Diskussionsforum
Fachkräfte
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Hallo , noch einmal ein kurzer Nachtrag -- im Vergleich .
Ich habe das Glück , im öffentlichen Dienst angestellt zu sein . Vor 15 bekam ich noch -- Weihnachtsgeld ( quasi 13. Monatsgehalt ) -- Familienzulage -- Wegegeld -- Verpflegungsmehraufwendung -- Erstattung aller Fortbildungskosten -- Abrechnung aller Zusatzleistungen als ,,Überstunden" ( abzgl. Steuersatz ) und und und und .............................
Das alles und noch viel mehr WURDE FAST IM GESAMTEN ÖFFENTLICHEN DIENST vor ca 13 Jahren GESTRICHEN , d.h. auch bei Lehren , Finanzbeamten und und
Ergotherapeuten sind also nicht die einzig ,,Gebeutelten" , ich denke ca . 75 % aller Arbeitenden, also bitte nicht soviel lamentieren und Sich-Beschweren, das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem , eins von ,,leeren Kassen" und Angebot und Nachfrage und z.T. auch Globalisierung .
Hilft nur eins = lern was du ,,gut" findest , bilde dich laufend fort , sei extrem flexibel und GENÜGSAM , besonders während der ersten 10 Arbeitsjahre , das müssen ALLE !!!!!!!!!!
Manchmal bin ich schon befremdet , wie NAIV und realitätsfern manche Menschen meinen durchs Leben zu kommen , wie in einer Verwöhn-Gesellschaft .
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Registriert seit: 23.06.2010
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Geändert am 18.10.2011 22:28:00
Zitat:
Ergotherapeuten sind also nicht die einzig ,,Gebeutelten" , ich denke ca . 75 % aller Arbeitenden, also bitte nicht soviel lamentieren und Sich-Beschweren, das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem , eins von ,,leeren Kassen" und Angebot und Nachfrage und z.T. auch Globalisierung .
Hilft nur eins = lern was du ,,gut" findest , bilde dich laufend fort , sei extrem flexibel und GENÜGSAM , besonders während der ersten 10 Arbeitsjahre , das müssen ALLE !!!!!!!!!!
Manchmal bin ich schon befremdet , wie NAIV und realitätsfern manche Menschen meinen durchs Leben zu kommen , wie in einer Verwöhn-Gesellschaft .
Hallo, sonne quatsch Parolen kann ich nur sagen!!! Zum Glück ändern sich grade die Zeiten und es wird mehr Stellenangebot und weniger ANnachfragen. Also gute Zeiten zum Verhandeln!!! Also liebe AN Kollegen tut dies, selbstbewusst!!! Und noch mal der Busfahrer, die Kassiererin, der Steuerberater...... alle bekommen Gehalt wenn keine Kunden/Klienten anwesend sind!!! @Oetgen Die Patientenaquise ist nicht Sache der AN, genauso wenig wie unternehmerisches Risiko oder Vergütungsverhandlungen mit den Kassen. Das sind PI Aufgaben und diese sind nicht unzumutbar auf die AN zu übertragen. Oder musst du für den AN berücksichtigen dass seine Whg-Miete steigen kann, die Tochter eine Zahnspange braucht u.ä. und zahlst dafür in einen Fond? PI´s sind Unternehmer (keine Unterdrücker) also tut dies, unternehmt etwas, auf der Einnahmeseite und nicht bequem bei den AN LG, mara
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Zitat: @Oetgen Die Patientenaquise ist nicht Sache der AN, genauso wenig wie unternehmerisches Risiko oder Vergütungsverhandlungen mit den Kassen. Das sind PI Aufgaben und diese sind nicht unzumutbar auf die AN zu übertragen.
Habe ich in diesem Beitrag behauptet, dass Akquise und Vergütungsverhandlungen Sache des Arbeitnehmers sei? Wo? Zitat:PI´s sind Unternehmer (keine Unterdrücker) also tut dies, unternehmt etwas, auf der Einnahmeseite und nicht bequem bei den AN Bedingt. Ganz so frei sind die Verhandlungen mit den Kassen nicht. Und ein Tipp an alle Arbeitssuchenden, die gut qualifiziert, leistungsfähig und leistungsbereit sind: wenn ihr das in die Waagschale werft, könnt ihr durchaus viel höhere Gehälter aushandeln, als üblich. Allerdings geht das mit einem Festgehaltsystem nicht. Das erlaubt nie mehr Gehaltszahlungen, als besagte 50 Prozent vom Umsatz als Gesamtbrutto. Die laufenden Kosten und die Soz.vers.abgaben sind einfach zu hoch. Und die Einnahmen wie gesagt in den meisten Bereichen zu niedrig. Aber auch da kann man Abhilfe schaffen: langfristig, indem zertifizierte Leistungen angeboten werden. Mitarbeiter, die dafür qualifiziert sind, werden entsprechend "wertvoller". Die Alternative: selbstständig machen. Vielleicht ist das das Modell der Zukunft. So ähnlich wie das viele "Start-ups" jetzt schon machen, indem sie sich die Büros und Arbeitsmittel teilen. Man mietet zusammen Praxisräume, richtet sie mit dem Notwendigsten ein und jeder sieht, wie er klarkommt. Möglicherweise die beste Lösung. Grüße von Oetken1
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Registriert seit: 23.06.2010
Beiträge: 55
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Geändert am 19.10.2011 16:35:00
Zitat: [zitat]
Habe ich in diesem Beitrag behauptet, dass Akquise und Vergütungsverhandlungen Sache des Arbeitnehmers sei? Wo?
[zitat]PI´s sind Unternehmer (keine Unterdrücker) also tut dies, unternehmt etwas, auf der Einnahmeseite und nicht bequem bei den AN
Bedingt. Ganz so frei sind die Verhandlungen mit den Kassen nicht. Und ein Tipp an alle Arbeitssuchenden, die gut qualifiziert, leistungsfähig und leistungsbereit sind: wenn ihr das in die Waagschale werft, könnt ihr durchaus viel höhere Gehälter aushandeln, als üblich. Allerdings geht das mit einem Festgehaltsystem nicht. Das erlaubt nie mehr Gehaltszahlungen, als besagte 50 Prozent vom Umsatz als Gesamtbrutto. Die laufenden Kosten und die Soz.vers.abgaben sind einfach zu hoch. Und die Einnahmen wie gesagt in den meisten Bereichen zu niedrig. Aber auch da kann man Abhilfe schaffen: langfristig, indem zertifizierte Leistungen angeboten werden. Mitarbeiter, die dafür qualifiziert sind, werden entsprechend "wertvoller". Die Alternative: selbstständig machen. Vielleicht ist das das Modell der Zukunft. So ähnlich wie das viele "Start-ups" jetzt schon machen, indem sie sich die Büros und Arbeitsmittel teilen. Man mietet zusammen Praxisräume, richtet sie mit dem Notwendigsten ein und jeder sieht, wie er klarkommt. Möglicherweise die beste Lösung. Grüße von Oetken1 Naja Oetken, du hast es nicht formuliert, aber dadurch dass du begrundest dass es keine höheren Gehälter gebenkann weil die Einnahmesituation so schlecht ist, machst du es zur Sache des AN, bzw, auf Kosten des AN. Und natürlich geht es mit dem Festgehaltsytem, es gibt viele gute Beispiele für verantworliche PI´s die faire Verträge, gute Aquise machen und nicht das unterehmerische Risiko (sittenwiedrig) auf die AN abwälzen. Aus was für einer Haltung argumentierst du denn? Beim AN hört die Menschlichkeit auf? Entweder ihr nehmt schlechte Arbeitsbedingungen oder keine, mit Ängsten spielen? So kenn ich Beiträge über Patienten nicht. Und das mit der "Ich-AG" ist grad abgeschafft worden weil´s kein adäquates System ist. Leerzeiten (wenn mal ein Patient absagt) sind Arbeitszeiten, wie in allen anderen Berufen auch!!! Und Fortbildungen sind gut, aber dann muss auch das Gehalt stimmen! Gruß,mara
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Registriert seit: 02.06.2005
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Zitat:
Naja Oetgen, du hast es nicht formuliert, aber dadurch dass du begrundest dass es keine höheren Gehälter gebenkann weil die Einnahmesituation so schlecht ist, machst du es zur Sache des AN, bzw, auf Kosten des AN.
Hallo Mara, hier geht es um Zahlen, nicht um "gefühlte" Tatsachen. "Höhere" Gehälter: ich habe eine Berechnungsgrundlage geliefert. Rechne doch erstmal aus, ob du überhaupt soviel bekommst. Zitat:Und natürlich geht es mit dem Festgehaltsytem, es gibt viele gute Beispiele für verantworliche PI´s die faire Verträge, gute Aquise machen und nicht das unterehmerische Risiko (sittenwiedrig) auf die AN abwälzen. Ja, was zahlen die denn konkret? Und wieviel Umsatz müssen die AN dafür erbringen. Wenn du jemanden kennst, der mehr als 50 Prozent vom Gesamtbruttoumsatz seines Mitarbeiters wiederauschüttet - bitte gib mir die Telefonnummer, denn ich möchte unbedingt wissen, wie der/die PI das macht. Und ich hoffe nicht, durch "kreative" Abrechnung!!! Zitat:Aus was für einer Haltung argumentierst du denn? Beim AN hört die Menschlichkeit auf? Entweder ihr nehmt schlechte Arbeitsbedingungen oder keine, mit Ängsten spielen? So kenn ich Beiträge über Patienten nicht. Höhere Gehälter zu zahlen, als betriebswirtschaftlich drin ist, ist nicht "menschlich" sondern leichtsinnig und letztendlich blöd. Natürlich ist es langfristig besser, als PI mit den Arbeitnehmern solide und faire Verträge zu machen und ich weiß auch, dass es recht viele PIs gibt, die abzocken. Es ist nämlich bislang ziemlich einfach gewesen. Aber diese Leute finden immer wieder Personal. Solange das so bleibt, werden die ihr Verhalten nicht ändern. Zitat:Und das mit der "Ich-AG" ist grad abgeschafft worden weil´s kein adäquates System ist. Ich meine keine "Ich-AG" sondern Praxisgemeinschaften. Jeder ist dort selbstständig und eigenständig, rechnet für sich selbst ab und akquiriert auch selbst. Zitat:Leerzeiten (wenn mal ein Patient absagt) sind Arbeitszeiten, wie in allen anderen Berufen auch!!!
Und Fortbildungen sind gut, aber dann muss auch das Gehalt stimmen!
Mara, warum eröffnest du keine Praxis, stellst Personal ein und zeigst allen, wie fair und menschlich es in einer Praxis zugehen kann. Du kannst ja offenbar gut rechnen und hast klare Vorstellungen, wie alles laufen soll. Wir könnten dann alle von dir lernen. Grüße von Oetken1
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Geändert am 19.10.2011 13:08:00
Zitat:Mara, warum eröffnest du keine Praxis, stellst Personal ein und zeigst allen, wie fair und menschlich es in einer Praxis zugehen kann. Du kannst ja offenbar gut rechnen und hast klare Vorstellungen, wie alles laufen soll Danke  das ging mit beim lesen der Beiträge von Mara ebenso! Komm doch mal auf die andere Seite und schaus dir an wie es ist...vor ein paar Jahren dachte ich auch noch ich will alles besser machen wie mein alter Chef und ich hab über die letzten Jahre gelernt dass ich mich immer mehr genau zu dem Chef entwickle, der er ist...und zwar weil es die Umstände einfach nicht anders zulassen und damit meine ich nicht nur die schlechte Bezahlung der Krankenkassen!!! Grüße Lusa
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Registriert seit: 15.03.2003
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@mara, ...ich hab auch noch eine Bitte, das kannst du garantiert besser: schreib aus Respekt den Namen der Kollegin richtig....das kann so schwer nicht sein. Sie hat dir was vorgerechnet, das stimmt mit meinen Erfahrungen und Berechnungen überein...ich werd als PI nicht reich und schon gar nicht wenn ich ne Kollegin anstelle. Und glaub mir : seit ich PI bin, kann ich besser rechnen als vorher....und denke vorausschauender. Gruß Sabine
"Die Kunst ist, den Kindern alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel zu machen." John Locke
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Zitat: @mara, ...ich hab auch noch eine Bitte, das kannst du garantiert besser: schreib aus Respekt den Namen der Kollegin richtig....das kann so schwer nicht sein. Sie hat dir was vorgerechnet, das stimmt mit meinen Erfahrungen und Berechnungen überein...ich werd als PI nicht reich und schon gar nicht wenn ich ne Kollegin anstelle. Und glaub mir : seit ich PI bin, kann ich besser rechnen als vorher....und denke vorausschauender. Gruß Sabine
"Die Kunst ist, den Kindern alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel zu machen." John Locke
Hallo Sabine, danke für den Hinweis, es liegt mir fern über Namensspielchen eine Kollegin die viele wertvolle Patienten- und Konzeptbeiträge gegeben hat, darüber abzuwerten o.ä. Aber ihre Beiträge über AN und Vergütung enttäuschen mich!!! So Visionär sie im Bereich Konzepte und Modelle ist, so konserativ und bremsend sind teilweise ihre Beiträge bezüglich Vergütung. Da wird ausschließlich als AG gekämpft, und das ist auch ein großes Problem in unserem Beruf, PI´s sind eine Mischung aus AG, Freunden und Familienersatz, immer wieder wird hier von AG Seite erwartet das die AN für die PI´s mitdenken, Rücksichtnehmen, Verständnis haben..... Es ist eine unprofessionelle emotionale und strukturelle Vermischung, wo die Unternehmer, PI´s, keine eigene Vertretung haben die sich bei den Kassen für höhere Einnahmen einsetzt statt immer nur zu Klagen dass die AN so frech unzufrieden sind... ...und es gibt keine AN Vertretung, die die AN stärkt sich offen für ihre Interessen einzusetzen.... Oetken ist, bei höchstem Respekt, da ein gutes Beispiel, sie setzt sich intensiv für den Beruf ein, modernisiert ihn gradezu mit, Konzepten, ICF....mit hoher visionärer Fachwissen-Kompetenz, aus der Perspektive eine Kollegin aber sobald es um eine angemessene Vergütung geht steht sie natürlich in einem Interessenkonflikt, denn da ist sie nun mal AG, und da versprühen sich keine Visionen und weniger Kreativität... Dies nicht als Vorwurf, sondern als Problem unklarer Strukturen und dann auch unprofessioneller Rollenverteilung die sich durch viele Praxen zieht. Diese Trennung und Interessenvertretung kann ein Verband für AG und AN nicht leisten, aber er muss ihn trotzdem ausgesprochen werden. Zu der Rechnung, da liege ich deutlich drüber, ich fühle mich trotzdem nicht über bezahlt, ich denke es ist ein Beruf der viel fordert und so auch was bringen sollte. Ich bin aber auch nicht mehr in einer Praxis tätig. LG, mara
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Registriert seit: 02.06.2005
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Geändert am 19.10.2011 23:14:00
Zitat: Es ist eine unprofessionelle emotionale und strukturelle Vermischung, wo die Unternehmer, PI´s, keine eigene Vertretung haben die sich bei den Kassen für höhere Einnahmen einsetzt statt immer nur zu Klagen dass die AN so frech unzufrieden sind...
Hallo Mara, Hallo liebe KollegInnen: Doch - die PIs haben eine Vertretung - und zwar durch den DVE. Das Problem ist nur, dass der für die vielen nicht-organisierten PIs mitverhandeln muß. Und was die Bezahlung angeht - da sind wir dran. Aber das wird so einge Veränderungen bedeuten, die sicher nicht jedem schmecken. PIs nicht und Arbeitenehmern nicht. Zitat:...und es gibt keine AN Vertretung, die die AN stärkt sich offen für ihre Interessen einzusetzen.... Doch die gibt es auch - bei den Gewerkschaften und beim DVE. Aber auch für die gilt: die sind nur so stark wie ihre Mitglieder. Jammern und Meckern ist bequem. Mitarbeiten nicht. Insofern habe ich bei den vergleichsweise niedrigen Organisationszahlen wenig Verständnis, für die mäkelnden PIs nicht und für die unzufriedenen Arbeitnehmer auch nicht. Zitat:Oetken ist, bei höchstem Respekt, da ein gutes Beispiel, sie setzt sich intensiv für den Beruf ein, modernisiert ihn gradezu mit, Konzepten, ICF....mit hoher visionärer Fachwissen-Kompetenz, aus der Perspektive eine Kollegin
aber sobald es um eine angemessene Vergütung geht steht sie natürlich in einem Interessenkonflikt, denn da ist sie nun mal AG, und da versprühen sich keine Visionen und weniger Kreativität... Vielen Dank für die fachliche Anerkennung. Fachliche Veränderungen und eine höhere Bezahlung gehören zusammen. Bei den BG-Sätzen ist das schon gelungen. Bei den Kassen haben wir den Weg noch vor uns. Aber da wird sich Spreu von Weizen trennen. Bei den PIs genauso wie bei den Arbeitnehmern. Arbeitnehmer die bei den geringsten Anforderungen krank werden bzw. "Hilfe" schreien, können wir da genauso wenig gebrauchen wie Praxisinhaber, die "Betriebswirtschaft" so verstehen, dass sie rundum lügen und betrügen. Zitat:Dies nicht als Vorwurf, sondern als Problem unklarer Strukturen und dann auch unprofessioneller Rollenverteilung die sich durch viele Praxen zieht. Ich habe ganz klare Strukturen in meinen Verträgen. Ebenso wie eine ziemlich klare Rollenverteilung in meiner Praxis. Aber ich weiß, dass es nicht einfach ist, klare Verträge und klare Rollenverteilungen zu etablieren  Zitat:Zu der Rechnung, da liege ich deutlich drüber, ich fühle mich trotzdem nicht über bezahlt, ich denke es ist ein Beruf der viel fordert und so auch was bringen sollte. Ich bin aber auch nicht mehr in einer Praxis tätig. Gratuliere! Ganz im Ernst - ich frage mich, wie dein Arbeitgeber das macht. Mir gelingt das nicht. Bekommst du Vor-und Nachbereitung bezahlt? So wie im Kassenvertrag vorgesehen, also zu jeder Einheit 15 Minuten? Laßt ihr euch nur Einheiten bezahlen, die auch tatsächlich stattgefunden haben? Kennst du die Rahmen- und die Kassenverträge? Manche PIs lassen die Mitarbeiter aus gutem Grund im Unklaren darüber, was eigentlich vertraglich vereinbart wurde  Ich erwarte nicht, dass du das hier beantwortest - tu es nicht - aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du einen höheren Anteil vom Gesamtbrutto bekommst - es sei denn, ihr habt besonders günstige Bedingungen. Z.B sehr viele Privat- oder BG-Patienten. Aber das ist nicht die Norm und auch mit Vorinvestitionen verbunden. Vielleicht wenn du unterhalb der durchschnittlich 7 Werktage Krankheit bleibst. Aber was ist, wenn du häufiger krank bist? Es ist eine wichtige Diskussion hier. Aber ohne grundsätzliche Veränderungen und Zusammenarbeit kommen wir alle nicht vom Fleck. Vertragsverhandlungen dürfen konträr sein und man wird es nie allen recht machen können. Die großen Probleme kommen erst noch. Wir haben jetzt schon einen Mangel an geeigneten Ergotherapeuten. Ergotherapeuten gibt es zwar genug, aber sie kapitulieren häufig vor den Anforderungen. Was tun? Anforderungen senken? Weniger fordern, weniger leisten? Womit will man dann verhandeln? Worüber? Anforderungen hoch und Gehälter hoch - das kann nur Zug um Zug geschehen. Ich hatte Besuch von einer Kollegin, die in GB ausgebildet wurde und dort gearbeitet hat. Da müssen sich Ergos alle zwei Jahre vor einer Kommission rechtfertigen mit ihrer Fachlichkeit. Wenn sie die Prüfung nicht bestehen, dann war es das mit der Zulassung. Das stelle man sich mal für Deutschland vor. Au wei. In Deutschland ist es doch so: Wenn wir nicht aufpassen, dann werden wir hier nach und nach ersetzt. Ein Gutes hätte es: Dann brauchen wir auch nicht mehr über Gehälter diskutieren  Grüße von Oetken1
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Registriert seit: 22.10.2011
Beiträge: 324
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Sehr richtig! Es gibt auch für die AN eine nein sogar zwei Interessenvertretungen.
Ich bin zwar jetzt PI aber ich bin dennoch bei Ver.di geblieben da ich es nicht gut finde wenn Dumpinglöhne gezahlt werden. Deshalb bin ich auch im DVE da nur ein starker Verband gute Verhandlungen führen kann.
An alle die über ihre Gehälter meckern oder über die Vergütung der Kostenträger.
Wenn ihr euch nicht organisiert und in die Verbände (und bitte nehmt die großen und macht nicht weitere kleine auf) eintretet wird sich nichts ändern.
Ich habe als Betriebsrat und Gewerkschafter lange mit der Tatsache leben müssen dass von den 2400 MA´s der Klinik gerade mal 100 in der Gewerkschaft waren. Da lacht der AG. Genau so ist es mit den Verbänden und den Kostenträgern. Außerdem kann mann auch Politisch etwas tun und die Parteien wählen die den Mindestlohn nicht erst seit schlechten Umfragewerten für sich entdeckt haben
In diesem Sinne
Tretet in die Verbände ein und tut was gegen schlechte Bezahlung als AN oder AG!
Dominik Simon Ergotherapeut / Handtherapeut DAHTH
www.dahth.de
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Registriert seit: 02.06.2005
Beiträge: 3212
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Geändert am 02.11.2011 20:43:00
Zitat: Ich bin zwar jetzt PI aber ich bin dennoch bei Ver.di geblieben da ich es nicht gut finde wenn Dumpinglöhne gezahlt werden.
Die Kostenträger zahlen sich selbst beileibe kein "Dumping". Aber sie versuchen, alle von sich abhängigen Dienstleister dazu zu bringen. Derzeit besonders die Pflegedienste. Kunststück: denn im GBA bleibt man ja unter sich! Und die Kostenträger und andere Profiteure reiben sich doch die Hände, wenn sie solche Diskussionen wie hier lesen - "Teile und herrsche". Psychiatrieunterricht: wie war das noch mit Patienten mit "spaltenden" Persönlichkeitsanteilen?  Sich zum Streit "auf Station" anstacheln lassen? - Oder lieber nicht?  Wie wärs mal mit dem Prinzip "Ergotherapie auf sich selbst angewandt (Martina Bruns, LG Berlin)"? Insofern: konkrete und realistischeLösungsansätze entwickeln. Zitat:Ich habe als Betriebsrat und Gewerkschafter lange mit der Tatsache leben müssen dass von den 2400 MA´s der Klinik gerade mal 100 in der Gewerkschaft waren. Da lacht der AG. Kenn ich, war auch mal Betriebsrätin, habe da wirklich viel gelernt - formal und über "Motivationstypen" in biopsychosozialen Berufen http://www.iwi.uni-hannover.de/lv/060728_Breuer_Motivation.pdf (bitte besonders Folie 10 beachten) Deshalb möchte ich auch nie wieder als Angestellte bzw. in einem großen Betrieb arbeiten....  Zitat:Außerdem kann mann auch Politisch etwas tun und die Parteien wählen die den Mindestlohn nicht erst seit schlechten Umfragewerten für sich entdeckt haben 2013 sind voraussichtlich die nächsten Bundestagswahlen - wenn nicht schon früher - wenn die Griechen so abstimmen, dass Banken pleite gehen, dann gibt es einen echten Kassensturz und auch vorgezogene Neuwahlen bei uns. Also schon mal die Wahlkreisabgeordneten fragen, was sie so vorhaben in Bezug auf das Gesundheits-, das Steuer- und Lohnwesen... Aber nur " SMARTE" Antworten akzeptieren, kein "Verbesserungsgeblubber".....  Zitat:Tretet in die Verbände ein und tut was gegen schlechte Bezahlung als AN oder AG! Sonst machen nämlich die "restlichen 1 Prozent" weiterhin mit uns, was sie wollen.... In meiner Jugend galt die Parole "wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt". Gibt es das noch? Oder gilt jetzt "Jammern, Nörgeln, nur für sich sorgen" ? Grüße von Oetken1
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Beiträge: 13
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Ich bin wirklich ganz erstaunt, welche Dynamik mein Beitrag eröffnet hat. Und wirklich beindruckt über die Resonanz. Ich bin mir auch bewusst über die Vertretungsproblematik- aber ich war jahrelang, schon als Schülerin- im DVE, bin wieder ausgetreten- weil ich für mich keine Änderung erlebt habe, und bei einem niedrigen Gehalt, alle zusätzlichen Kosten minimiert habe, die möglich waren!!!!!
Ich habe gelesen, dass die Anforderungen immer höher werden an den Ergo- genau und ich würde mich diesen gerne stellen- aber auf der anderen Seite sinkt das Gehalt .....UND das kann und darf nicht sein!!!!!
Ich habe erlebt das der PI- mir erzählt hat wie sozial und gerecht er gegenüber seinen Mitarbeitern ist!!!! UND alle gleich bezahlt!!!!!!! Mei, wie gerecht egal ob Berufsanfänger oder fachl. ausgebildet- das gleiche Minigehalt Soll ich da noch loben?????
Ich kann nur sagen- die Arbeit in Praxen wird super schlecht bezahlt und bedeutet viel, viel Arbeit und viel auch unbezahlt und irgendwann kommt die Resignation- und das sonst so fleißig arbeitende Bienchen machts nicht mehr mit.
Ich arbeite jetzt in einer Einrichtung und was soll ich euch sagen geregelte Arbeitszeiten für Einsatz= Lob und Bezahlung und verdiene das Netto was ich sonst Brutto hatte!!!!!!
Kein Lob an die Praxen............ so schade
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Zitat: Komm doch mal auf die andere Seite und schaus dir an wie es ist...vor ein paar Jahren dachte ich auch noch ich will alles besser machen wie mein alter Chef und ich hab über die letzten Jahre gelernt dass ich mich immer mehr genau zu dem Chef entwickle, der er ist...und zwar weil es die Umstände einfach nicht anders zulassen und damit meine ich nicht nur die schlechte Bezahlung der Krankenkassen!!!
Hallo lusa, du hast eine PN. Grüße von Oetken1
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Registriert seit: 16.08.2006
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Hallo Oetken, hab dir vor einiger Zeit auch mal ne Nachricht geschickt und keine Antwort drauf erhalten jetzt weiss ich warum  Hab vergessen meine E-Mailadresse zu veraendern...doof  kannst du mir vielleicht die Nachricht nochmal schicken?? Vielen Dank! Gruesse Lusa
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Registriert seit: 02.06.2005
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Zitat:Hallo Oetken, hab dir vor einiger Zeit auch mal ne Nachricht geschickt und keine Antwort drauf erhalten jetzt weiss ich warum  Hab vergessen meine E-Mailadresse zu veraendern...doof  kannst du mir vielleicht die Nachricht nochmal schicken?? Vielen Dank! Gruesse Lusa Wird sofort gemacht...  Grüße von Oetken1
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