Geändert am 22.10.2016 11:43:00
Was ist in den letzten 10 Jahren passiert:
- es gibt deutlich weniger Ergotherapieschulen und somit weniger Ergotherapeutennachwuchs
- die geburtenschwachen Jahrgänge sind im Berufsleben angekommen
- da es immer noch ein frauentypischer Beruf ist, dies auch immer noch schwanger werden und in Elternzeit gehen, werden bei weniger Therapeuten und derzeit höherer Geburtenrate noch weniger Therapeuten auf dem Arbeitsmarkt zu finden sein
- Bachelor- und Masterstudiengänge sind für viele Ergotherapeuten gleich nach der Ausbildung attraktiv geworden
- duale Ausbildungsmöglichkeiten werden attraktiver
- es besteht keine 2-jährige Berufserfahrungsverpflichtung mehr um sich selbständig zu machen - daduch deutlich mehr Ergotherapiepraxen
- es gibt immer mehr interdisziplinäre Praxen
- das Tätigkeitsfeld von Ergotherapeuten hat sich stark vergrößert
- immer mehr berufs- und artfremde Unternehmen stellen Ergotherapeuten ein
- der (finanzielle) Anreiz, in anderen Berufen zu arbeiten, ist groß
- u.s.w. ...
MfG falladar
Nachtrag: Das Berufsbild ist in den letzten 10 Jahren deutlich anspruchsvoller geworden. Die Zeit der Basteltanten ist eigentlich vorbei und die Anforderungen an Mitarbeiter in ergotherapeutischen Praxen ist deutlich größer als vor 10 Jahren. Vielleicht scheckt die Vielfalt und das heutige Arbeitsniveau in guten Ergopraxen die potentiellen Mitarbeiter eher ab und sie arbeiten lieber als "Pflegehilfskräfte", in Alten- und Seniorenheimen, psychiatrischen Einrichten, Behinderteneinrichtungen, ect. und spezialisieren sich nur auf einem Gebiet. Dies mag sinnvoll sein, bringt aber derzeit den ambulanten Bereich stark an seine Leistungsgrenzen.