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Diskussionsforum

Gehalt für Vollzeitstelle

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16. Juli 2015 08:13 # 1
Registriert seit: 15.11.2013
Beiträge: 9

Hallo Ihr Lieben,
ich brauche bitte Eure Hilfe.
Ich möchte zum ersten Mal eine Mitarbeiterin einstellen auf Vollzeit und weiß nicht was in NRW hier das ortsübliche Gehalt für sie wäre. Sie ist Neuling, hat bei mir ein Praktium gemacht und würde nach dem Examen bei mir anfangen.
Ich habe eine Praxis mit bislang nur einer Bürohilfe und würde jetzt gerne eine Therapeutin mit haben, die ortsübliches Geld bei mir bekommt, wie sieht die Bezahlung denn so bei Euch aus?
Vielen Dank schonmal
16. Juli 2015 19:05 # 2
Registriert seit: 15.11.2013
Beiträge: 9

Hm...scheint ja ein Tabuthema zu sein was ich hier angesprochen habe - sorry wollte niemanden zu nahe kommen....
16. Juli 2015 19:54 # 3
falladar
falladar
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 1375

Geändert am 16.07.2015 19:55:00
... die Gehaltsspanne, die du zahlen kannst, kannst du dir doch selbst ausrechnen. Du kannst aber auch von deinen Gehältern aus deinen eigenen Anstellungsverhältnissen ausgehen.

Du solltest das Gehalt deiner Mitarbeiter eigentlich klar kalkulieren - vieleicht auch mit Hilfe deines Steuerberaters. Was ist dir außerdem dein Mitarbeiter wert? Was hat sie für eine Gehaltsvorstellung und was benötigt sie zum Leben? Vielleicht kommt am Ende sogar raus, dass du sie dir (momentan) gar nicht leisten kannst? Auch wenn sie Berufsanfängerin ist.

"Was zahlt ihr - das zahl ich auch." oder auch "Was macht ihr - das mach ich auch." ist die gleiche Strategie, Preis-/Gehaltskalkulation die in diversen Fernsehsendungen so manches Unternehmen ( z.B. Kneipe/Lokal/Restaurant) an die Pleite geführt hat.

Wie du dir die möglichen Gehälter selber ausrechnen kannst, wurde hier schon des öfteren beschrieben.

MfG falladar
16. Juli 2015 20:25 # 4
Registriert seit: 29.09.2007
Beiträge: 793

Geändert am 16.07.2015 20:26:00
Und "ortsübliche Gehälter" aus ganz NRW bringen Dich ja auch nicht weiter...
Als grobe Orientierung könnte der TvöD dienen, Entgeltgruppe 6 - 8. Das kann aber kaum eine Praxis zahlen...

Gruß
nimis
17. Juli 2015 09:56 # 5
Registriert seit: 16.08.2006
Beiträge: 394

Geändert am 17.07.2015 10:00:00
Zitat:
ls grobe Orientierung könnte der TvöD dienen, Entgeltgruppe 6 - 8. Das kann aber kaum eine Praxis zahlen...


Hallo,
ähm in meiner Praxis verdienen die Angestellten sogar noch mehr und wieso soll das nciht möglich sein?::confused::
Klar bekommen wir nciht genug von den Krankenkassen aber es ist auf jeden fall möglich wirtschaftlich zu arbeiten und ein angemessenes gehalt zu zahlen, leider bekomme ich trotzdem keine Bewerbungen::sad:: frage mich immer wieder wenn ich hier lese zum beispiel in der Diskussion um dieses Punktesystem warum es immer noch arbeitnehmer gibt, die es mit sich machen lassen.... es gibt genug Stellen die angemessen bezahlen und ohne diese Ausbeutung der Arbeitnehmer auskommen!

Grüße

Lusa
17. Juli 2015 18:10 # 6
Registriert seit: 29.09.2007
Beiträge: 793


@ lusa
Okay, ich korrigiere mich: das kann angeblich kaum eine Praxis zahlen. ::wink::

Gruß
nimis
17. Juli 2015 18:53 # 7
saloia
saloia
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 3621

Zitat / nimis hat geschrieben:

@ lusa
Okay, ich korrigiere mich: das kann angeblich kaum eine Praxis zahlen. ::wink::

Gruß
nimis


::thumbup::::thumbup::


sehr interessant- auch die Aussage von Lusa.... ;)
20. Juli 2015 21:48 # 8
Registriert seit: 16.08.2006
Beiträge: 394

Zitat:
@ lusa
Okay, ich korrigiere mich: das kann angeblich kaum eine Praxis zahlen. ::wink::


::thumbup::Ja danke nimis genau, es gibt Sie noch die Praxischefs die Ihre Angestellten nicht ausbeuten und für gute Arbeit gut entlohnen, ist in meinen Augen zwar immer noch zu wenig Geld und ich hoffe dass sich das irgendwann ändern wird, spätestens aber dann wenn die Patienten nicht mehr versorgt werden können, da kein Personal mehr nachkommt, das diesen Job machen möchten, hoffe ich das ein umdenken stattfinden wird. Tut mir echt weh wenn ich den Patienten sagen muss, tut mir leid ich kann Sie nicht aufnehmen da nicht genügend Personal da ist.

Leider hat die Ergotherapie in Deutschland nicht den Stellenwert so dass es dann auch nicht die Wertigkeit hat wenn keine Ergotherapie mehr angeboten wird...leider::sad::

Grüße
Lusa
21. Juli 2015 08:22 # 9
Registriert seit: 31.08.2007
Beiträge: 519

Zitat / lusa hat geschrieben:
...spätestens aber dann wenn die Patienten nicht mehr versorgt werden können, da kein Personal mehr nachkommt, das diesen Job machen möchten, hoffe ich das ein umdenken stattfinden wird. Tut mir echt weh wenn ich den Patienten sagen muss, tut mir leid ich kann Sie nicht aufnehmen da nicht genügend Personal da ist.


"Umdenken" kann auch echt einen langen Prozess darstellen, der Engpass ist schon lange da und wir müssen viele Klienten vertrösten oder sie bei akuten Schwierigkeiten versuchen woanders unter zu bringen. Ich hoffe wenigstens, dass so die Solidarität unter den Ergopraxen etwas mehr steigt...auch wenn Konkurrenz natürlich Konkurrenz bleiben wird.

Und wenn ich mir das Verhältnis zwischen Stellenangeboten (207) und Gesuchen (2) hier beim ergoXchange anschaue, wird klar, dass es bereits seit längerem 5 nach 12 ist und sich in manchen Gebieten mehr als Versorgungslücken auftun werden...und mir wird ganz schlecht, wenn ich drüber nachdenke!

Gruß, ergotron
21. Juli 2015 08:59 # 10
Registriert seit: 16.08.2006
Beiträge: 394

Hallo,
Ja der Engpass ist da aber so krass wie aktuell war es noch nie, ich hoffe nur dass das Umdenken auch bei den Angestellten Ergotherapeuten stattfindet, es lohnt sich für ein angemessenes Gehalt und gute Arbeitsbedingungen zu kämpfen und vielleicht auch den Schritt eines Umzuges wagen. Es kann nicht sein dass unsere wertvollen Therapeuten so ausgebeutet werden und die es auch noch mit sich machen lassen!::angry::
Ja ergotron Umdenken ist oftmals ein langer prozess, war bei mir nicht anders, habe auch erst über die letzten Jahre gelernt z.B wirtschaftlich zu denken oder auch meine Angestellten zu schätzen. Früher dachte ich ok es kommen ja genug nach, aber das ist leider nicht der Fall!
Grüße

Lusa
23. Juli 2015 10:58 # 11
Registriert seit: 30.07.2001
Bundesland: Baden-Württemberg
Beiträge: 174

Kann es sein, dass ich als Ergo für angemessenes Gehalt und gute Bedingungen 'kämpfen' muss ?
Nein, denn das sollte selbstverständlich sein.
Die Quittung dafür kommt jetzt, wie der Stellenmarkt zeigt.
3~°
23. Juli 2015 12:13 # 12
Registriert seit: 16.08.2006
Beiträge: 394

Hallo Micha,
nein man sollte nicht dafür kämpfen müssen, aber so wie ich hier immer lese, akzeptieren einfach ganz viele die schlechten Arbeitsbedingungen aus welchen Gründen auch immer. Heutzutage müsste man sich aber nicht mehr mit solchen miesen Arbeitsbedingungen abfinden, das meinte ich mit kämpfen also es sich nicht gefallen lassen und die Konsequenzen ziehen und wenn das bedeutet den Umkreis entwas zu erweitern!

Grüße

Lusa
11. August 2015 12:37 # 13
Registriert seit: 30.07.2001
Bundesland: Bayern
Beiträge: 11

Hi, ich stoße gerade zufällig auf eure Diskussion. Das ist sehr spannend!
Ich kämpfe nun schon seit Jahren mit eigener Praxis, und mein Idealismus faire Arbeitsbedingungen zu schaffen, hat mich nun fast in die Insolvenz getrieben. Langsam glaube ich nicht mehr daran, dass das möglich ist und ich weiß, dass ich etwas ändern muß.
Wenn ich anderer Leute Arbeitsverträge ansehe, dann werden da zum Beispiel keine Ausfallzeiten, keine Fahrzeiten, Vorbereitungszeiten usw. bezahlt. Vielleicht kann man dann bessere Gehälter zahlen, ich weiß es nicht.
Aber vielleicht verrät mir ja einer sein Geheimnis wie man wirtschaftlich und fair arbeiten kann. Ich wäre über so einen Tip sehr glücklich, und vielleicht viele andere auch, denn ich glaube nicht, dass soviele Ihre Mitarbeiter ausbeuten wollen, sondern ich denke, Sie kämpfen um`s Überleben.::sad::
11. August 2015 16:29 # 14
Registriert seit: 16.08.2006
Beiträge: 394

Geändert am 11.08.2015 16:32:00
Hallo manduka,
es ist möglich wirtschaftlich zu arbeiten und zwar ohne die Angestellten auszubeuten un das Risko auf sie abzuwälzen in dem man die Dokuzeiten massiv reduziert, wir haben so gut wie keine Dokuzeiten mehr ich mache alles in der Einheit wenn der Patient anwesend ist. Wenn ein Patient nciht rechtzeitig absagt gibt es sofort und ohne Ausnahme eine Ausfallgebührenrechnung. Hausbesuche nehme ich nur im näheren Umfeld an zwischen den einzelnen Hausbesuchen sind max 10 Minten Fahrtzeit eher weniger. Es gibt die Möglichkeit der Parallelbehandlung (hier in Baden Württemberg) erhalten wie dann pro Kind natürlich weniger aber da es zwei sind doch wieder mehr als nur für die Einzeltherapie. Natürlich nur bei den Kindern die keine Eins zu Einsbetreuung brauchen bzw. bei dennen es Sinn macht.

Ja es ist eine Umstelllung und man muss sicherlich an sich arbeiten und vor allem transparent den Patienten gegenüber sein aber dann kann man auch ein angemessenes Gehalt bezahlen (wobei ich es immer noch zu wenig finde) aber es ist auf jeden Fall deutlich mehr als 2000€ möglich! Auch Fortbildungen müssen in meinen Augen drin sein! Macht mich immer wieder wütend wenn ich hier lese dass auch teilweise noch daruter bezahlt wird.

Ich habe zu Anfang auch gedacht es ist nicht möglich, geholfen hat mir meine Denkweise umzustellen, ich arbeite zwar im sozialen Bereich das heißt aber nicht das ich tollerieren muss dass mir die Patienten nciht rechtzeitig absagen und ich dann den wirtschaftlichen Ausfall zu tragen habe wenn z.B. das Kind krank wird etc.

Viel Erfolg beim "Umdenken" ::smile::

Grüße
Lusa
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