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Vorstellen bei den Ärzten

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29. August 2013 14:16 # 1
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1492

Hallo
ich habe seit ende Juli meine Praxis für Ergotherapie eröffnet. Da viele Ärzte im August im Urlaub waren und jetzt erst welche aus dem Urlaub zurück gekommen sind, bin ich mich jetzt erst mal bei den Ärzten am vorstellen. Ich habe mich heute bei einem Chirurgen, der eben auch zum Teil auch Handchirurgie macht vorgestellt. Da er bis jetzt nur PT Rezepte ausgestellt hatte hatte er mich gefragt wo für die Ergo gut ist. Was er da verschreiben muss und wie oft er das Verschreiben kann. Ich habe ihm das mit dem Rezept grob erklärt. Genauer konnte ich das jetzt ihm auch nicht erklären, da ich teilweise selber im Heilmittelkatalog nachschauen muss. Ich habe ihm jetzt noch angeboten einen Heilmittelkatalog zukommen zu lassen. Das hat er jetzt erst mal abgelehnt.
Was habt ihr so dabei. Bis jetzt habe ich immer nur meine Visitenkarten und Flyers hinterlegt. Zumindest wenn ich mich bei den PT und Logos vorgestellt habe. Da die ja auch einen weiter empfehlen.
Gibt ihr jedem Arzt noch nen Heilmittelkatalog mit. Oder wie habt ihr das gemacht.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
29. August 2013 15:04 # 2
Registriert seit: 08.12.2011
Beiträge: 148

Hallo,

erstmal find ichs krass das ein Chirurg nicht weiß was Ergotherapie ist. Die anderen Ärzte sollten zumindestens den groben Ablauf kennen wie man ein Rezept ausstellt...das man mal was ändern lassen muss kennen sicher alle hier.

Zur Eröffnung haben wir ein kleine Aufmerksamkeit fertig gemacht incl. einer Einladung zu unserer Eröfnungsfeier. Das alles natürlich persönlich abgegeben...Die Ärzte sieht man da kaum, das haben alles die Schwestern entgegen genommen.

Zur Eröffnung kamen dann wirklich viele und in nem kleinen Gespräch kann man dann alles genauere besprechen. Danach würde ich auf jeden Arzt nochmal individuell zukommen und mal in die Praxis einladen, zu nem Austausch wie man zusammenarbeiten könnte.

Das hat eigentlich alles super geklappt bei uns.

Viele Grüße
29. August 2013 15:42 # 3
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1492

Ja da war ich auch ehrlich gesagt etwas überrascht. Das er wirklich nicht wusste wo zu Ergotherapie gut ist. Ich habe ihm dann auch erklärt, dass man nach ner Handoperation auch Ergotherapie zur weiter Behandlung verschreiben kann. Bis jetzt hat er ja immer nur Pyso verschrieben. Er wusste ja nicht mal wie das Rezept von uns ausschaut. Das krasse war ja stadt mich zu fragen, wie denn unser Rezept den ausschaut frägt er die Arzthelferin ob das genau so ausschaut wie das Phsiorezept.
Er hatte dann schließlich doch das Ergorezept gefunden. Aber warum frägt er den nicht mich wenn ich direkt davor stehe. Na ja er war schon etwas unhöflich und meinte, ja zu mir, dass er ja schließlich nicht im Heilmittelkatalog rein schauen wollte. Da ich ihm ja angeboten habe eine Kopie vom Heilmittelkatalog zu geben, damit er da auch alles noch mal nachlesen kann . Er wusste ja noch nicht mal wo man den her bekommt. Na jetzt hat er erstmal ne Arzthelferin beauftragt, den mal im Internet zu bestellen.

Das hatte ich jetzt nicht so erwartet. Na wo ich noch in einer Praxis im Angestelltenverhältnis als Fachliche Leitung tätig war und die Ergotherapie noch so am aufbauen war, da hatten wir zwar auch eine Eröffnungsfeirer gemacht und da auch jeden Arzt zu uns eingeladen. Wobei wir die wirklich alleine feiern durften. Welche haben auch gar nicht abgesagt, dass sie da keine Zeit hatten. Nur so drei Leute und von 80 geladenen Gästen ist nur der Vermieter mit der Frau und der Pfarrer gekommen. ::thumbdown:: Daher habe ich jetzt für meine Praxis keine Eröffnungsparty veranstaltet.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
11. Oktober 2013 20:29 # 4
Registriert seit: 10.02.2002
Beiträge: 6

Ich denke, man darf den Ärzten nicht vorhalten, dass sie Ergotherapie nicht kennen. Woher denn? Kennt Ihr alle Behandlungstechniken der Ärzte? Anstatt sich darüber aufzuregen, dass es Erklärungsbedarf gibt, sollte man zu den Ärzten gehen und GUT VORBEREITET sich und seine Arbeit vorstellen. Wie kann man sich darüber mokieren, dass der Arzt nicht weiß, wie eine Ergo-VO aussieht bzw. was auf dieser geschrieben stehen muss, wenn man es selbst als Therapeut (noch dazu Praxisinhaber) nicht weiß? Vielleicht wäre es sinnvoller beim nächsten mal eine korrekt ausgefüllte Verordnung mit einer kleinen Erklärung dazu mitzunehmen? Würde sich bei mir während meines Praxisalltag jemand vorstellen, der mir etwas "verkaufen" möchte, aber eigentlich nicht weiß WAS, aber mir sagt, es gäbe da einen Katalog, da steht alles drin, wäre ich auch alles andere als kooperativ...
13. Oktober 2013 08:43 # 5
Registriert seit: 27.11.2011
Beiträge: 226

Also, ich stehe auch mal wieder vor der Aufgabe mich bei den Ärzten mal wieder zu melden.

Ich habe dazu jetzt
- ein Infoblatt zusammengefasst, mit allen Indikationsschlüsseln, dazugehörigen Diagnosen, Heilmitteln und Grundverordnungsmengen. Es ist tabellarisch und sehr übersichtlich. Ist als Hilfe für die Arzthelferinnen gedacht damit sie nicht im Katalog blättern müssen
- Die Praxisbesonderheiten nochmal übersichtlich kurz erklärt, den dazugehörigen Brief der Kassenärztlichen Vereinigung nochmal ausgedruckt (Quellenangaben beachten!), Deckblatt drauf, somit kann mir keiner mehr sagen er hätte das nie bekommen.
- einen Verordnungsvordruck ausgefüllt als Beispiel.

Das alles in eine Mappe und so würde ich zu den Ärzten gehen.
Was meint Ihr dazu

vlG
13. Oktober 2013 09:45 # 6
Registriert seit: 05.02.2007
Bundesland: Bayern
Beiträge: 939

gute Idee
14. Oktober 2013 18:31 # 7
Registriert seit: 27.11.2011
Beiträge: 226

danke :-)

gibts noch meinungen? oder Vorschläge was man noch tun kann?
5. November 2015 11:45 # 8
Registriert seit: 21.01.2013
Beiträge: 4

Halli Hallo

auch wenn die Beträge hier schon von 2011 sind möchte ich das Thema gerne nochmal aufgreifen, da ich gerade auch davor stehe mich bei den Ärzten vorzustellen bzw. bekannt zu machen.

Hat jemand Tipps?
Wie am Besten?
Was beachten?
Ein Brief, Fleyer oder anders?

Liebe Grüße,
Trisha
5. November 2015 12:32 # 9
Registriert seit: 04.08.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1269

Wir haben uns nie irgendwo vorgestellt. Die Chefs, Logo und Physio, fanden es unnötig. Wir kommen so schon nicht oder kaum nach.
Vor ca. 2 Jahren hab ich dort mit Ergo begonnen und jetzt sind wir zu dritt.
Logo und Physio haben wir auch und sind in einer Einkaufsstraße im Ballungszentrum.

Viel Erfolg und Gutgehn
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!
6. November 2015 11:45 # 10
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1492

Ich muss sagen mir persönlich hat es schon geholfen mich persönlich bei den Ärzten vor zu stellen. Im Gegensatz zu Rapor
hatte ich nicht einfach so von heute auf Morgen meine Patienten gehabt. Ohne die Vorstellung bei den Ärzten hätte ich meine Praxis nicht zum laufen gebracht. Grade am Anfang kennt dich ja noch keiner und ich bin schon auf die Empfehlungen von den Ärzten angewiesen.
Ich habe vorher meistens erst mal angerufen und mich vorgestellt und gefragt, ob ich mich mal bei den Ärzten vorstellen könnte.
Ich hatte so pro Arztpraxis 10 Flyer mitgebracht und noch meine Visitenkarten. Welche Ärzte wollten eine Visitenkarte für sich haben und hatten diese dann an ihrer Pinnwand ran gemacht.
Was wichtig ist, dass du denen ganz klar erzählst was genau deine Schwerpunkte sind und nach welchen Methoden du arbeitest.
Ich habe mich so gekleidet wie als würde ich auch zu einem Vorstellungsgespräch gehen.
Eine Ärztin hatte direkt neben meiner Praxis neu aufgemacht, die ist dann auf mich zugegangen. Die wollte mit mir gemeinsam den Heilmittelkatalog durchgehen und hat sich alles angekreuzt was ich alles abdecke. Habe ihr auch etwas über die Heilmittelverodnung erklärt z.B auch bei welchen Erkrankungen sie allgemein eine Langfristgenehmigung einholen kann.
Du solltest auf alle Fragen von den Ärzten gut vorbereitet sein.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
6. November 2015 14:26 # 11
falladar
falladar
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 1375

... rapor hat in seinem Unternmehmen auf vorhanden Strukturen aufbauen können. Die ist jedoch nicht das Maß aller Dinge.

1.)
Stelle dich und dein Unternehmen zuerst in einem Anschreiben, max DIN A4 einseitig, den Ärzten vor. Bitte keinen Stapel Flyer und Visitenkarten beilegen, sondern nur einen Flyer und eine Visitenkarte.

2.)
Geh ein bis zwei Wochen später persönlich in die Arztpraxen und stelle dich den Damen an der Anmeldung vor. Frage bei ihnen nach, ob du in der Praxis Flyer und Visitenkarten für deine Praxis auslegen darfst. Diese sind meist die Vermittler zwischen Arztpraxis und dir. Der Arzt ist hier oft außen vor. Du kannst dabei auf dein Anschreiben von vor zwei Wochen verweisen. Vielleicht will dich der Arzt dann auch gleich persönlich kennen lernen - wenn noch nicht, dann

3.)
Geh zwei bis drei Wochen später noch einmal persönlich in die Praxen und bringe dich damit in Erinnerung, frage ob die Praxis an einer Zusammenarbeit mit dir interessiert ist und ob du mit dem Arzt einen Gesprächstermin vereinbaren könntest, in dem du dich und dein Unternehmen ihm persönlich vorstellen könntest.

4.)
Rege dich nicht über notwendige Rezeptkorrekturen auf. Nutze diese, um immer wieder persönlich mit der Praxis Kontakt aufnehmen zu können. Einen besseren Grund kannst du dir nicht ausdenken. Geh persönlich vorbei und versuche die Rorrekturen nicht per Telefon oder Post zu erledigen. Im Gespräch mit dem Arzt und den Schwestern bleibst du bei ihnen, mit einem positiven Eindruck, besser im Gedächtnis.
Patienten hinzuschicken, die nicht genau wissen was geändert werden soll, oder Faxe und Telefonate, die nur als lästige Zusatzarbeit empfunden werden und dann auch noch das zusätzliche Porto - für die Zusendung der neuen Rezepte, machen so manchen Heilmittelerbringer recht unbeliebt.

Diplomatie und FIngerspitzengefühl bringen eine bessere Zusammenarbeit als ein Berg unerwünschte Werbeanzeigen.

MfG falladar

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