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Diskussionsforum

Selbständigkeit- ja oder nein?

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15. Juli 2008 22:03 # 1
Registriert seit: 21.04.2008
Beiträge: 3

Geändert am 15.07.2008 22:07:00
Hallo liebe Kollegen & Kolleginnen!
Ich benötige dringend ein paar Meinungen und HILFE!!!
Ich habe vor, mich mit einer Kollegin selbständig zu machen. Wir sind in der Planung schon ziemlich weit fortgeschritten (Businessplan fast fertig, geeignete Räume gefunden - noch ohne Vertrag-, regelmäßige Treffen mit einem Coach, Teilnahme an einem Accessmentcenter...).
Nun kommen jedoch große Zweifel auf, da es nun die Zeit ist, in der wir noch abspringen können bevor es zu spät ist. Wir denken, dass unsere Praxis anfangs ganz gut laufen wird, da der Bedarf momentan groß und die Konkurrenz klein ist (bei 20.000 EW eine weitere und schlecht organisierte Praxis).
Große Sorgen machen wir uns nun jedoch über die Situation im Gesundheitsbereich. Wir lesen/hören vermehrt etwas von dem Wegfall der Praxisbesonderheit für Ergos, von der Reduzierung der Einheiten pro Rezept und von dem Wegfall von Folgeverordnungen...
Das macht uns ANGST! Und die sollte man als entschlossene Gründerin eigentlich nicht haben, oder?! Ich hätte gern mal ein paar Meinungen von bereits selbständigen Ergos. Würdet ihr Euch momentan nochmal selbständig machen? Oder ist es bei dem momentanen Trend zu riskant? Wir wollen nicht nach 5 Jahren wieder zu machen müssen und ohne Arbeit da stehen. Wir sind z.Z. beide festangestellt. Meine Kollegin hat eine 40h Stelle mit 8€ brutto/h und ich bin im Krankenhaus für 25h beschäftigt (Therapeuten sollen in den nächsten Jahren evtl. ausgegliedert werden).
Würde mich sehr freuen, etwas von Euch zu hören. Ehrliche Meinungen sind gefragt!!!
Liebe Grüße,
ET81

16. Juli 2008 08:55 # 2
Registriert seit: 10.04.2008
Beiträge: 44

Rezepte (= kurative Ergotherapie) allein wird eher schwierig.

Konkurrenz mag schlecht organisiert sein, aber 10.000 Köpfe pro Praxis ist eher wenig. D.h. Sie müssten sich von Anfang an auf eine agressive Verdrängungsstrategie begeben.

Interessieren würde mich: woher nehmen Sie im Businessplan den Optimismus, dass es "anfangs" ganz gut laufen wird? Wenn Sie da wirklich schon ein oder mehrere Eisen im Feuer haben sollten, dann ist das gut. Wie gesagt: interessiert mich.....

Grüße, Sirius
16. Juli 2008 16:40 # 3
Registriert seit: 21.04.2008
Beiträge: 3

Geändert am 16.07.2008 16:43:00
Hallo serious,
vielen Dank für die Antwort.
Den Optimismus haben wir aufgrund folgender positiver Punkte:
- Wir haben schon in der anderen Praxis gearbeitet und wissen, dass viele Ärzte, Patienten und Angehörige sowie Selbstzahler sehr unzufrieden sind und sich schon nach anderen Praxen erkundigt haben.
- Bei uns in Brandenburg werden momentan viele Rezepte ausgeschrieben. (Ergo wird jetzt erst langsam bekannt bei unseren älteren Hausärzten)
- Der potentielle Vermieter der Praxisräume ist einer der am meisten verschreibenden Ärzte in unserer Stadt.
- Weiterhin haben wir die Möglichkeit, ambulant in einem Rehazentrum "eingekauft" zu werden. (je nach Bedarf, aber von Mo bis Fr vormittags immer zu tun)
- Wir haben als Ergos schon einen gewissen "Ruf" und denken, dass uns einige Pat. folgen würden. (ohne Abwerben unsererseits natürlich)
Das hört sich zwar alles ganz gut an, aber die momentane Lage und die Zukunftsaussichten sind eben nicht so rosig. Und die Selbstzahlerangebote werden hier sicher nicht so gut laufen, da wir eine Arbeitslosenquote von ca. 25% haben. Da geben die Leute ihr Geld für andere Dinge aus.
Wenn wir aber noch ein paar Jahre warten, besteht die Gefahr, dass wir dann, was die Entwicklung im Gesundheitswesen angeht, immer noch nicht schlauer sind. Und die Räume inkl. der guten Verbindung zum Arzt stehen dann nicht mehr zur Verfügung.
Wir sind momentan ziemlich ratlos.
Wie läuft es denn bei Ihnen in der Praxis?
Liebe Grüße,
ET81

16. Juli 2008 19:44 # 4
Registriert seit: 30.06.2005
Beiträge: 246

Geändert am 16.07.2008 19:45:00
na dann anfangen!
- kredit holen-selbstgeschriebene businesspläne sind heikel, durchschauen die banken sofort, das geschwafel!-abgeben, kostet ca 300€ und ihr spart zeit und nerven!!!
- 20.000-30.000€ investieren
- rücklagen haben mind. 1/2 jahr
- und beten und hoffen das die versprechungen von anderer seite gehalten werden
- und das natürlich keine budgetprüfung der ärzte in nächster zeit anfällt

viel glück und gutes gelingen!

16. Juli 2008 21:34 # 5
Registriert seit: 26.10.2007
Beiträge: 372

Geändert am 08.11.2008 04:59:00
Hallo "ET81" !


Zwar habe ich gerade eine große Flasche Eierliqueur ausgetrunken, die ich von einem Patient heute geschenkt bekommen habe für "treue Dienste", aber weil ich Deine Angst gut verstehen kann, will ich versuchen, so gut es geht, mich zusammenzureißen und zu antworten.

Die Angst um die wirtschaftliche Existenz geht überall um in Deutschland, vor allem in den kleinen Ergotherapiepraxen, die wie früher die "Tante-Emma-Läden" den aufkommenden Supermärkten nun den allerorts entstehenden Therapiezentren sich gegenüber sehen.

Der "Kuchen", der zu verteilen ist, schrumpft stetig. Andere Berufsgruppen, wie bspw. Psychologen, Psychotherapeuten, Logopäden, Pädagogen und Physiotherapeuten, wollen zunehmend ebenfalls von "unserem Kuchen" etwas abhaben und "tummeln" sich daher in "unserem Geschäft".

Bevor ich meine Berufsausbildung zum Ergotherapeut im Jahre 2002 begann, prophezeihte mir das Arbeitsamt eine rosige Zukunft. Doch dann kam die ehemalige Möchte-Gern-Marxistin Ulla Schmidt in "Amt und Würden" und zeigte ihr wahres Gesicht. Wohlhabende können sich nun Gesundheitsleistungen einkaufen, Minderbemittelte gehen leer aus.

Der Mann, der mir die Flasche Eierliqueur schenkte, bekam als Schlaganfallpatient bisher zwei Mal in der Woche Ergotherapie verordnet. Ab heute bekommt er NICHTS mehr verordnet, also auch der Physiotherapeut kam in dieser Woche zum letzten Mal. Ullalala Schmidt, die als "Schein-Sozi" sich ein fettes Ministereinkommen "ohne mit der Wimper zu zucken" vom einst so verhassten Kapitalisten-Staat aufs Konto überweisen lässt, sei "gedankt".

Den Weg in die Selbstständigkeit gehen viele Ergotherapeuten, nicht nur um "frei" in ihrer Arbeitsgestaltung zu sein, sondern weil der Arbeitsmarkt nicht genügend Stellen bietet und vor allem um eine bessere Arbeitsvergütung als all die vielen Lohnsklaven in unserer Berufssparte zu erzielen. In der Tat ist es schön, sein eigener Chef zu sein und nicht "nach Strich und Faden" ausgebeutet zu werden. Aber die Selbstständigkeit hat auch ihren Preis.

Bezahlte Urlaubs- und Krankheitstage gibt es nicht. Jetzt zur Sommerferienzeit entsteht im pädiatrischen Bereich einiger Leerlauf, der finanziell abzufedern ist. Auch ist der Arbeitstag lang, und nicht selten gehen Wochenenden mit Nachholterminen und Büroarbeiten d'rauf.

Auch kommt hinzu, dass die Unsitte, Termine ohne vorherige Absage nicht wahrzunehmen, zunimmt und dadurch unbezahlte Arbeitszeiten entstehen. Und es macht weder Spaß noch Sinn, das auf diese Weise entgangene Arbeitsentgelt bei der "werten Kundschaft" einzutreiben.

Obwohl mir meine Arbeit an sich sehr viel Freude bereitet und meinem Leben einen guten Sinn gibt, würde ich heute [d. h. unter den aktuellen Gegebenheiten im desolaten deutschen Gesundheitswesen] eine Ergotherapiepraxis in der Form eines gemieteten "Tante-Emma-Ladens", für den ich auch in schlechten wirtschaftlichen Zeiten die nicht gerade geringen Fixkosten aufbringen muss, nicht wieder als "Einzelkämpfer" eröffnen.

Sich allein auf ärztliche Verordnungen auf der Grundlage von Kassenrezepten zu verlassen, ist m. E. künftig für Kleinunternehmen nicht mehr tragfähig.

Um wenigstens einigermaßen kalkulieren zu können, bedarf es daher weiterer artverwandter Einkünfte, die nicht den "Zwischenhändler" Arzt bedürfen.

Wenn Du aber mit "Vitamin B" Dir langfristige Kooperationsverträge mit Ärzten und medizinischen Einrichtungen sichern kannst, mag die Welt wohl anders aussehen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wer weiß, ob es in einigen Jahren eine "überlebensfähige" Ergotherapie, wie sie gegenwärtig in Erscheinung tritt, überhaupt noch geben wird ?

Selbstständigkeit würde für Dich dann auch der Aufwand bedeuten, über Jahrzehnte hinweg den Gesundheitsmarkt zu beobachten und Dich ihm anzupassen. Und schon jetzt ist es so, dass unzählige Ergotherapeuten, die freiberuflich arbeiten, stets und ständig auf der Suche sind nach Möglichkeiten, ihr Einkommen bspw. mit Angeboten aus dem Wellnessbereich oder aus dem Bereich der Pädagogik nachhaltig aufzubessern. Und da nehme ich mich selbst nicht aus.

Die Ergotherapie in "Reinkultur" im "Tante-Emma-Laden" an der Ecke wird m. E. künftig nicht mehr sein als eine verklärte romantische Vorstellung.

Daher rate ich Dir, "mehrere Eisen ins Feuer zu legen" oder Dich mit Leuten, die "aus Deinem Holz geschnitzt sind" und zugleich pädagogischen oder anderen therapeutischen Berufen angehören, zusammenzutun und in einer frei gewählten Unternehmensform interdisziplinär bzw. kompatibel zu arbeiten.

Ehrliche Antworten auf Deine Fragestellungen hast Du Dir gewünscht. Um eine solche Antwort aus meiner ganz persönlichen Sicht war ich bemüht.


Alles Gute für Deine berufliche Zukunft

wünscht Dir "deesemee".


Pädagogisch - Therapeutisches Institut DEESEMEE
[vormals Praxis für Ergotherapie, Lernförderung und Musikpädagogik in Abwicklung]
Kreuziger Mauer Nr. 22
D-59929 Brilon
praxis_brilon@yahoo.de


------------------------ ENDE -------------------- 16.07.2008 ----------------------


NACHTRAG :


Liebe Kolleginnen !


Vielen Dank für die privaten E-Mails. Eure von Euch persönlich an mich gerichteten Fragen werde ich den nächsten Tagen gern beantworten. Ich bitte um etwas Geduld.


Herzliche Grüße zurück sendet Euch

"deesemee".


----------------------------- ENDE ------------------------- 17.07.2008 ---------------------------

Nachtrag:

Heute habe ich noch die Schreibfehler, die der Eierliqueur verursachte und die mir nach nochmaligem Lesen meiner Zeilen auffielen, korrigiert.

"deesemee".


--------------------------------- ENDE --------------------------------- 08.11.2008 ----------------------------
17. Juli 2008 11:34 # 6
Registriert seit: 10.04.2008
Beiträge: 44

Brandenburg gehört mit ca. 36.000 Einwohnern je Zulassung zu den bislang am schlechtesten versorgten Gebieten. Das wird aber sicher nicht immer so bleiben. Selbst in BaWü (mit ca. 14.000 Einwohnern/Zulassung) steigt die Zahl der Neugründungen jährlich immer noch um 10% (und mehr) und damit werden die Kuchenstücke eben kleiner. Das gilt natürlich auch für den Bereich der Nicht-Kassenleistungen, von dem Sie ja bereits selbst sagten, dass bei 25% Arbeitslosigkeit nur wenig zu holen sein wird. Im übrigen ist es selbst bei 5% Arbeitslosigkeit (BaWü kein Zuckerschlecken, tragfähige und überzeugende Konzepte zu entwickeln.

Ihre Rahmenbedingungen klingen ansonsten ja recht gut. Argwöhnisch würde ich eine eventuelle Abhängigkeit von einem einzigen Vielverordner+Vermieter beobachten. Alles weitere hat deesemee ja schon geschrieben (wenn auch ein bischen frustriert klingend).

Wie es unserer Praxis geht? Naja. Wenn wir alles richtig machen...gut. Wenn nicht...schlecht. Nach beinahe 20 Jahren Selbstständigkeit hat man sich daran gewöhnt, dass "Einkommen" keinesfalls eine feste Größe ist, von vielerlei Faktoren abhängt und letztlich sogar mal die Frage auftauchen kann, warum man sich diesen Wahnsinn für so wenig Ertrag überhaupt antut. Und nicht immer sind es Faktoren, die man selbst beinflussen kann. Was nichts daran ändert, dass es eine Menge Dinge gibt, die man sehr wohl selbst in der Hand hält und halten muss - selbst und ständig eben.... (ich weiß: Phrasenschwein)

Angst ein sehr gesundes Gefühl. Sie warnt vor Gefahr und ermöglicht kritisches und vorsichtiges Handeln. Warum sollte man bei einem so weitreichenden Schritt nicht auch Angst empfinden dürfen? Diesen nächsten Schritt sollten Sie dann aber auch nur machen, wenn Sie sich sicher sind, das Ihr Plan aufgeht.

Die Angst ist übrigens nach der Gründungsphase auch nicht vorbei. Mir persönlich bereitet zur Zeit die Kombination aus Gesundheitsfonds und AOK-Hausärztevertrag BaWü am meisten Kopfzerbrechen...

Ich wünsche Ihnen eine richtige Entscheidung und einen belastbaren Plan!

Grüße, Sirius
17. Juli 2008 17:17 # 7
Registriert seit: 26.10.2007
Beiträge: 372

Liebe Kolleginnen !


Vielen Dank für die privaten E-Mails. Eure von Euch persönlich an mich gerichteten Fragen werde ich den nächsten Tagen gern beantworten. Ich bitte um etwas Geduld.


Herzliche Grüße zurück sendet Euch

"deesemee".


----------------------------- ENDE ------------------------- 17.07.2008 ---------------------------


18. Juli 2008 22:24 # 8
Registriert seit: 30.10.2003
Bundesland: Saarland
Beiträge: 1172

Bon soir deesemee,
Klasse Beitrag, den Du da geschrieben hast.Und ein neues "Burgfoto"!
Aber auch guzzis Beitrag ist gut.
Am besten noch 2. Standbein auftun( für den Fragesteller ET81als Ergänzung).

Viel Glück, Masterli

19. Juli 2008 13:40 # 9
Registriert seit: 26.10.2007
Beiträge: 372

Liebe Kolleginnen !


Heute habe ich auf Eure privaten E-Mails geantwortet. Ihr habt also Post von mir.


Einen erholsamen Sonntag

wünscht Euch "deesemee".


---------------------------------------------- ENDE ----------- 19.07.2008 --------------------

19. Juli 2008 13:57 # 10
Registriert seit: 26.10.2007
Beiträge: 372

Geändert am 19.07.2008 14:00:00
Liebe "Masterli" !


Vielen Dank für die charmante Begrüßung und Dein Kompliment. Was das "Burgfoto" angeht, dachte ich, ich gehe 'mal mit der Zeit und stelle mein Burgbild von statisch auf dynamisch um.

Was aber Dein Bild mit den bastelnden Händen vor der Zahl 18 angeht [habe ich es richtig interpretiert ?], so bitte ich Dich, es nicht zu "modernisieren", denn es ist so etwas wie Dein Markenzeichen mit hohem Wiedererkennungswert hier im Forum.


Herzliche Grüße

in das gemütliche Grenzland zu "Fronkraisch"

sendet Dir "deesemee".


-------------------------------------- ENDE ------------------ 19.07.2008 --------------------



19. Juli 2008 20:29 # 11
Registriert seit: 29.03.2008
Beiträge: 128

Zitat:

Bon soir deesemee,
Klasse Beitrag, den Du da geschrieben hast.Und ein neues "Burgfoto"!
Aber auch guzzis Beitrag ist gut.
Am besten noch 2. Standbein auftun( für den Fragesteller ET81als Ergänzung).

Viel Glück, Masterli



Finde ich auch! Viele Grüße

19. Juli 2008 23:32 # 12
Registriert seit: 21.04.2008
Beiträge: 3

Hallo liebe Leute,
ich danke Euch für die Antworten und die ehrlichen Meinungen.
Da ich im Krankenhaus arbeite, bekomme ich dort auch hautnah mit, wie sehr die Kassen die notwendigen Behandlungen eingrenzen wollen. Ich muss Euch sicher nicht sagen, dass dies sehr zum Leid der Patienten geschieht. Inzwischen flattert dort schon Post ins Haus (von den Kassen), die dazu auffordert die Behandlung abzubrechen, da sie nicht gerechtfertigt sei!
Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, den Weg der Selbständigkeit erstmal nicht zu gehen. Wir werden uns vorerst auf das "Familienleben" konzentrieren und in der Zwischenzeit darüber nachdenken, was man noch so nebenberuflich studieren/ lernen kann. So haben wir vielleicht eine Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt nochmals über die Selbständigkeit nachzudenken.
Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, da wir schon viel Zeit und Energie in dieses Ziel investiert haben. Aber wir denken, dass es die richtige Entscheidung ist. Auch wenn wir ein lachendes und ein weinendes Auge dabei haben.
Ich wünsche allen noch ein schönes Wochenende und weiterhin viel Spaß an unserem Beruf.

20. Juli 2008 11:40 # 13
saloia
saloia
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 3621

@et 81--
viele mögen es anders sehen-- ich finde es mutig, eine mit viel elan und herzblut angedachte richtung nach gründlicher abwägung auch wieder ändern zu können...





gruß - saloia

---- selbständig als freie mitarbeiterin ----
20. Juli 2008 17:55 # 14
Registriert seit: 25.05.2008
Beiträge: 943

Zitat:

Hallo liebe Leute,
ich danke Euch für die Antworten und die ehrlichen Meinungen.
Da ich im Krankenhaus arbeite, bekomme ich dort auch hautnah mit, wie sehr die Kassen die notwendigen Behandlungen eingrenzen wollen. Ich muss Euch sicher nicht sagen, dass dies sehr zum Leid der Patienten geschieht. Inzwischen flattert dort schon Post ins Haus (von den Kassen), die dazu auffordert die Behandlung abzubrechen, da sie nicht gerechtfertigt sei!
Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, den Weg der Selbständigkeit erstmal nicht zu gehen. Wir werden uns vorerst auf das "Familienleben" konzentrieren und in der Zwischenzeit darüber nachdenken, was man noch so nebenberuflich studieren/ lernen kann. So haben wir vielleicht eine Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt nochmals über die Selbständigkeit nachzudenken.
Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, da wir schon viel Zeit und Energie in dieses Ziel investiert haben. Aber wir denken, dass es die richtige Entscheidung ist. Auch wenn wir ein lachendes und ein weinendes Auge dabei haben.
Ich wünsche allen noch ein schönes Wochenende und weiterhin viel Spaß an unserem Beruf.



Das ist eine ehrliche und mutige Entscheidung. Glückwunsch zu diesem Schritt
Igelchen

"Es weiß niemand besser, wo der Schuh drückt, als der, der ihn trägt."
dt. Sprichwort
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