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Diskussionsforum

Therapeutin in der Schule...

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26. Mai 2008 21:35 # 1
Registriert seit: 06.08.2006
Beiträge: 220

Hallo an alle,

ich benötige wirklich schnell mal eure Hilfe hier.
Also ich habe ein Therapiekind in der Praxis bei dem es dringend erforderlich ist auch in der Schule unterstützung zu geben. Klassenlehrerin sowie Schulleiter finden es auch dringend erforderlich. Auch der behandelnde Arzt würde es verordnen doch er weiß nicht wie und was er definitiv auf der VO schreiben *darf* bzw. eben sollte. Ich konnte ihm auch keine Antwort geben und versprach ihm mich schnellstens zu erkundigen.

Ohhhhjaaaa.... ich habe auch hier im Forum versucht, über *suchen* einen Beitrag darüber zu finden doch ich find einfach nichts.

Kann uns bitte jemand helfen???

Erstmal DANKE !!!

LG von Grit


Praxis für Ergotherapie
Grit Morgenroth
31675 Bückeburg
grit-morgenroth@gmx.de
26. Mai 2008 21:41 # 2
Registriert seit: 24.02.2008
Beiträge: 104

Geändert am 26.05.2008 21:43:00
Hallo, mir fällt da spontan nur ein "beratung im häusl. u. sozialem Umfeld" - leider nur 1 x pro Regelfall möglich!
Da kannst du in die Schule gehen, der Arzt verordnet aber KEINEN Hausbesuch.

Oder die Schule zahlt dir ein Honorar - dann bist du nicht mehr an die Vorgabe der Krankenkasse gebunden.
LG

26. Mai 2008 21:54 # 3
Registriert seit: 06.08.2006
Beiträge: 220

Ganz lieben Dank für deine schnelle Antwort.

Die Schule hat leider kein Buget für diese Maßnahme. Hm.... ich habe irgendwo ja mal gehört das der Arzt 5 - mal HB verordnen kann mit einer Begründung....... leider weiß ich auch nichts definitives.... Und falsch wollen wir ja auch nichts machen. So ein M....

Wie ist es denn wenn ich es von mir aus mache, ohne zusätzliche Berechnung? Begebe ich mich dann auf zu dünnem Eis???? Will natürlich auch nicht das man mir etwas anhängt.... obwohl es wirklich ausschließlich um das Kind geht.

LG von Grit



Praxis für Ergotherapie
Grit Morgenroth
31675 Bückeburg
grit-morgenroth@gmx.de
26. Mai 2008 22:20 # 4
Registriert seit: 06.12.2006
Beiträge: 3149

Geändert am 26.05.2008 22:24:00
Hallo Grit!

Erkundige dich beim Berufsverband!

Unter bestimmten Voraussetzungen ist es es möglich.


Grüße von

Maria2

http://www.bed-ev.de/
26. Mai 2008 22:34 # 5
Registriert seit: 06.08.2006
Beiträge: 220

Danke Maria,

kann ich ja echt mal morgen Früh versuchen. Vielleicht bin ich danach um einiges schlauer.

Also bis dahin
liebe Grüße
von Grit

Praxis für Ergotherapie
Grit Morgenroth
31675 Bückeburg
grit-morgenroth@gmx.de
27. Mai 2008 15:02 # 6
jane64
jane64
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 148

hallo Grit,

sollte ebenfalls in die Schule kommen - auf nachfrage bei der kasse wurde mir dies ausdrücklich untersagt. Ist allerdings bundesland- und kassenabhängig.
Und ich halte mich auch strikt an solche vorgaben, auch wenn man sie häufig nicht nachvollziehen kann.

lg,
Jane

27. Mai 2008 17:28 # 7
Registriert seit: 18.10.2005
Beiträge: 386

Hallo!

Wie es mit einer VO in der Schule aussieht, weiß ich nicht.
Wobei es genug Ergos gibt, die in der Schule behandeln. Hab dadurch erst vor kurzem 2 Patienten verloren... Die Eltern wollten es sich einfach machen...

Allerdings hat mir der Arzt einer kleinen Patientin einen Hausbesuch verordnet, sodass ich zu ihr in der KiGa gehen kann. Allerdings habe ich das im Vorfeld mit dem Verband besprochen und die sagten mir, dass es diese Möglichkeit gebe. Oder, falls der Arzt keinen HB verordnet, kannst du es dir von der KK genehmigen lassen. Alle wollen natürlich eine gute Begründung für deinen Vorschlag.

Schönen Tag noch!
Susan



- SusanRoth86@aol.com -
27. Mai 2008 17:29 # 8
Registriert seit: 18.10.2005
Beiträge: 386

Geändert am 27.05.2008 17:45:00
27. Mai 2008 21:53 # 9
Registriert seit: 06.08.2006
Beiträge: 220

Hallo ihr Lieben..... :o)

Danke für eure Informationen.
Also, da der Arzt es äußerst dringend fand die VO zu verordnen hat er nun 5 mal Hausbesucht mit aufgeschrieben. Bevor ich dies aber nutze werde ich mich intensiv nochmals informieren. Das telefonieren mit dem Verband erwies sich als * Warteschleifetelephonat*... mußte es erstmal aus zeitlichen Gründen abbrechen. Sollte es wirklich so sein das es nicht statthaft ist werde ich großen Abstand davor halten.
Es geht mir nicht darum eine Therapiestunde einfach so mal in der Schule zu machen sondern, das Kind zu unterstützen die Eigensteuerung zu übernehmen. Ebenso auch den Lehren Hilfestellung zu geben. In der Schule sind alle Fachlehrer, einschließlich der Schuldirektor sehr positiv eingestellt zur Verhalten- und Lerntherapie "IntraActPlus Konzept" nach Fritz Jansen und Uta Streit. Ein Fachlehrer hat sogar den Basiskurs bei Fritz besucht.
Da gibt es nun schon solch angagierte Lehrer und Ärzte und dann kann es also sein das durch eine KK oder vielleicht durch den Verband einem die Hände gebunden werden.(?) Schade finde ich das! Aber mir ist ja auch klar das es Grenzen/Gesetze/Vorgaben/Richtlinien geben muß. Wo kämen wir denn sonst hin wenn wir tun dürften was WIR für richtig erachten... ;o)
Okay, dann schaun wir eben mal. Vielleicht existiert ja in irgend einer verborgenen Schublade eine *Kann- Bestimmung*.

Euch danke ich nochmals recht herzlichst.
Ganz lieben Gruß
von Grit


Praxis für Ergotherapie
Grit Morgenroth
31675 Bückeburg
grit-morgenroth@gmx.de
28. Mai 2008 21:26 # 10
Registriert seit: 28.12.2003
Beiträge: 118

Hallo Grit,

Warteschleifen sind wirklich nervig. Ich habe gute Erfahrungen mit e-mails gemacht. Auf meine schriftlichen Fragen bekam ich immer postwendend hilfreiche Antworten und manchmal auch gleich die entsprechenden Dokumente per PDF zugeschickt.

ich drück Dir die Daumen.
Gruß Mili

28. Mai 2008 22:27 # 11
Registriert seit: 06.08.2006
Beiträge: 220

Hi Mili,

auch dir ein Danke für deinen Kommentar und Hinweis.
Also der neuste Stand ist: Arzt kann wohl eine VO bei Kindern mit HB verschreiben, dies muß dann aber sofort bei der KK eingereicht werden zur Genehmigung.
Am Montag werde ich von der Mutter bescheid bekommen wie die KK entscheidet.

Ganz lieben Gruß an alle
von Grit


Praxis für Ergotherapie
Grit Morgenroth
31675 Bückeburg
grit-morgenroth@gmx.de
29. Mai 2008 21:16 # 12
Registriert seit: 29.03.2008
Beiträge: 128

Zitat:

Es geht mir nicht darum eine Therapiestunde einfach so mal in der Schule zu machen sondern, das Kind zu unterstützen die Eigensteuerung zu übernehmen. Ebenso auch den Lehren Hilfestellung zu geben. In der Schule sind alle Fachlehrer, einschließlich der Schuldirektor sehr positiv eingestellt zur Verhalten- und Lerntherapie "IntraActPlus Konzept" nach Fritz Jansen und Uta Streit. Ein Fachlehrer hat sogar den Basiskurs bei Fritz besucht.
Da gibt es nun schon solch angagierte Lehrer und Ärzte und dann kann es also sein das durch eine KK oder vielleicht durch den Verband einem die Hände gebunden werden.(?) Schade finde ich das! Aber mir ist ja auch klar das es Grenzen/Gesetze/Vorgaben/Richtlinien geben muß. Wo kämen wir denn sonst hin wenn wir tun dürften was WIR für richtig erachten... ;o)


auch wenn ich sehr begeistert bin von der Verhaltenstherapie nach Fritz Jansen muss ich dennoch kritisch anmerken, dass es evtl. schwierig damit werden kann, diese Therapie tatsächlich in der Schule ein zu setzten. Wichtig wäre es auch, während der Fobi schon Zahlungsmodelle aufzuzeigen, ect.und, was sagt die KK dazu!?
warum erfahren das know how die TN nicht schon während der Fobi????

Ich finde diese Methode sehr komplex, umfangreich und speziell und deshalb nicht immer während unserem Therapiealltag oder auch im sozialen Umfeld einsetzbar, bin aber gespannt, was dabei herauskommt, ob es die KK genehmigt! Könnte Vorbildfunktion haben.

Stellt das Herr Jansen denn so dar, dass es "überall" eingesetzt werden kann?
VG






29. Mai 2008 22:12 # 13
Registriert seit: 21.08.2002
Beiträge: 6

Also, wenn Ihr Jansen und sein Konzept genau nehmt, sind für das nachhaltige Lernen (gleichzusetzen mit einer neuronalen Strukturierung des Gehirns) drei Dinge nicht mehr wegzudenken:
1. die Kinder müssen angehalten werden, gut aktiviert und motiviert die gestellten Aufgaben (egal ob schulische Aufgaben, Therapieinhalte oder häusliche Pflichten) zu lösen
2. Automatisierung - also jede Aufgabe sollte von den Kindern viele Male auf die selbe Art und Weise durchgeführt werden. Erst dadurch kommt eine Leichtigkeit in die Handlung, wie die meißten von uns sie vom Autofahren her kennen. (Könnt ihr euch an eure ersten Fahrstunden erinnern? Da war nichts mit Leichtigkeit ;o)
3. Jede neue Aufgabe muss erstmal über eine Beziehungsperson so aufgebaut werden, dass das Kind sie auch von sich aus gern löst und selbst stolz darauf ist. Und dabei geht es um eine präzise, sekundengenaue Steuerung. Loben und Grenzen setzen an den richtigen Stellen ist ein wichtiges und tlw. kompliziertes Übungsfeld, auch für viele Erzieher und Lehrer

Wie kann man das alles erreichen, wenn nicht alle im Umfeld der Kinder nach diesem Prinzip arbeiten: also neben den Eltern auch Erzieher und Lehrer. Deshalb gehört eine intensive Umfeldberatung zwingend zur Therapie. Einmal die Woche Therapie in der Praxis reicht ebend nicht, um bei den Kindern nachhaltig Erfolg zu haben. Da ist tägliches Üben an den entsprechenden Therapie - Punkten angesagt.

Ich weiß, das klingt ein bisschen hochtrabend...aber so ist das IntraAct - Konzept zu verstehen. Ich arbeite danach und kann mir diese Grundsätze nicht mehr wegdenken, egal ob ich Psychomotorisch, Feinmotorisch oder an Ausdauer und Konzentration arbeite.

11. Juni 2008 22:48 # 14
Registriert seit: 06.08.2006
Beiträge: 220

Hallo alle zusammen,

also nun auch von mir (endlich) eine Rückmeldung.
ALSOOOOO: Die Krankenkasse hat es genehmigt. ABER: dazu ist anzumerken das es eine Erstzkasse ist (dessen Name ich bestimmt nicht aufführen darf, schade eigentlich), die der Mutter die VO wieder mitgegeben hat, mit den Worten: "Wir bezahlen genau das was der Arzt verordnet hat und wenn er es für erforderlich hält einen HB einzusetzen, dann ist es eben so "!!!
Und noch etwas, damit ist aber die Angelegenheit weder für den Arzt noch für mich erledigt. Parallel hat das Kind eine Vorstellung beim Kinder - und Jugendpsych. und zwar weil wir die tiefen Ursachen nicht allein auffangen und behandeln können.
Im übrigen, diese Kind habe ich bei Fritz bzw. Karina zum KIT angemeldet denn auch der Bruder ist (sorry mal für den Ausdruck) ein Kracher.
Die Ersten (kleinen) positiven Veränderungen zeigen sich jetzt schon. Und erstaunlicherweise gerade in der Schule sind die Erfolge so deutlich zu sehen. Zugute kommt uns da aber auch das die Mutter sowas von Spitze mitarbeitet das es nur schön ist es mit zu erleben. Und ich sag euch noch etwas: Ich mag diesen Bub unwarscheinlich gerne, man kann sehen wie er mit sich selbst im Kampf steht. Und immer am Ende der Therapiestunde frage ich ihn wie es im geht, wie er sich gerade fühlt. Und er darf nicht nur mit *JA* antworten. ;o)
Und der Ausführung von *ergo* brauch ich nichts mehr hinzu zufügen! Danke dir!

In diesem Sinne,
euch allen Danke für eure Infos und Unterstützung.

Eure Grit


Praxis für Ergotherapie
Grit Morgenroth
31675 Bückeburg
grit-morgenroth@gmx.de
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