Geändert am 30.12.2020 15:46:00
Das Beispiel mit der dementen Frau war schon sehr anschaulich, danke dafür!
Mir ist aber durchaus klar, dass es in diesem Beruf nicht um meine eigene Kreativität geht, eben das ist auch das Gute - meine Kunst mache ich für mich und Im Beruf möchte ich was anderes machen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich ein Händchen dafür habe, verborgene Talente zu entdecken und zu Kreativität anzuregen und zu motivieren. Dazu kommt, dass Menschen, denen es schlecht geht mir gerne vertrauen und mich aufsuchen, weil es ihnen bei mir gut geht und sie sich gehen lassen können (also kreativ jetzt zum Beispiel). Das liegt an vielen Feinheiten, denke es hat was mit meiner Ausstrahlung zu tun, den Dingen mit denen ich mich beschäftige und mit der Art und Weise wie ich meine Räume einrichte vielleicht auch. Diese Veranlagung muss man doch irgendwie nutzen, so war mein Initialgedanke vor einiger Zeit.
Ich dachte auch ursprünglich mal mich in irgendeiner Form auf Musik/Kunstherapie zu spezialisieren (deswegen habe ich mitunter die Ausbildung als Psychologischer Berater gemacht), aber das alleine würde mich auf Dauer wahrscheinlich doch langweilen. Es ist nur ein Aspekt meiner Talente. Hinzukommt die Einschränkungen in welcher Art und Weise man das dann ausführen kann. Beispielsweise nur als Selbstständiger für Privatversicherte und Selbstzahler.
Was ich an Ergotherapie so interessant finde ist, dass es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt und das gibt mir schon jetzt, mit der bloßen Entscheidung es anzugehen, das Gefühl endlich angekommen zu sein. Ich kann das erste Praktikum kaum abwarten!
Meine erste Praktikumstelle ist vor allem auf Neurologie ausgelegt, die haben da mitunter Phonophorese und Neurofeedback. Das sind auch Gebiete die ich total spannend finde, weil ich mich sehr für Wissenschaft interessiere. Als Heilpraktiker für Psychotherapie könnte ich mich ja durchaus auch mit solchen Themen beschäftigen, allerdings überzeugt mich die Szene insgesamt nicht so sehr, gerade Phonophorese ist da ein gutes Beispiel.
Ich möchte auch nochmal erwähnen, dass ich nach meiner Ausbildung als Psych. Berater schon einigermaßen auf einen Alltag als Therapeut vorbereitet wurde, also ich wurde unterrichtet in Anamnese, Diagnostik, klinischer Psychologie und zB auch Therapieplanung.
Ich denke ich habe schon zumindest eine grobe Vorstellung, was mich als Ergotherapeut erwarten könnte. Dennoch bin ich dankbar für eure Einwände!