusste ich nicht.

Hallo oetken1,

dir auch vielen Dank für deinen Beitrag. Besonders gut finde ich den Hinweis, dass sich auch der Arbeitnehmer überlegen könnte, wie sich der Umsatz erhöhen lässt. Das wäre dann eine gute Grundlage für Gehaltserhöhungsverhandlungen.

Auch das Modell "umsatzabhängige Bezahlung" gefällt mir. Nach meinen Erfahrungen können sich viele Arbeitnehmer aber nicht dafür entscheiden, weil unternehmerisches Denken vielen nicht liegt. Wirtschaft sollte ein Schulpflichtfach werden, damit gewisse Grundlagen (z.B. Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn) bekannter und damit Entscheidungen von Arbeitgebern nachvollziehbarer werden.

Viele Grüße

Katze
4. Oktober 2011 21:50 # 24
Registriert seit: 11.07.2003
Beiträge: 325

Es tut mir wirklich Leid, wenn es tatsächlich Ergos gibt, die für so wenig Geld (7 € arbeiten (müssen)! Mir wurde solch ein unverschämtes Angebot noch nie gemacht und ich kenne auch keine/n Ergo, die/der so schlecht bezahlt wird. Die meißten Therapeuten/innen (auch Physios und Logos), die ich kenne, verdienen ca. 12-13 € / h.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass die Lage nicht so rosig ist, aber ich habe auch schon einige AG kennengelernt, die gut bezahlen (bis zu 17 € / h).


@Oetken

Ich habe mit deinen Anweisungen mal gerechnet.
Wenn ich von einem AN ausgehe, der 45 Therapieeinheiten in der Woche macht, 5 Wochen Urlaub und 1 Woche Fobi hat, an 8 Feiertagen (2011) nicht arbeitet, 2 Wochen krank ist und einen Bruttolohn von 2200 € hat...dann ist dieser nicht gut bezahlt...
...oder habe ich mich verechnet?


Schönen Abend!




6. Oktober 2011 21:53 # 25
Registriert seit: 30.03.2005
Beiträge: 27

Ich hatte genau das selbe Problem. Ich war zwar etwas besser bezahlt bei gleichen Vorraussetzungen wie du, aber das ist wirklich bitter wenn man in Bewerbungsgesprächen ungewollt lauthals das jubeln bekommt weil man so irre viel Geld wie noch nie (14€ für die Zeit am Patienten, dafür aber übelste Arbeitsbedingungen) bekommt.
Mein Mann verdient sich in einem 0815 Arbeiterberuf zur Wartung von Maschinen in dem er nichtmal wirklich viel arbeitet sondern den ganzen Tag auf Abruf im Internet surft, dumm und dusselig.
Das ist nicht einfach das jeden Tag als schlechtbezahlte hochqualifizierte Fachkraft zu erleben.
Am schlimmsten fand ich auch immer den Gedanken daß ich durch noch mehr Anstrengung und noch mehr Engagement auf lange Sicht nicht mehr verdienen kann und bis zur Rente wahrscheinlich immer noch zum selben Lohn arbeiten würde.
Aber woher sollen es die Praxisinhaber auch nehmen?
Von den durchschnittlich eingenommenen 33€ pro Behandlung von denen zunächst erstmal alle Mieten, Versicherungen, Risikorücklagen und auch der eigene Lohn abgezogen wird und freie Zeiten auch nicht vergütet werden? Davon dann auch noch Geld über haben für Mitarbeiter? (man beachte daß der Arbeitgeber deutlich mehr zahlt als bei dem Arbeitnehmer brutto ankommt)
Das Problem sind für mich also nicht die unfairen Arbeitgeber, sondern die überaus schlecht bezahlte Leistung durch die Kassen.
Da hilft glaube ich nur eines:
Suche dir einen etwas besser bezahlten Job, schule um auf was "vernünftiges" oder mache dich selbständig

Ich habe letzteres getan und frage mich heute, warum ich mich so lange geziert habe.
Ich bin zwar immer noch kein Schwerverdiener, aber ich habe wieder etwas mehr Einfluß auf mein Einkommen. Arbeite ich viel, bekomme ich viel. Arbeite ich eher wenig, gibt es natürlich auch wenig Geld und ich gestalte mir meine Arbeitsbedingungen selber. Dazu noch die viel höhere Arbeitsmotivation, weil es ja um die eigene Sache geht. Das sind riesengroße Vorteile.


7. Oktober 2011 12:38 # 26
Registriert seit: 15.07.2011
Beiträge: 22

Zitat:
Das Problem sind für mich also nicht die unfairen Arbeitgeber, sondern die überaus schlecht bezahlte Leistung durch die Kassen.


Sag ich doch.....

Ergolaus

7. Oktober 2011 13:07 # 27
Registriert seit: 18.07.2003
Beiträge: 83

Hallo ihr Lieben,
warum das Lamentieren?
Es geht halt nicht anders, oder doch?! Wenn sich die Ergo´s doch mal alle an einen Tisch (im übertragenen Sinne) setzen würden, eine kleine Gewerkschaft bilden und dann, ja dann die Tarife ausarbeiten würden... vielleicht könnte es sich ändern.
Unsere Reinigungskraft erhält pro Stunde 15,00 €uro ! und wir... als ausgebildete und fortgebildete Fachkräfte ?????
7. Oktober 2011 20:46 # 28
Registriert seit: 31.03.2009
Beiträge: 23

[Hallo Tyzya ,

nur ein kleiner Nachtrag =
-- meine Frau ist Gymnasial-Lehrerin , die bekommt für eine Überstunde 22,60 € abzgl. Steuer von 33 %
-- unsere Putzfrau bekommt real ausgezahlt 8,50 € / h , der Unternehmer 15, 80 € / h
Das kann nur bedeuten, dass du deine Putzfrau ,,schwarz" bezahlst , denn im realen Leben bekommt eine angestellte Putzfrau fast nirgendwo netto 15 € . Der Vergleich hinkt also .

INSGESAMT
leider bestimmen Angebot und Nachfrage
die Reglsätze der Gestzlichen setzen die Obergrenze

INSGESAMT
muss ich sagen 12 € bei guten Arbeitsbedingungen ( ohne großartige Zusatzfahrten / ohne Schreibarbeit zu Hause / ohne WE - Arbeit ) finde ich für Berufsanfänger ohne Sonder-Fobis durchaus akzeptabel .
Es kommt auch auf die Summierung aller Arbeitsbedingungen an !!!!!!!!!!!!!

Ihr habt Euch für diesen Beruf entschieden .
z.B. studierten IT - Leuten gehts heute schlechter , die arbeiten für oft 1.000 € / mtl.

11. Oktober 2011 12:18 # 29
Registriert seit: 02.08.2011
Beiträge: 13

Ohhh... ich bin überwältigt von den ganzen Zuschriften

Ja ich kann euch sagen - ich war sehr gefrustet, als ich das gepostet habe. Und ja ich bin auch der Meinung , das der Ergotherapeut als solcher nicht riesig verdient, das habe ich schon gewusst als ich mich dazu entschlossen habe- darum ist es mir auch nie gegangen.
ABER die Arbeitsbedingungen und der Lohn haben sich verschlechtert. Wo ich früher noch gut über die Runden gekommen bin... in Zahlen 35StdWoche dh. 38 Einheiten zum Arbeiten bei Brutto 1800 Euro Fahrtkosten 30 Cent pro gefahrenen KM 5 Tage Woche oder 4 Tage- freie Zeiteinteilung, Fobis wurden bezahlt, VWL bezahlt, Wegegeld, Arztgespräche, Telefonate, Berichte, Teambesprechungen fielen nicht in die Arb.Zeit..... das war fair zumindest fand ich das!!!!!

10 Jare später.... zig Fobis gemacht.... 35std= 45Einheiten, bei Brutto 1600 Euro, Fahrtkosten fix 30 Euro, Wegegeld=0, freie Zeiteinteilung,VWL nicht gezahlt, Kigabesuche keine Fahrtkosten, Fahrtwege werden nicht bezahlt, Teambesprechungen ( 4std. monatlich) unbezahlt, .....

tut mir leid - das war mir nicht möglich- mit allen abzügen noch über die Runden zu kommen.... Das ist doch arm oder!!!!!
Ich glaube ich arbeite lieber als Betreuerin... als Hilfskraft und verdiene wesentlich mehr und das ist kein Lob an meinen Berufstsand!!!!!!!!!!!

Und das finde ich soooooo schade, weil ich meinen Beruf liebe aber leider viel zu wenig verdiene und ich daher wohl nicht mehr als Ergotherapeutin arbeiten kann................

11. Oktober 2011 14:16 # 30
Registriert seit: 02.06.2005
Beiträge: 3212

Zitat:


@Oetken

Ich habe mit deinen Anweisungen mal gerechnet.
Wenn ich von einem AN ausgehe, der 45 Therapieeinheiten in der Woche macht, 5 Wochen Urlaub und 1 Woche Fobi hat, an 8 Feiertagen (2011) nicht arbeitet, 2 Wochen krank ist und einen Bruttolohn von 2200 € hat...dann ist dieser nicht gut bezahlt...
...oder habe ich mich verechnet?



@erna: wesentlich ist, welchen Jahresbruttoumsatz der AN mit dieser Auslastung erreicht. Denn zum Einen gibt es regional sehr unterschiedliche Kassensätze, zum Anderen macht eine Praxis, die ein eher lukratives Klientel hat mehr Umsatz als eine bei der es anders herum ist.
Als grober Anhaltspunkt: du legst die durchschnittliche Auslastung pro Monat zu Grunde und nimmst mal 10. Denn 10 Monate arbeitet man im Durchschnitt ausgelastet, der Rest ist Urlaub, Krankheit, Fobi usw.

Und diesen Wert halbierst du dann, teilst ihn durch 6 und ziehst dieses Sechstel von dem Wert ab (das Sechstel sind die AG-Anteile Soz.vers.).

Dann hast du ein realistisches Bruttogehalt.

Grüße von

Oetken1
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