Registriert seit: 03.02.2010
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Hallo Kollegen und frohes Neues! :-) Ich werde mich in diesem Jahr selbstständig machen. Einen Standort hätte ich da schon. Nun bin auf auf der Suche nach einer passenden Miet-Immobilie. Puh, und das ist gar nicht so einfach. Darum brauche ich mal ein paar Erfahrungswerte von euch. Ich werde allein starten und sowohl pädiatrisch als auch im Erwachsenenbereich Angebote machen. Das einzige, was (für mich bezahlbar) angeboten wird, sind 3-Zimmer-Wohnungen. Mehr möchte ich mir zu Anfang preislich nicht zumuten. Aber mir fällt keine geeignete Lösung ein. Vielleicht bin ich nicht kreativ genug? Ich brauche einen Wartebereich, mache motorische Angebote, behandle auf einer Liege und benötige eine Werkstatt/Bastell-Kreativ-Bereich. Außerdem brauche ich einen integrierten Aufenthaltsraum/Küche/Büro. Wie bekomme ich das jetzt unter einen Hut bzw. Dach? Ist mir klar, dass man das ohne ein konkretes Beispiel schlecht beurteilen kann, aber in der Regel sind 3 Zi Wo ja mit großem Wo-Zimmer, 2 Schlafzimmern, Küche, Bad (mit Glück auch Gäste WC) ausgestattet. Kann ich mir wohl von der Backe schminken, oder? Mein Geschäftsplan gibt aber nicht mehr Miete her. Wie seit ihr gestartet? Mit welche Größe, wie vielen Räumen, Paterre oder Etage? Wo habt ihr anfangs Kompromisse machen müssen? Ich wäre so dankbar für einen kleinen Austausch... Viele Grüße!
„Liebe mich auch dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten.“
unbekannt
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Wichtig ist ein behindertengerechter Zugang zu deiner Praxis.Das heisst, wenn du Etage wählst, dass du Fahrstuhl brauchst. Größe ist am Anfang nicht so wichtig, es muss nur den Anforderungen der Krankenkasse genügen. Unsere letzte Praxis war mit 60 Quadratmetern auch eher klein.
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Registriert seit: 03.02.2010
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Ja, das mit den Anforderungen ist klar. Behindertengerecht muss es bei uns nicht zwingend sein. Und um die Frage vorweg zu nehmen, ich habe bereits bei der Kommune im Bauamt nach der Genehmigungspflicht gefragt... Danke Tini, für deine Antwort. Aber wie genau hattet ihr die Räume gestaltet? In meinem Wunschort ist beispielsweise eine Praxis in einem gewerblichen Haus frei, 2. Etage, Empfangstresen, kleinerer Raum, großer Raum, Toilette. Keine Küche, kein Büro, Wartezimmer auch nicht. Müsste die Patienten dann in den kleinen Flur quätschen. Es gibt dann keine Privatsphäre mehr, um mal vertrauliche Gespräche zu führen. Dafür Fahrstuhl. Stell ich mir echt unbequem vor...
„Liebe mich auch dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten.“
unbekannt
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Niesky
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 69
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Hallo Claudi26 wir haben auch mit einer kleinen Wohnung gestartet. Allerdings 77m² und 4 Zimmer. Der kleinste Raum mit Behandlungsliege, Tisch, Stuhl fast voll, der 16m² Raum mit Werkbank und Tretlaubsäge, Schränken für Garderobe und Material, sowie einem Tisch mit 4 Stühlen für Gespräche auch gut gefüllt, der größte Raum (22m²) als Bewegungsraum mit Sprossenwand, Hängematte, großer Spiegel...recht luftig, ist ja aber auch nötig, um z.B. mit einem Rollbrett zu arbeiten, dann noch kleine Küche für Pausenversorgung, aber auch ADL, Wärmeanwendungen, Büro=Anmeldung=Warteraum als Durchgangszimmer und kleines WC mit Dusche, Waschbecken und Ausguss. Im Flur sind Regale mit Spielen, Literatur und Kleingeräten. Die Räume sind im Erdgeschoss, am Eingang müssen 4 Stufen überwunden werden. Die Rollstuhlschienen haben wir erst 2x (in einem Jahr) benutzt. Behindertengerecht ist in unserem Bundesland auch keine Voraussetzung. Inzwischen sind wir zu dritt und es ist manchmal eng, gerade bei der Arbeit mit Kindern, wenn man auch mal den Raum wechseln will oder auch Eltern oder Geschwister mitkommen. Wir haben allerdings auch viele Hausbesuche. Viel ERfolg beim Start!
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Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1492
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Geändert am 03.01.2015 14:29:00
Hallo ich habe mir gleich ne Gewerbliche Immobilie angemietet. Sie hat zwei Therapieräume, einmal 60 m² und einmal 15 m² Der Wartebereich ist gleichzeitig mein Büro mit 18 m². Die Küche befindet sich in der Rümpelkammer, wo auch Putzeimer und Therapiematerialien sind. Das gute war, dass mein Bruder einen neuen Schreibtisch bekommen hatte und ich somit diesen dann für meine Praxis bekommen habe. Der ist auch noch in der Neigung und der Höhe verstellbar. Ich habe eher an der Einrichtung an sich gespart. Ich habe die ganze Zeit im Internett nach günstigen Angeboten gesessen und die meisten Therapiematerialien bei Ebay ersteigert. Immer zur Richtigen Zeit. Und sonst alle Seiten die mir Google preisgegeben hat pro Gegenstand den ich eingegeben habe durchgeschaut. Das konnten schon mal bis zu 20 Seiten sein. Meistens habe ich dann das Therapiegerät im einem Shop gekauft, welches ganz weit hinten bei Google aufgeführt wurde. Diese Shops kannte ich selber noch gar nicht. War pro Therapiegerät mindestens 8 Stunden am schauen wo ich es am günstigsten her bekomme. Ebay Angebote den ganzen Tag nur verfolgt wie das Aktuelle Gebot war und im Richtigen Moment zugeschlagen. Der Zeitaufwand ist zwar riesig aber ich habe so bis zu 70 oder 80% an Geld eingespart. Ich habe nur mit der Pflichtausstattung erst mal angefangen. Liege habe ich immer noch keine. Da warte ich noch. Meine Patienten werden jetzt erst mal auf der Mathe therapiert. Wenn dann würde ich eher mit einer Kofferliege anfangen. Die bekommst du schon für 100€. Ich habe auch noch Sachen von Verwandtschaft bekommen, die ich gut für die Praxis brauchen konnte. Möbel wurden fast alle bei IKEA gekauft. Musst zwar selber aufbauen, aber dafür sind die halt günstig und sehen auch toll aus. An Miete zahle ich warm 1064 €. Da ich kaum heizen muss, bekomme ich auch Geld wieder. Ich hatte für die Gesamte Einrichtung so ca 5000 bis 6000€ ausgegeben. Ich muss auch noch sagen, dass ich auch viel Barvermögen besitze, was jetzt auch in meiner Praxis drin steckt und es ist noch nicht mal alles an meinem gesamten Barvermögen aufgebraucht. Mein Rat wäre erst mal eine gewisses Barvermögen zu haben und dann kommst du auch damit hin. Wenn du erst mal Kredit aufnehmen musst ist halt blöd. Und lass dir Zeit. Ich hatte ein Halbes Jahr gebraucht, um die perfekte Immobilie in guter Lage zu finden. Am besten in ein Ärztezentrum. P.s ich würde jetzt nicht mit einer Wohnung starten sondern gleich richtig mitten in der Stadt wo auch Passanden an deiner Praxis vorbei gehen. Am besten natürlich in einem Ärztezentrum. Bei uns in der Stadt ginge das wiederum nicht. Da musst du auch noch darauf achten, ob du die Immobilie auch gewerblich nutzen darfst.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
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