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Der Emotionsmülleimer

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8. November 2013 18:11 # 136
Registriert seit: 20.07.2006
Beiträge: 292

@Rowdy

Gerade habe ich meinen Praxisumbau was Mobiliar und Böden (die Planung läuft seit Februar!) angeht nervlich überstanden und alles steht am Platz, da kommt ein Patient und sagt wortwörtlich: "Also ich finde das nicht so schön wie sie. Ich fühle mich beengt. Hier fühle ich mich nicht wohl. Ich möchte in einem anderen Raum behandelt werden!"
Ich muss bemerken, dass es wunderschön geworden ist und nur positives Feedback sowohl von den Angestellten als auch von Patienten kommt!
Klar hat mich diese undiplomatische Aussage getroffen, aber wie damit umgehen? Dem Patienten das nächste Mal einen anderen Raum zur Verfügung stellen? --- Wohin kommen wir, wenn wir das wegen jedem machen?
Den Raum wieder umstrukturieren, alles umräumen, leiden? --- Nein. Wir können nicht alle Menschen glücklich machen, genauso wenig wie wir jeden heilen können.
Selbstbewusst sein!! Die Praxis ist schön geworden. Wir wissen das, das reicht! Und wem es nicht gefällt, der muss trotzdem da durch. So ist es! Jawohl!
Für Euch eine gute Zeit! Ihr habt sie euch sicher nach dem ganzen Stress verdient! Gruß Silke
9. November 2013 21:38 # 137
Registriert seit: 05.04.2010
Beiträge: 924

hallo silke,

ob du deinem patienten einen anderen raum zur verfügung stellst, kommt auf die diagnose an. hatte mal ne patientin mit panikattacken in engen räumen. da musste ich natürlich einen großen nehmen ;)

wir genießen die zeit auch auf jeden fall. vor allem den kindern gefällt es, da der bewegungsraum jetzt etwa 3x so groß ist.
die ersten frostbeulen haben auch schon socken mitgebracht :o)
27. September 2014 10:19 # 138
Registriert seit: 20.05.2007
Bundesland: Schleswig-Holstein
Beiträge: 722

Ich muss mir zum WE mal Luft machen, mit einem bunten Strauß an unterschiedlichen Themen.. muss auch niemand drauf antworten, ich muss es nur loswerden.

gestern las ich folgendes:
Zitat:
Als allgemeine Zielbestimmung kann man sagen, dass der Ergotherapeut / die Ergotherapeutin bei Kranken, Behinderten sowie von Behinderung bedrohten Menschen durch Anregung und Anleitung zu handwerklicher und kreativ-musischer Betätigung deren Aktivitäts- und Mobilisierungspotential wieder anheben soll.

und da wird mir schlecht. Ich rege niemanden zu "handwerklicher und kreativ-musischer Betätigung" an und sehe mich dennoch als Ergotherapeutin. Wen wundert es bei solchen Darstellungen, dass ich mich, auf meinen Beruf angesprochen, immer beeile, zu erklären, was genau ich tue, damit niemand auf die Idee kommt, ich würde Seidentücher bemalen und Fensterbilder basteln?! Es geht mir auf die Nerven, dauernd das Gefühl zu haben, mich für meinen Beruf schämen und rechtfertigen zu müssen. Ein "hausgemachtes" Problem? Vielleicht. Dennoch sind meine diesbezüglichen Emotionen nun mal da.

Dazu geht mir mein Chef auf den Geist. Ich schmeiße ihm organisatorisch und konzeptionell die ganze Ergo-Abteilung, weil einfach niemand sonst da ist, der das kann. Ist auch in Ordnung, es liegt mir, mache es gern und so hat jeder seine Lücke, in die er gut passt. Dass dann aber bei der Personalauswahl ausschließlich die Bequemlichkeit der Leitung und die Wünsche meiner Kollegen zählen, ist schlichtweg ungerecht. Ich habe niemanden, mit dem ich mich beraten kann, der mir mal was abnehmen, mich adäquat vertreten oder mit dem ich mir mal Aufgabenbereiche teilen kann und habe dadurch ohnehin immer, am meisten aber im Urlaubs- und Krankheitsfall, Stress ohne Ende. Dann gibt es endlich zusätzliche Stellenanteile und was passiert?! Es werden Leute eingestellt, die bei uns schon bewiesen haben, dass sie nicht sonderlich viel auf dem Kasten haben, einfach nur, weil sie verfügbar sind und die Leitung keinen Bock hat, einen Bewerbungsprozess zu starten. Die reihen sich dann ein in die Riege meiner Kollegen, die sich gegenseitig vertreten und unterstützen können und ich bleibe allein UND habe zusätzlich noch mehr Personen, die ICH unterstützen muss. Als hätte ich nicht genug zu tun. Ich halte es für einen unsäglichen Missstand, dass ich dazu aufgefordert werde, mit den Kollegen gemeinsam IHRE Berichte zu schreiben, weil sie "das allein nicht hinkriegen" (O-Ton Chef). Und das nicht, weil sie angelernt werden müssen, sondern, weil sie nicht differenziert beobachten, therapeutisch vorgehen und sich vernünftig ausdrücken können. Es ist also kein temporärer, sondern ein Dauerzustand. Das darf doch wirklich nicht sein.. zu WISSEN, dass jemand den fachlichen Anforderungen nicht im Entferntesten gerecht wird und ihn dann dennoch einzustellen! Und das, während da draußen qualifizierte Ergotherapeuten warten, die froh um einen Job wie den bei uns gebotenen wären, aber keine Chance bekommen.. Da könnt ich 'nen Schreikrampf kriegen, echt.

Das ganze führt so weit, dass mein schon vor einem Jahr bewilligter Urlaub verschoben wurde, weil ja noch so viel erledigt werden muss, was sonst keiner kann.. mit meiner Zustimmung, versteht sich. Mein Problem, ich weiß.. "Nein" sagen lernen - eine meiner größten Herausforderungen!
Ich organisiere das alles, habe Überstunden bis zum Geht-nicht-Mehr, sorge für Qualitätssicherung mit Konzeptarbeit etc., mit der mein Chef sich dann vorm Kostenträger brüstet. Die Kollegen profitieren von meiner Vorarbeit und müssen nur noch umsetzen.
Und dann darf ich mir auch noch anhören "Nun übertreib mal nicht", wenn ich anmerke, eine Gruppe nicht kurzfristig (eine Stunde vorher wurde gefragt) vertreten zu können, weil ich zum Arzt möchte. Und das aus dem Munde meines Chefs, der mir selbst noch vor zwei Monaten ein Arbeitsverbot erteilt hat, weil mein Gesundheitszustand so schlecht war, ich aber trotzdem arbeiten wollte.

Bah, es nervt mich an.. Meine Arbeit ist so toll, macht so viel Spaß, aber die Rahmenbedingungen sind einfach nur noch unfair und werden immer schlimmer.. die geheuchelte "Mitarbeiterfürsorge" können sie sich an den Hut stecken. Was nützen mir hochtrabende Worte, wenn sie im Alltag nicht gelebt werden?!
Ich könnte echt das Spucken kriegen, vor allem, wo ich in letzter Zeit von so vielen Kollegen erfahren habe, wie sie dieser Job - nein, nicht der Job, sondern die Arbeitsbedingungen - reell krank macht. Fähige Kollegen werden gnadenlos verheizt, ein paar warme Standard-Worte der Vorgesetzten sollen sie bei der Stange halten, funktioniert ja auch erstaunlich gut..

Puh, das tat gut.. Trotzdem allen ein schönes WE!
Nicht alles, was Hand und Fuß hat, hat auch Herz und Hirn.
3. März 2015 13:58 # 139
Registriert seit: 06.12.2006
Beiträge: 3149

Warum soll ich der großen grünen Kasse belegen, dass sie Befreiungskarten ausgestellt haben?
Dieses mal werden die Patienten hinter ihrer grünen Kasse selber hinterherlaufen müssen, damit sie wissen, wie scheiße die sich benehmen.::angry::
Warum wird eine Verordnung nicht bezahlt, da selbstverständlich in Rücksprache mit dem Arzt, sich der Behandlungsbeginn verzögert hat? Kotz, Wut, Brüll! Ich hasse diesen unnötigen Verwaltungsaufwand! Bekommen die eine Provision?
Grüße von

Maria2


3. März 2015 21:18 # 140
Registriert seit: 05.04.2010
Beiträge: 924

hallo maria,

wahrscheinlich aus den gleichen gründen, weshalb ich eine verordnung, welche als folge-vo ausgestellt wurde, jedoch außerhalb des regelfalls ist, einmal zum genehmigen geschick werden muss, um sie dann, wenn die änderung vom arzt erfolgt ist, nochmal zum genhemigen zu schicken....obwohl der erste durchlauf ja den hinweis des fehlers im anschreiben erhielt. man hat ja sonst nix zu tun!
6. März 2015 16:16 # 141
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1485

So jetzt bin ich wieder dran.
Ich bekomme echt bald die Kriese. Habe vor zwei Tagen einen neuen Patienten bekommen. Bis jetzt gab es nur einen einzigen Termin. Die darauffolgenden Termine wurden bis heute noch nicht ausgemacht. Patient hatte seinen Kalender nicht dabei und meinte er kämme später noch mal vorbei und hatte wegen Terminvereinbarung mein Kärtchen mit genommen. Für mich war es kein Thema. So da er sich bis heute nicht gemeldet hatte, habe ich ihn einfach mal angerufen, da wir ja für nächste Woche einen Termin brauchen. Ja Patient ist gerade unterwegs er kann gerade keine neuen Termine ausmachen. Er wollte am Montag mal vorbei kommen. Und Termine kann er ja nur ganz kurzfristig ausmachen. Ja klar da kann ich und genau da habe ich gefälligst Zeit zu haben.
Dann noch meinte die Mutter mir heute ganz kurzfristig mitzuteilen, dass das Kind nicht um die ausgemachte Urzeit kommen kann und ob ich es den ganz kurzfristig um eine Stunde nach vorne verschieben kann. Gut war jetzt kein Problem. Aber das wird schon langsam zur Gewohnheit. Habe ja kein Problem damit immer mal wieder Termine zu verschieben, weil ein anderer wichtigerer Termin dazwischen gekommen ist.
Wo bin ich den.
Wobei das schöne ist ich habe drei Neuaufnahmen in nur drei Tagen bekommen und darauf freue ich mich. ::thumbup::
Die nächsten Neuaufnahmen müssen jedoch gleich die Zuzahlung zahlen und nicht erst das vorletzte mal. Evt sind die dann klappt es ja dann auch mit den nachfolgenden Terminen. Habe keine Lust meinem Geld hinterher zu laufen. ::angry::
Zum Arzt können die doch auch pünktlich erscheinen und die müssen auch nicht dem Geld hinterher laufen und da wissen die ja auch wann die können. Komischerweise wird ja da dann nicht ständig der Termin verschoben::angry::. Warum denken die Patienten eigentlich, dass sie es mit uns Therapeuten so machen können.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
16. März 2015 21:34 # 142
Registriert seit: 16.03.2015
Beiträge: 10

Ich möchte kurz ein generelles Problem der Ergotherapie ansprechen. In meinen Augen lassen sich Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen oft den eigenen Zuständigkeitsbereich von anderen Berufsgruppen aus der Hand nehmen oder lassen sichzu Aufgaben drängen, die nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fallen. Wenn ich in einem Rehakurs für Kinder bin, frage ich mich warum die Hilfsmittelversorgung und Schulung der oberen und unteren Extremität von Physiotherapeuten gemacht wird, die Versorgung mit einem erhöhten Toilettensitz und die Anpassung dieses Sitzes in einem finseren Toilettenraum Aufgabe der ET ist. Warum wehren sich nicht viel mehr Schüler dagegen, in Einrichtungen ohne ergotherapeutische Anleitung ihr Examen machen zu müssen? Warum ist im WfbM-Praktikum die Pflege z.T mit drin? Und warum dürfen Heilpraktiker (medizinische Laien ohne anerkannte Berufsausbildung!) an ET Schulen unterrichten?
Die Kunst der Medizin besteht darin, den Patienten beschäftigt zu halten, während die Erkrankung ihren eigenen Verlauf nimmt. (Voltaire)
17. März 2015 19:55 # 143
Jona33
Jona33
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 73

Geändert am 17.03.2015 19:55:00
Hallo Frau Piepenbrink,
danke für Deinen Beitrag!
Für mich war es ein großes Problem, dass der Zuständigkeitsbereich so unklar war. Ich hatte echt Schwierigkeiten, disen für mich selber abzustecken. Aber auch einen Chef, der keine Grenzen kannte und alles von uns gefordert hat.
Ein Beispiel: Manchmal ist die Arbeit mit Angehörigen schwierig; man hat den Eindruck, sie übernehmen zu wenig Verantwortung. Dann hatte mein Chef ganz, ganz viel Verständnis für diese Angehörigen. Die ja so überlastet waren. Denen hat er dann eine Therapie bei sich selber vorgeschlagen, um diese armen Angehörigen zu unterstützen::blink::
9. Juli 2015 06:45 # 144
Registriert seit: 06.05.2012
Beiträge: 26

Ich finde es persönlich furchtbar, dass wenn meine Patienten in den Seniorenheimen irgendwas vorhaben oder Arzttermine haben, dass die Pfleger es nicht schaffen mir Bescheid zu geben. Ich weiß, dass sie viel um die Ohren haben, aber alle meine Patienten haben einen Kalender im Zimmer hängen. Es ist doch nicht so schwer, ganz kurz da den Termin reinzuschreiben oder es mir persönlich zu sagen, wenn ich die Rezepte eh bei ihnen unterschreiben lasse. Ein zwei Wörter reichen und die Sache ist erledigt. Nein....stattdessen, gehe ich immer hin und mir wird dann immer gesagt, oh sie ist gar nicht da.
Ich finde das schrecklich, denn diese eigentliche Therapiezeit, wird mir nicht bezahlt, weil ich nicht behandel. Also fahre ich dann in meiner Freizeit durch ganz Köpenick, nur weil die mir nicht Bescheid geben.
9. Juli 2015 07:50 # 145
Registriert seit: 05.02.2007
Bundesland: Bayern
Beiträge: 939

Nicht schlucken, wer die Torte bestellt muß sie nehmen!
9. Juli 2015 11:07 # 146
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1485

Hallo Osiris,
ja du sprichst mir aus der Seele, versuche mich schon lang sam nicht mehr darüber aufzuregen. Bin froh wenn es ab und an mal klappt, mir bescheid zu geben, dass der Pat im Krankenhaus liegt. Es klappt aber nur entweder die Absage Pat liegt im Krankenhaus oder die Info wann er aus dem Krankenhaus entlassen wird. Beides ist echt zuviel verlangt. Zum Glück ist das eine Altenheim nur 2 min zu Fuß von meiner Praxis entfernt und das andere 5 min mit dem Rad. Wobei meine Patienten auch einen Kalender haben, wo die Ergotherapie auch eingetragen ist. Ich glaub damit muss man anscheinend leben.

Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
21. Juli 2015 17:59 # 147
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1485

Geändert am 21.07.2015 20:37:00
Hab mir den Plexusnerv eingeklemmt. Dig 4 und 5 gehen ständig in Flexion und Adduktion und die Dorsalextension plus Schreibmotorik funktionieren auch nicht bzw nicht richtig. Jetzt hab ich ne Überweisung zum Neurologen, der die Nervenleitgeschwindigkeit messen soll. Aber hauptsächlich wegen den Schmerzensgeld, da der ja wegen eines Autounfalles eingeklemmt ist. Hab mir gleich mal einen Plexusnerv der die rechte Hand versorgt und noch einen der die linke Hand versorgt eingeklemmt. So jetzt soll erst mal das Ergebnis der Nervenleitgeschwindigkeit abgewartet werden und danach will sich die gute Ärztin erst Gedanken machen was für eine Therapie für mich infrage käme und wie die auszusehen hat. Ich will jetzt KG haben. ::sad::::angry:: und am 12.08.15 hab ich erst einen Termin beim Neurologen bekommen. Ich hab jetzt das Problem. ::sad::::mad:: Ich werde wahnsinnig.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
21. Juli 2015 20:57 # 148
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Beiträge: 924

huhu!

zum thema heim: das problem scheint es überall zu geben. zwei psychisch-funktionelle patienten. die erste im krankenhaus. keine absage. "die ist ja erst seit gestern drin!" ich: "dann hätten sie heute absagen können! eigentlich ist das ne ausfallrechnung"
schwester ganz provokant: "dann müssen sie termine aufschreiben. wo sind die denn?" ich: "wo sie immer stehen. auf dem kalender an der wand in frau x zimmer"... es folgte ein ärgerlicher blick... "wir gehn ja nicht mehr ins zimmer rein, wenn die bewohner nicht da sind!" hmmppff wahscheinlich hatte madame nicht mit gerechnet, dass wir aus bekannten gründen auch bei dementen, blinden bewohnern die termine hinterlegen.

@kuhdiehe:
kann dir dein hausarzt übergangsweise KG verschreiben? es geht ja nicht, dass du nicht vernünftig arbeiten kannst...

21. Juli 2015 21:53 # 149
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Beiträge: 1485

@ Rowdy Oh meine Hausärztin meinte ja es reicht wenn ich die Arme nach hinten am Kopf führe und dehne. ::sad:: und bisschen Theraband.::confused:: war ihre Antwort auf die Frage nach KG. Und erst schick die mich zum Neurologen, dann wird entschieden was ma für Therapie machen. Wobei bei wärme wird es besser. Hab ich schon gemerkt wenn wir mal wieder über 30 C haben. Da macht zwar nicht immer mein Kreislauf mit, aber den Nerv geht es besser. Sobald es wieder kühler wird oder wenn ich wieder was mache geht es auch den Nerv schlechter. Kann aber ja auch nicht 24 h Wärme drauf knallen. Oder meine Praxis auf 35 C aufheizen. Das ist mir und den Patienten zu warm und Kreislauftechnisch arbeitet es sich auch nicht gut, aber das Kribbeln lässt nach.
Ich bin gerade das 6 Finger Schreibsysthem am entwickeln. Wenn ich das ganze ausgereift habe, melde ich es beim Patent an. ::tongue::
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
22. Juli 2015 15:00 # 150
Registriert seit: 22.11.2007
Beiträge: 1

Zitat / Rowdy hat geschrieben:
huhu!

zum thema heim: das problem scheint es überall zu geben. zwei psychisch-funktionelle patienten. die erste im krankenhaus. keine absage. "die ist ja erst seit gestern drin!" ich: "dann hätten sie heute absagen können! eigentlich ist das ne ausfallrechnung"
schwester ganz provokant: "dann müssen sie termine aufschreiben. wo sind die denn?" ich: "wo sie immer stehen. auf dem kalender an der wand in frau x zimmer"... es folgte ein ärgerlicher blick... "wir gehn ja nicht mehr ins zimmer rein, wenn die bewohner nicht da sind!" hmmppff wahscheinlich hatte madame nicht mit gerechnet, dass wir aus bekannten gründen auch bei dementen, blinden bewohnern die termine hinterlegen.



Hallo zusammen,

das Problem das ich in solchen Einrichtungen sehe ist, das keiner mehr Zeit hat sich speziell um einzelne Bewohner zu kümmern. Prozentual mit dem Zunehmen der Aufgaben, sinkt die Anzahl derer die sie auferlegt bekommen. Die Frage die man sich stellen muss ist, wer fühlt sich ( kann sich) für den einzelnen Patienten/ Bewohner noch verantwortlich (fühlen). Vielleicht der Angehörige der mit der Hausleitung im Kontakt steht. (Wer ist zuständig für Terminabsprachen bei Frau X/Herrn X?)

Derjenige, der nach Plan - "2 Minuten für das Zähneputzen und 5 Minuten für den Rest der Morgentoilette + Anziehen usw." arbeiten muss, wohl kaum. Und wir sprechen nicht von EINEM Patienten/ Bewohner. Wir reden hier von 20- 25 Bewohnern die "abgearbeitet" werden müssen. Mal mehr mal weniger! Hier ist nicht von Menschlichkeit und Aufmerksamkeit dem Einzelnen gegenüber die Rede sondern von Erfüllen eines vorgeschriebenem Pensums. Thema Fremd gesteuert sein, kaum Handlungskompetenzen zu haben! ::thumbdown::
Nach der Morgendlichen Abfertigung steht Dokumentation des Stuhlgangs plus Bestandteile, Medikamentenvergabe und Hauswirtschaftliche Dienste an. Dann werden die Schwerstpflegefälle versorgt die meist mit auf den Stationen verteilt werden, weil man ja Platz hat.::confused:: Anschließend versorgt man die Wäsche und kümmert sich um die die entweder Hilfe beim Essen benötigen oder sich Unfreiwilliger Weise vielleicht des Essens wieder entledigt haben. Und so weiter...

Soooo, bitte nicht falsch verstehen!!
Aber, ...

dann steht der Therapeut da und möchte zu Frau/ Herrn X. und beschwert sich (verständlicherweise!!) darüber das der Termin nicht abgesagt wurde obwohl Frau / Herr X. seit gestern im KH liegt.

Bitte nicht falsch verstehen, aber ich habe selber Einblick in manche Bereiche, bin nicht zufrieden mit dem was ich da sehe. Bin teilweise schon mit manchen Themen im Gespräch, aber die Problematik wird weitestgehend ignoriert oder auf die finanzielle Lage geschoben. Man selber auch mit Verbesserungsvorschlägen gebremst. Man resigniert so langsam!!

Tipp: Zuständigkeit klären und dort ansetzen. Informationspflicht wäre vielleicht ein Stichwort. Wenn dort Nachlässigkeit nachgewiesen werden kann, kann man es auch in Rechnung stellen! Und spätestens wenn die zweite Rechnung ins Haus flattert ohne erbrachter Leistung wird nachgesehen woran es liegt.

Ich verstehe beide Seiten und kann mich in beide Lagen versetzen. Es ist nicht immer einfach sein Arbeitsfeld (Wohnheim/ Werkstatt) kontinuierlich am Stück um sich zu haben (20- 30 Personen und mehr, 8 Stunden am Tag) im Vergleich zu Einzeltherapiestunden über 30 / 45 Minuten mit der Möglichkeit der Emotionalen und/ oder geistigen Distanz zwischen den Einheiten. Ich weiß das auch dies anstrengend ist, dennoch klingt es für mich manchmal wie Urlaub!! Sorry!! Das war vielleicht mein Beitrag zum Thema Emotionsmülleimer. ::blush::

Gruß
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