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Erkrankte Kollegin

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15. Mai 2016 17:52 # 16
Registriert seit: 28.12.2003
Beiträge: 119

Liebe Kollegen,

vielen Dank für Eure ehrlichen Antworten. Nein, ich fühle mich nicht fair behandelt und ich glaube auch nicht, dass die Kollegin den Anforderungen je wieder gewachsen sein wird.
Und, ja wir sind so schrecklich sozial eingestellt, dass es mich schon manchmal nervt. Wir haben wirtschaftlich keinen Schaden genommen, weil wir trotzdem jemand eingestellt haben. Das Risiko sind wir eingegangen. Außerdem kostet uns die erkrankte Kollegin ja nichts.Aber noch hat die sie das Recht wieder zu kommen. Nun wüsste ich aber gerne wie ich auch meine Rechte einklagen kann. Wir brauchen einfach Planungssicherheit. Wen kann ich einschalten?
Die KK ist mir gegenüber wahrscheinlich nicht zur Auskunft verpflichtet. Aus betrieblichen Gründen kündigen geht wohl auch nicht, da es der Praxis gut geht. Die Kollegin selbst äußert sich nicht zu diesem Thema.
Habt ihr da einen Rat oder einen Fachmann an den ich mich wenden kann?

Viele Grüße
Mili
15. Mai 2016 23:08 # 17
Registriert seit: 21.03.2002
Beiträge: 364

Dann handle doch rehabilitierend, so wie du das gelernt hast:
Schalte den medizinischen Dienst ein, stelle Fragen nach einer
Reha, steht eine Frühverrentung an, eine Berufsunfähigkeit,
eine Wiedereingliederungsmaßnahme über die Arbeitsagentur,
Hilfsmittelversorgung, terminiere Gespräche stelle deine
Situation als mittelständischer Betrieb dar, gibt es Gelder, Fonds,
Übergangslotsen, Wiedereingliederungshilfen...undundund...

Diese Überlegungen vermisse ich bisher in der Diskussion.

Grüße
Kai

16. Mai 2016 10:15 # 18
Registriert seit: 10.02.2005
Bundesland: Niedersachsen
Beiträge: 723

Ivanhoe hat zwar Recht mit dem was er schreibt. Diese Mühe würde ich mir auch machen, wenn die erkrankte Kollegin echte Bemühungen zeigen würde, mich über ihren Zustand und ihre Prognose aufzuklären. Da hast Du dann aber auch ein paar Stündchen zu tun mit den ganzen Gesprächen. Das wird Dir weder jemand bezahlen noch wird es Dir irgend jemand, geschweige denn die kranke Kollegin, danken.

Bei dem desinteressierten Verhalten Deiner Mitarbeiterin würde ich selber allerdings nur einen Anwalt für Arbeitsrecht fragen, wie Du die Kollegin am schnellsten loswirst.

Deinen Umgang mit dem Thema finde ich nicht "schrecklich sozial", sondern uneffektiv und wenig zielgerichtet. Nützen tut es niemandem. Du lässt Dich gerade gründlich verarschen!

Viel Erfolg!
Karsten
R46.2 – und Spaß dabei!
17. Mai 2016 09:10 # 19
Registriert seit: 01.04.2014
Beiträge: 599

Geändert am 17.05.2016 09:19:00
Wenn Du MItglied im DVE bist, kannst Du immer dienstags die telefonische Beratung nutzen. Vielleicht hilft Dir das für die ersten Schritte. Ansonsten müsstest Du uns mitteilen, wo Du bist. Vielleicht kennt dann jemand dort vor Ort einen Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Für erste Informationen empfehle ich auch google. Es kann nämlich sein, dass bei deiner Praxisgröße das Kündigungsschutzgesetz für deine Mitarbeiter nicht greift, Link, als Bsp. Das ersetzt aber keine rechtliche Beratung.
17. Mai 2016 14:48 # 20
Registriert seit: 10.02.2005
Bundesland: Niedersachsen
Beiträge: 723

@Ivanhoe:
"Dann handle doch rehabilitierend, so wie du das gelernt hast ..."

Als Therapeut handle ich rehabilitierend bei Patienten und werde dafür bezahlt.
Meinen Job wende ich nicht gratis bei unwilligen Mitarbeitern an, schon gar nicht, wenn meine eigenen Interessen gefährdet sind.

Das ist jedenfalls meine Meinung.

Gruß, Karsten
R46.2 – und Spaß dabei!
17. Mai 2016 19:36 # 21
Registriert seit: 21.03.2002
Beiträge: 364

Ich kenne die Situation auch, zwar nicht als
PI, aber als leid- und mehrbelastungstragender Kollege.
In einem Fall war es der erkrankten Kollegin nicht klar, welchen
Unmut sie im Team auslöste.
Sie hatte sogar ihre Patiententermine nach ihren "Brückentagsgrippen und
Magendarmmontagen" geplant, es war ihr bis zum Gespräch mit
dem Team nicht klar, wie genervt alle von der Situation waren.

Wenn man allerdings auf Beton beisst, dann kann mich euren
Empfehlungen nur anschließen.

Gruß
Kai
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