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Ergotherapie-basierte App ELSA unterstützt Familien im Umgang mit ADHS

Die App ELSA soll Erziehungsberechtigte von Kindern mit ADHS in alltäglichen Herausforderungen mit wertvollen Tipps, Handlungsabläufen und Informationen unterstützen. Forscherinnen und Forscher der FH Campus Wien haben die kostenfreie App gemeinsam mit Familien von ADHS-diagnostizierten Kindern entwickelt und an deren Bedürfnisse angepasst. Wissenschaftlich fundiert baut ELSA auf ergotherapeutischem Wissen auf.

Ergotherapie-basierte App ELSA unterstützt Familien im Umgang mit ADHSP

Evidenzbasierte Empfehlungen im täglichen Umgang mit ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zählt zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Zu den Hauptsymptomen von ADHS zählen Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Diese Defizite können es Kindern erschweren, ihren Alltag zu bewältigen, und sich auf das Wohlbefinden und die Funktionsfähigkeit der gesamten Familie auswirken. Die familienzentrierte Arbeit und damit einhergehend die Unterstützung der Familien in ihren Alltagssituationen ist daher von großer Bedeutung. Genau an diesem Punkt setzt die App ELSA an.

„ELSA wurde unter Einbezug der Bedürfnisse ihrer Nutzer*innen entwickelt, ist wissenschaftlich fundiert und baut auf ergotherapeutischem Know-how auf. Die App soll Erziehungsberechtigte von ADHS-diagnostizierten Kindern bei alltäglichen Herausforderungen unterstützen“, erklärt Andrea Kerschbaumer, Projektleiterin und Lehrende sowie Forschende im Masterstudium Health Assisting Engineering an der FH Campus Wien.

Niederschwellige Gesundheitsapp mit direktem Nutzen für die Praxis

ELSA bietet Erziehungsberechtigten von Kindern mit ADHS konkrete Handlungsempfehlungen. Die App enthält individualisierte Alltagsaktivitäten, Spielideen, Verhaltens- und Fördertipps und bildet die drei Bereiche Schule, Zuhause und Freizeit ab. Die einzelnen Inhalte sind an die Fähigkeiten der Kinder angepasst, dabei steht stets der Kompetenz- und Wissenserwerb im Mittelpunkt.

„Ziel war, die App möglichst niederschwellig zu gestalten. Deshalb ist ELSA auch kostenlos, die Texte sind in gut verständlicher Sprache verfasst und werden durch Bilder und Videos veranschaulicht“, so Projektleiterin Andrea Kerschbaumer.

Ein integriertes Lexikon erklärt die wichtigsten Fachbegriffe zum Störungsbild aus ergotherapeutischer Sicht. Zudem enthält die App druckbare Vorlagen. ELSA soll keine Therapie ersetzen, sondern Familien als Hilfestellung vor, während bzw. nach einer Ergotherapie dienen, daher werden in der App auch geeignete Anlaufstellen und Therapiezentren angeführt.

ELSA – ein Best-Practice für disziplinübergreifende Forschung

„Das Projekt ELSA spiegelt die anwendungsbezogene, interdisziplinäre und berufsfeldorientierte Forschung, die wir an der FH Campus Wien betreiben, ideal wider“, so Elisabeth Haslinger-Baumann, Vizerektorin für Forschung und Entwicklung an der FH Campus Wien. Ein interprofessionelles Forschungsteam von Expert*innen*innen aus den Studiengängen Health Assisting Engineering, Computer Science and Digital Communications, Ergotherapie und dem Kompetenzzentrum Digital Health and Care sowie dem Kompetenzzentrum INDICATION der FH Campus Wien hat über zwei Jahre hinweg geforscht, entwickelt und evaluiert. Knapp 40 Familien waren in den Prozess involviert. Die externe Firma NOUS Wissensmanagement GmbH führte die technische Entwicklung durch.

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