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"Umschulung" zur Ergotherapeutin und die Stolpersteine

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23. Juni 2009 23:12 # 1
Registriert seit: 23.06.2009
Beiträge: 4

Geändert am 25.06.2009 17:39:00
Hallo alle miteinander,
ich bin seit einem Jahr berufsunfähig und muß umschulen. Nun habe ich den großen Wunsch nach einer Ausbildung zur Ergotherapeutin. Jedoch droht die Zustimmung der Rentenversicherung an der dreijährigen Ausbildung zu scheitern (es werden in der Regel nur 2 Jahre bezahlt). Kennt jemand eine Förderung, die ich außer der vom Rententräger erhalten kann?
Danke für Eure Hilfe!
24. Juni 2009 12:20 # 2
EineWelt
EineWelt
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 310

Geändert am 24.06.2009 12:21:00
Es ist häufig so, dass Personen mit einer Krankheit zu einem Beruf tendieren, der im Gesundheitsbereich liegt, weil sie sich schon intensiv mit ihrer Krankheit befasst haben.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass dieser Umstand eher eine Plage ist! Man selbst betrachtet die Dinge gern vom Optimalen her - die Realität sieht aber leider anders aus. Und die erste Realität hast Du auch schon kennengelernt: das Geld.
Der Ausbildungsträger muss immer die Kosten für die gesamte Ausbildung tragen. Wenn also für Dich eine Umschulung in Frage kommt, und der Kostenträger die RV ist, muss die auch zahlen. Sonst gibt es noch den ESF, Europäischen Sozialfonds, den Du über Deine ARGE anzapfen kannst. Und schließlich kannst Du beim Sozialgericht den Kostenträger verpflichten, alle! Kosten zu tragen: KdU, Lehrgangskosten, Fahrtkosten....
Ich würde von Ergotherapie abraten, einen entsprechenden Eignungstest machen, den sehr kritisch bewerten, weil die ARGE'n gern auch nach der Arbeitsmarktsituation umschulen, und dann landest Du in einem Beruf der Dir gar nicht zusagt!! Und mache Praktika, wenige Tage reichen, um Einblick in die Strukturen zu bekommen!

"Der eigentliche Sinn unseres Lebens besteht im Streben nach Glück. An welche Religion man auch glaubt, jeder hält Ausschau nach etwas Besserem im Leben. Ich glaube, dass Glück durch die Schulung des Geistes erlangt werden kann."
Tenzin Gyatso, S.H., XIV Dalai Lama
24. Juni 2009 13:03 # 3
Registriert seit: 23.06.2009
Beiträge: 4

Hallo EineWelt,
danke für Deine Antwort. Genau das ist mein Problem: womöglich in einem Beruf zu landen, den ich später gar nicht ausüben kann oder will. Mein Entschluß steht fest. Sonst hätte ich mich ja nicht um einen Schulplatz und ein Praktikum bemüht. Vorpraktika werde ich noch machen in der Zeit die mir bis zur Ausbildung noch bleibt. Und ich nehme diesen Beruf auch keines Wegs auf die leichte Schulter. Man hat mir eine Eignung bereits in der Reha bestätigt, und hat mich quasi schon "erprobt". Jedoch wird das wohl der RV nicht reichen. Ich müsste nun vor allem eines wissen:

wie haben diejenigen, die bereits eine Umschulung aus gesundheitlichen Gründen hinter sich haben, es geschafft, die drei Jahre vom Kostenträger bezahlt zu bekommen?

Wo kann ich einen qulifizierten Eignungstest für diesen Beruf machen, der mir vielleicht bei der RV weiterhelfen würde?

Vielen Dank für Eure Unterstützung!



24. Juni 2009 16:31 # 4
Registriert seit: 15.06.2009
Beiträge: 5

Hallo,
mit dieser Erkrankung Ergo werden, würde ich mir dreimal überlegen.
Zumal es später für den Arbeitgeber ein Risiko ist, dich einzustellen - einmal wegen womöglich erhöhter Unfallgefahr (sollte ein Symptom plötzlich auftreten, was ggf. auch eine Gefährdung für den Patienten mit sich bringen kann), und je nach Krankheit könntest du ja auch mal länger fehlen. Aber ok, dieses risiko wird jeder Arbeitgeber haben, egal ob Ergo oder nicht.
Das Argument, dass du schon nen Schulplatz etc hast, ... klar will die Ergoschule dich haben. Du bist ein guter Kunde und bringst Geld in die Kasse der Schule, v.a. wenn diese weiss, dass du die Umschulung gezahlt bekommst - so kann die Schule sich sicher sein, das Schulgeld zu erhalten. Zumal vielen Schulen grad Schüler abwandern, da diese eher ein Studium vorziehen.

Auch wenn du das Gefühl hast, dies ist dein Beruf, würde ich mir stark überlegen, inwieweit ich in paar Jahren Chancen auf dem Arbeitsmarkt habe (unabhängig von der Erkrankung), zumal es heute schon nicht leicht ist - und es zukünftig eher noch schwieriger wird.
24. Juni 2009 22:32 # 5
Registriert seit: 07.05.2007
Beiträge: 383

Mir erscheint das auch nicht so wahnsinnig sinnvoll!

Früher hatte man das "Recht auf freie Berufswahl",heisst man konnte einklagen.... außerdem dauern viele Ausbildungen länger als 2 Jahre!

Aber ob Du Dir da was Gutes tust?

26. August 2009 23:28 # 6
Registriert seit: 26.08.2009
Beiträge: 52

Hallo nochmal, wie in Deinem anderen Thema schon gesagt, muss eine ABE her, die habe ich in Birkenfeld gemacht, dazu wirst Du eingeladen. Ich hoffe, daß du das aber alles schon hinter Dich gebracht hast!

Grüße, keinflop
19. August 2010 20:30 # 7
Registriert seit: 12.12.2009
Beiträge: 20

Hallo,
kann mir jemand einen Tipp zur Eingungsprüfung für die Aufnahme zur Ergo Ausbildung geben?
Vielen Dank im Voraus
ergo211

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