Diskussionsforum
Zeitmanagement, Selbstmanagement
Registriert seit: 18.10.2012
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Geändert am 01.03.2015 12:53:00
Ich bin auch von Natur aus sehr gut durchorganisiert. Da kann ich auch ein Beispiel von meiner Familie nennen. Ich bekomme von meinen Eltern oft die Kritik, dass ich immer alles zeitlich optimieren muss und ja kein Arbeitsschritte zu viel gemacht werden muss. Ich reduziere meine Arbeitsschritte immer auf ein Minimum. Während meine Familie erst die Spülmaschine ausräumt und dann anschließend aufdeckt, mache ich es gleich Zeitig um mir Arbeitsschritte zu sparen. Mir geht es auf den Keks wenn ich erst mal das eine machen soll um anschließend dann die Teller die gerade von der Spülmaschine in den Schrank zu räumen und dann so wie so wieder aus dem Schrank zu nehmen und Aufzudecken. Das macht meine Familie so. Ich nähme die Teller aus der Spülmaschine und decke die gleich auf. Der Rest der nicht gebraucht wird wird gleich in die Schränke geräumt. Man kann es natürlich auch eher so sehen, das man dadurch mehr Freizeit hat. Manche Menschen geht es wirklich auf dem Keks, wenn manche Menschen nun mal zu sehr organisiert sind und auch wirklich alles optimieren müssen was man nur optimieren kann. Es würde mich jedoch total nerven wenn ich nur einen einzigen Arbeitsschritt mehr machen müsste, wenn es auch anders geht. Als PI hast du dadurch natürlich auch schneller Feierabend. Ich glaube bei mir kann ich fast nix mehr optimieren was es nicht an Arbeitszeit und Arbeitsschritte zu optimieren geht. Anderen Menschen geht meine Arbeitsweise und Arbeitsansichten jedoch auf dem Wecker und wollen auch nicht alles optimieren was man nur optimieren kann. Und mir geht das komplette Gegenteil auf dem Wecker. Es ist natürlich wichtig, dass man sich gut organisieren kann, aber mann muss ja nicht so wie ich sein und das ist auch ok so.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
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???
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!
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Registriert seit: 03.01.2015
Beiträge: 5
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Ich denke auch, dass Zeit- und Selbstmanagement in der Ergotherapie ein sehr! wichtiges Thema ist. Man kann meiner Ansicht nach nur eine wirklich gute Arbeit in der Therapie an sich leisten, wenn man nicht ständig organisatorisch hinterherhinkt und noch an einige Sachen denken muss, die man noch dringend erledigen muss.
Aber ich glaube auch, dass diesem Thema die Selbstfürsorge vorangeht. Denn wenn wir auf uns achten - unsere Gesundheit (körperlich und seelisch) und unsere Leistungsfähigkeit, ist eine positive Folge, dass wir weniger vergessen und die zu erledigenden Sachen schneller und mit mehr Konzentration machen. Also z.B.: zu welchen Zeiten und was esse ich -> bin ich danach träge und müde oder kann ich wirklich weiter "powern"?; wie gut schlafe ich - bin ich morgens wirklich ausgeruht, wenn nicht woran liegt es?; bin ich fit genug um mich meinen Aufgaben zu stellen, ohne ständig körperlich erschöpft zu sein? habe ich privat DInge, die mich emotional nicht in Ruhe lassen? Ich bin jedenfalls der Meinung, dass ich effizienter arbeite, wenn ich schon mal so etwas beachte, weil ich dann leistungsfähig und nicht vergesslich oder abgelenkt bin. Dann kann ich schauen wo "Zeitfresser" sind und wo meine Prioritäten sind. Für mich scheint das jedenfalls logisch zu sein.
Vg. Posaunistin
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Registriert seit: 17.07.2005
Beiträge: 692
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Zitat / ergotron hat geschrieben:........................... Liebe Kinaa, ich wünsche dir den Mut zu "kleinen Schwächen im Zeit- und Selbstmanagement", da als Ergebnis dieser "hocheffizienten" Selbstfürsorge  schlussendlich die potentielle Vermeidung eines Burn-outs zu erwarten sein kann. Lieben Gruß, ergotron dem schließe ich mich mit besten WÜnschen an!
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Registriert seit: 20.05.2007
Bundesland: Schleswig-Holstein Beiträge: 722
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Vielen Dank für eure guten Wünsche!  Ich muss mir die Thematik immer wieder aktiv ins Bewusstsein rufen, im Alltag verliere ich sie leider allzu leicht aus den Augen. Ich habe das Glück, einen Chef zu haben, der mich explizit darin unterstützt, auf meine Ressourcen zu achten und mich zu "entschleunigen", allerdings vergisst auch er das "gern" wieder, wenn er unter Druck steht. Dann werden ich wieder mit Aufgaben überfrachtet  Zum Thema Chef noch ein Gedanke: Eine gute Leitung kann ebenfalls zu verbessertem Zeitmanagement beitragen, indem sie ihre Mitarbeiter darin unterstützt, Prioritäten richtig zu setzen. Bei uns (und ich glaube, das ist keine Ausnahme) wird zunächst einmal alles als "wichtig", "dringend", "eilig" usw. verkauft. Häufig stellt sich dann später heraus, dass es gar nicht sooo wichtig war und/oder noch Zeit gehabt hätte. Das macht es mir sehr schwer, Prioritäten sinnvoll zu setzen, da ich ohnehin Schwierigkeiten damit habe. Es fühlt sich dann für mich alles "gleich wichtig" an und ebenso behandele ich es dann eben auch. Aufgrund der guten Organisationsfähigkeit kann ich alles schnell erledigen - bin dann aber auch dementsprechend platt, die Energien sind aufgebraucht. Das mag "mal zwischendurch" gehen, aber als Dauerzustand ist klar, worauf es hinausläuft. Was du schreibst, ergotron, finde ich auch wichtig. In dem Punkt habe ich Glück: Mir werden keine "Leistungstiefs" unterstellt, sondern man freut sich für mich, wenn ich es mal schaffe, "normal" zu arbeiten. Allerdings verlagert sich das Unterstellen mangelnder Leistungsbereitschaft/-fähigkeit auf eine andere Ebene: Die der Kollegen. Es wird verglichen und wie man sich vorstellen kann, lieben meine Kollegen mich nicht sonderlich dafür. Es sorgt für Unmut im Team, ständig so ein "Zugpferd" vor der Nase zu haben. Teilweise sind die Beschwerden meiner Chefs durchaus berechtigt, aber wiederum andere Leistungen können sie eben einfach nicht erwarten. Meine Arbeit besteht größtenteils aus Tätigkeiten, welche ein Ergotherapeut nicht gelernt hat, die Fähigkeit zur Erledigung dieser kann man daher nicht voraussetzen. Aber die Haltung ist dann eben eher eine vorwurfsvolle: "Kinaa kann das doch schließlich auch!"  Das sorgt für schwierige Situationen im Team. Auf jeden Fall: Spannende Diskussion. Ich bin gespannt auf weitere Beiträge! Viele Grüße, Kinaa
Nicht alles, was Hand und Fuß hat, hat auch Herz und Hirn.
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Registriert seit: 31.08.2007
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Zitat / Kinaa hat geschrieben:Allerdings verlagert sich das Unterstellen mangelnder Leistungsbereitschaft/-fähigkeit auf eine andere Ebene: Die der Kollegen. Es wird verglichen und wie man sich vorstellen kann, lieben meine Kollegen mich nicht sonderlich dafür. Es sorgt für Unmut im Team, ständig so ein "Zugpferd" vor der Nase zu haben. Ein nicht zu vernachlässigender Gedanke, man kann sein eigenes, u. U. auch schnelleres Tempo vorlegen oder ein organisatorisches As  sein, letztlich können sich KollegInnen dadurch "bedrängt" fühlen. Besonders dann, wenn es vom Vorgesetzten hervor gehoben wird. Dabei gibt es auch immer eigene "Schwächen" in anderen Bereichen (z. B. bei mir die Ungeduld), die es wieder ausgleichen könnten, nur werden diese, zum Glück, nicht immer hervor gehoben...  Wie auch immer...von einem Zeit-/Selbstmanagement können alle profitieren: die, die dringend entschleunigen müssten, aber auch die, denen eine Beschleunigung gut tun würde...dann könnte man sich in der Mitte treffen.  Lieben Gruß, ergotron
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Registriert seit: 21.03.2002
Beiträge: 364
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möchte ich zitieren: "welche ein Ergotherapeut nicht gelernt hat, die Fähigkeit zur Erledigung dieser kann man daher nicht voraussetzen. "
Das ist für mich immer der teamspezifische Punkt, welcher noch nicht so genannt wurde:
Die Mitglieder eines Teams sind immer "typisiert" durch ihre Fähigkeiten! In ET-Arbeitsfeld gibt es z.B. die "Einheitenrunterreisser: immer pünktlich, machen ihren Job, nie krank, bleiben keine Sekunde länger als nötig in der Praxis" es gibt die "Modernisierer: Neues ET-Wissen implementieren, Teamsitzungen mit TOPs vorbereiten, alles wichtig nehmen und die andere mit neuen Ideen nerven", die "Abwarter: gucken was passiert, brauchen viel Lob, hängen sich an die Leitung", "Die Zahlen-Chefin: zählen Einheiten pro Mitarbeiter, gucken auf Pünktlichkeit, Papierkram ist sehr wichtig, stellt viele Regeln auf und ist von Optimierung besessen", "Der Mitarbeiterversteher: kümmert sich zu sehr um kleine Psychoknorpel von Praktikanten, ist in der Organisation immer einen Tick zu romantisch, möchte es allen recht machen"....
Was ich sagen möchte: Wenn ein Team die unterschiedlichen Fähigkeiten/ Geschwindigkeiten/ Wichtigkeiten wahrnimmt und als Ressourcen auffassen kann, dann besteht auch die Möglichkeit zum "Management". Entschleunigung und das Ablehnen einer pathogenen Selbstoptimierung sowie "Krötenschlucken und Stolz" sind für mich auch sehr wichtige Punkte um das gemeinsame Arbeitsleben gut zu gestalten.
Lieber Gruß Kai
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Registriert seit: 31.08.2007
Beiträge: 519
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Geändert am 03.03.2015 08:46:00
Also mir war ja klar, ich entspreche mehr dem kaukasisch-eurasischen Typ, meinen Konstitutionstypus würde ich als eine Mischung aus Sanguiniker und Choleriker bezeichnen...und nun bin ich nach der "Ivanhoe´schen Typisierung" ein "Modernisierer"...ich bin ja kein Freund von Typisierungen, aber irgendwo findet man sich immer wieder...und hoffe nur, meinen direkten KollegInnen nicht zu sehr auf die Nerven zu gehen...  !
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