Phil413
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Hallo, wir sind ein ErgoTeam mit zwei Ergos in eigener Praxis und möchten jetzt aufgrund der wachsenden Patientenzahl einen MitarbeiterIn einstellen. Dazu haben wir ein paar Fragen und sind für eure Erfahrungen und Anregungen sehr dankbar. Zunächst wäre die Stelle stundenweise zu besetzen (ca. 5-10h) mit dem Gedanken der Aufstockung. Wie handhabt ihr das, wenn's zwischendurch mal weniger Patienten sind oder ganz schnell deutlich mehr Patienten werden? Wie regelt man das am Besten mit der Aufstockung der Stunden? Welches Gehalt ist angebracht (Baden-Württemberg)? Oder als Mini-Job? Plant ihr die Doku-Zeit extra ein? Wie läuft das mit der Versicherung (Haftpflicht etc.)? Bezuschusst ihr Fortbildungen auch bei MiniJobbern? Fragen über Fragen  Danke schon mal im Voraus für eure Anregungen.
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falladar
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Geändert am 09.03.2016 08:57:00
... die Fragen, die ich mir dabei stelle, sind andere: - Was ist euch der Mitarbeiter wirklich wert? - Was könnt und wollt ihr euch an MA leisten? - Würdet ihr zu diesen Rahmenbedingungen den Job annehmen? Wenn nicht - warum sollte es ein anderer tun? - Wovon soll der denn bei 5-10 Stunden pro Woche leben? - Warum sollte ein MA etwas tun, wofür er nicht bezahlt wird? Ihr würdet es auch nicht tun. Also macht ihr die Doku für eure MA wenn ihr euch das Geld sparen und in die eigene Tasche stecken wollt. Es hört sich an, als hättet ihr gerade ein paar Patienten zuviel und wollt diese Einnahmequelle nicht verlieren. Jedoch klingt das nicht nach einer langfristigen Unternehmensplanung. Wenn ihr einen MA findet, der für 5-10 Std./Woche bei euch arbeiten möchte, dann gibt es auch Gründe weshalb er nicht für mehr Stunden arbeiten will. Warum sollte er dann später aufstocken wollen? Die Stelle anzunehmen, mit den Optionen - evt. - vielleicht - später - mehr oder vielleicht doch auch weniger arbeiten zu dürfen/müssen, ist gelinde gesagt besch... !! Plant für euer Unternehmen richtig und in die Zukunft, mit langjährigen Mitarbeitern die auch hinter dem Unternehmen und seinen Leitlinien und Visionen stehen. Alle anderen MA sind nur "Gäste" bei euch und verlassen bei den kleinsten Problemen die Firma. Wenn euch Qualität in der Arbeit wichtig ist, spielt es keine Rolle ob eure MA 5 oder 40 Std. die Woche bei euch arbeiten. Wenn dann euer Anspruch auf dem Wissen von vor 20 Jahren beruht, dann braucht keiner eurer MA eine Fortbildung. Ansonsten, was ist euch euer MA wert? Bei neuen Mitarbeitern verändern sich alle Versicherungspolicen die MA-Bezogen sind und auch die Kassenzulassung. MfG falladar
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Phil413
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Beiträge: 10
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Geändert am 09.03.2016 10:04:00
Hallo Falladar, danke für deine Antwort. Ein guter Mitarbeiter ist natürlich sehr viel wert, das wollen wir auch so fördern. Da sind wir uns einig. Die Frage richtet sich eher danach, wie andere es handhaben. Es ist ja leider nicht sofort eine Teilzeit oder eine volle Stelle. die Patienten, die der neue Mitarbeiter übernehmen würde, müssen ja jetzt abgesagt werden. Bis dann so viele, für eine 40 Stunden Woche, vorhanden sind, dauert es ja wieder ein bisschen. Verständlich was ich meine? Wie baut sich sinnvoll eine neue Stelle auf? Wir wollen eben nicht mal eben jemanden einstellen, der paar Stunden macht, sondern für die Praxis jemanden finden, der zu uns, zum Team etc passt. Ist ja auch schnell der Ruf der sonst leidet ;) Ist alles Neuland für uns und wir sind über eine paar Erfahrungswerte froh. Liebe Grüße
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falladar
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Beiträge: 1375
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... dafür müß ihr investieren.
Vielleicht in der jetzigen Phase deutlich mehr Patienten behandeln als ihr normalerweise wollt, um diese dann an den zusätzlichen Therapeuten abgeben zu können.
Mehr Aquise betreiben, wenn ihr euch für einen neuen MA entscheidet.
Startet er gleich mit einem ausgelasteten Plan, habt ihr keine Einarbeitungsmöglichkeit und könnt die Qualifikation des MA im Alltag nicht beurteilen.
In der Anfangsphase könnt ihr eigene Patienten von euch abgeben, selber etwas kürzer treten und habt dadurch mehr Zeit für die Betreung des MA, Aquise, ... (MA kosten Zeit
In der Anfangszeit (ersten 2-3 Monate) werden ca. 80% aller MA erst einmal für eine Woche wegen Krankheit ausfallen. Da ist ein voller Plan alles andere als sinnvoill.
MfG falladar
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Registriert seit: 26.08.2007
Beiträge: 309
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Hallo Phil, so bin ich auch gestartet: Ich habe in der Anfangszeit bis zu 70 Std. gearbeitet und dann eine Kollegin Vollzeit eingestellt. Und ich habe dann eben ein bisschen weniger gemacht. Hatte das Glück, eine Kollegin einzustellen, die ich schon gut kannte, die nicht eingearbeitet werden musste. Ihr seid doch sogar zu Zweit, da könnt ihr doch richtig in den Sack hauen für ein paar Wochen und dann gut abgeben, so dass eine vollwertige Stelle entsteht. Setzt natürlich voraus, dass ihr genug Patienten habt. Falls nicht, muss entsprechen Aquise betrieben werden, bzw. ihr müsst eure Arbeitszeiten eben langsam steigern, bis ihr abgeben könnt. Alle anderen Mitarbeiter werden seither (16 Jahre :-) ) für Vollzeit eingestellt, allenfalls mal ein 30 Stdvertrag, arbeiten aber erstmal weniger eigenen Patienten und hospitieren viel bei mir / den erfahrenen Kollegen. Dann baut man langsam auf. Bei sofortiger voller Planübernahme folgt oft Überforderung und Krankheit, außerdem kennst du denjenigen dann so nicht wirklich. Wer er ist, wie er mit den Patienten umgeht, wie er arbeitet. Und deine Unternehmensphilosophie und deine Werte kann derjenige ja auch nicht erraten  Lieben Gruß und viel Glück und genießt die Zeit, in der euer Unternehmen so jung und spritzig und in alle Richtungen offen ist, das ist eine wunderbare Zeit!  Lieben Gruß, kaenguru
Im Alter möchte ich nicht jung aussehen, sondern glücklich.
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