Registriert seit: 24.07.2013
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Hallo. Ich habe einen Patienten, ca. 55 Jahre mit einem Insult re Nov. letzten Jahres mit Hemiplegie li. Wahrnehmung ist gegeben und eine leichte Ansatzfunktion in der Schulter auch. Distal hatte er vor ca.2,oder 3 Monaten eine Muskelzuckung Kleinfinger und Daumen. Das Hauptproblem sind die Schmerzen in der li Schulter (sublux). Er läuft den ganzen Tag mit einer Orthese herum. Wenn man diese auszieht, äußert er bei minimaler Abduktion Schmerzen. Was kann ich tun bzw. was wären die nächsten Schritte, hänge ein bisschen in der Luft... Bis jetzt, ich war zweimal dort, habe ich ihm gesagt, er soll ein warmes Kirschkernkissen auflegen, da er auch Omarthrose hat. Übungen zur Mobilisation punctum fixum, mobile Schulter/Rumpf. Die Schiene hat er aber dabei an. Wischübungen am Tisch Ri Anteversion und schräg nach rechts oben. Er soll die Lagerungsschiene für die Finger (spastik) eine Stunde am Tag mind.tragen und 1-2Std. am Tag ohne Orthese sein. Zusätzlich hab ich die Muskeln mit Novafon behandelt. Vl. geht er nächste Woche wieder zur Infiltration. Sind meine Behandlungswege so richtig, zuerst Schmerzmanagement dann alles weitere, oder andere Reihenfolge? Wie lange soll er die Orthese, wenn er so Schmerzen hat, tagsüber tragen, Gewohnheit - Eigenaktivitätförderung? Kann man Wischübungen in Richtung Abd. machen? Wäre Johnstonesplintschiene indiziert oder besser mit einer Spiegeltherapie (Bewegungsanbahnung) starten? Was kann man noch machen bei schmerzhafter Schulter? Vielleicht kann mir jemand helfen  Vielen Dank! LG
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Hallo Cat,
Du hast schon viele tolle Ansätze. Da Dein Patient die Orthese ständig trägt, solltest Du dir das passive Bewegungsausmaß des GHG/Schultergürtel anschauen. Vermutlich verkürzen die Strukturen gerade und Du musst mehr mobilisieren. Außerdem habe ich gute Erfahrungen mit dem Johnstone-Splint. Es kommt allerdings auf die schwere der Sublux an. Ich würde im Liegen arbeiten. Die Sublux lagern und aktiv-assistive Übungen machen.
Ich hoffe, das hilft Dir weiter!
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Vielen lieben Dank für die Antwort. Sobald er die Orthese runter gibt und ich passiv mobilisiere tut ihm das weh, d.h. ich weiß nicht, bin mir unsicher, ob ich dann nicht die sublux verstärke...:(. Da hab ich leider zu wenig Erfahrung. Deshalb weiß ich auch nicht ob passiv bewegen so sinnvoll ist, den die Schmerzschwelle liegt sehr hoch. Aktiv über den Rumpf geht AV, IR. Aber beim nach außen wischen, gibt er sofort wieder Schmerzen an. Er überlegt zu infiltrieren, dass hat er schon einmal gemacht und es tat ihm gut. Wie funktioniert das genau mit der Luftpolsterschiene: komplett den Arm einschließen mit der Schiene, voll aufblasen und in welche Richtungen kann ich dann gehen? Ich dachte bei einer sublux darf ich nicht in ABD und AR, stimmt das? Des heißt du hast gute Erfahrung bei sublux mit der Johnstone-splint?LG
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Registriert seit: 30.05.2008
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hier findest Du alle Infos zu den Urias Luftpolsterschienen aus dem PANat- Konzept (das ist die "neue" Bezeichnung für die Johnstone Splints) LinkViele Therapieideen auch mit dem PANat-Laptool, das auch für Eigentraining geeignet ist. prinzipiell ist eine subluxierte Schulter nicht schmerzhaft und darf/ soll bewegt werden mit korrektem Alignment des Gelenks. Wichtig ist, dass es kein Impingement gibt beim Bewegen, dh keine stechenden Schmerzen. Dehnschmerz im Moment ist in Ordnung, wenn er mehrere Stunden anhält, dann war es zuviel, Muskuläre Dysbalancen spielen ganz sicher eine Rolle, da muss man ganz genau schauen was da wieviel Tonus hat und wo bereits Verkürzungen bestehen und was das fürs Bewegen bedeutet... Ohne Bewegen und Kräftigen der Schwachen Muskeln geht die Sublux nicht weg. und auch eine gesunde Schulter schmerzt beim Bewegen wenn sie 6 Monate von einer Orthese gestützt wurde und nicht frei beweglich ist. Eigene Vorsicht und Unsicherheit überträgt sich auf den Patienten, gerade wenn Schmerzen da sind, vielleicht würde sich eine Supervision bei jemandem der viel Erfahrung hat lohnen. Die Orthese sollte nur getragen werden, wenn der Arm hängt, ansonsten auf Unterstützung achten z.B. beim Sitzen/ Stehen und immer auch die Liegeposition/ Schlafposition anschauen, auch da auf optimales Alignment schauen. Im Sitzen "Dirigenten stellung" das sind grad meine nicht ganz so geordneten Gedanken und Ideen
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Registriert seit: 24.07.2013
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Dankeschön für deinen tollen Input.  Das heißt ich brauch keine Bedenken haben wenn ich die Schulter etwas passiv mobilisiere?, auch etwas über die Schmerzgrenze bei Abd., die liegt ja bei ca.20° bei ihm. Omarthrose hat er auch. Cool, dann werd ich mir die Johnstonesplint Langarm kaufen und mit der kann ich dann im Liegen vl.leichter in die Abduktion gehen? Aber primär darf ich die Richtungen Abd/AR bei einer sublux/schmerzhaften Schulter durchführen? Ich hab ihm gesagt, dass er versuchen soll, die Orthese jetzt mal für 2 Std. Wenn er zb: am Sessel sitzt und fern sieht, dann die Orthese runter nimmt und dann den betroffenen Arm am Polster lagern soll. Die Lagerungsschiene für die Spastik an der Hand nimmt er nicht wirklich. Er meinte so ca.für eine Std.am Tag, weil sie ihm eher stört...Hast du noch Ideen zum Eigenprogramm/Training zum Spastik lösen an der Hand? Wenn die Schulter nicht besser wird, dann muss ich vl.wirklich auf die Spiegeltherapie umswitchen...
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Registriert seit: 24.07.2013
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Ich bin für jeden Ratschlag dankbar. Achso, was meinst du mit der Dirigentenstellung im Sitzen?, dann ohne Orthese oder?LG
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hast Du eine Idee wie ein korrektes Alignment des Schultergelenks aussieht? und zwar von den Rippen, Scapula, Glenohumeralgelenk und Humerus bis in den Unterarm? wenn nein, dann hol dir dringend Hilfe. Die Kenntnis des korrekten Alignments ist die Voraussetzung für eine gute Positionierung/Lagerung und das korrekte passive Bewegen. z.B. und Link
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Nein, nicht so ganz :(, dass ist ja mein Problem. Aber ich werde mich da mithilfe des Buches einlesen. Hast du Tipps für Lockerung distal der Spastik im HB zum Eigentraining? Ich habe jetzt auch mit der Spiegeltherapie angefangen, aber die betroffene Seite ist ständig hyperton in Fauststellung...weiß nicht in wie fern dass die Therapie/Erfolg beeinträchtigt!?
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