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Wie wichtig sind denn nun die Abschlussnoten???

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5. Juli 2015 12:45 # 16
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1476

@ergotron ja das finde ich auch nicht gut, das die praktische Note zusammen mit der Note an dem Patienten eine Note ergeben. Wenn du Handwerklich total schlecht bist aber am Patienten gut, dann hast du da ne schlechte Note. Und für mich müssen Ergotherapeuten nicht unbedingt Handwerklich begabt sein. Und da uns Ergos ja eine Vielzahl an Handwerkstechniken zur Verfügung stehen, dann nimmt man halt eine Handwerkstechnik die einem liegt. Wobei ich sehr wenig an Handwerkstechniken einsetze. Ich finde es nicht gut, wenn es eine einzige Note für schriftlich, mündlich und praktischen Teil gibt. Ich weis selber nicht, wie ich in den einzelnen Fächern abgeschlossen habe. Ich habe überall mit 3 abgeschlossen. Wie ich in Handwerk und wie ich am Patienten einzeln abgeschlossen habe, wurde uns nicht mitgeteilt, dafür gibt es kein Dokument oder Zeugnis. Nur die drei Noten. Wobei ich während der Ausbildung immer nur ne 2 oder 1 geschrieben habe. Bis auf Psychologie da hatte ich immer ne 3. Ich fände es eigentlich besser, wenn diese ganzen Vornoten mit in das Examen einfließen würden. Dann würde auch manch einer besser abschneiden.

Ich selber finde die reinen Examensnoten nicht Aussagekräftig genug. Als wir Examen gemacht haben, hatten wir überall eine Note schlechter abgeschlossen. Es gibt ja auch Ergos die schaffen das Examen nicht auf anhieb. Wobei man jetzt auch nicht sagen kann, dass die dann schlechter sind. Einer fällt im praktischen Teil durch und schafft es beim zweiten mal mit einer drei der nächste schafft es auf anhieb, aber mit einer 4. Es kann ja auch schlechte Tagesform dahinter stecken.
Ich würde so lange er nur in einem Fach ne 4 aufweist ihn trotz dem nehmen, solange die Praktikumsbeurteilungen stimmen. Und zwar in genau diesen Bereichen wo der auch bei mir arbeitet. Mir ist es z.B egal ob er in AT gut war, wenn er Mot Fu und Pädiatrie dafür gut abgeschlossen hat. Da ich genau in diesem Bereichen mein Klientel habe. Evt wäre ja auch denkbar, wenn man im Examen eben nicht so gut abgeschnitten hat, noch die anderen Zeugnisse mit in die Mappe zu legen. Vor allem wenn diese wesentlich besser waren. Weil dann würde ich denken, ok der hatte da mal ein schlechten Tag gerade mal gehabt.

Wenn ich mich mal vergrößern sollte, dann würde ich den par Tage erst mal auf Probe arbeiten lassen und einfach mal schauen was der so drauf hat. Würde den Bewerber fachliche Fragen stellen. Wenn er mir die nach meinen Erwartungen beantworten kann und er mir sympathisch ist, würde ich ihn in Erwähnung ziehen, den evt zu holen. Es gibt ja noch die Probezeit und erst mal ein Vertag für ein Jahr befristet.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
5. Juli 2015 17:16 # 17
Registriert seit: 03.01.2011
Beiträge: 388

Auch das ist unterschiedlich
bei uns an der Schule gab es ein Abschlusszeugnis, indem wurden auch die Noten vom 3 Schuljahr mit eingerechnet und nicht nur die Prüfungsnoten. Für die gabs ne extra "Bescheinigung"
finde es irgendwie blöd das es überall unterschiedlich gemacht wird. auch für Arbeitgeber ist das ja unübersichtlich
5. Juli 2015 17:45 # 18
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1476

Ich muss auch noch dazu sagen, dass ich es auch noch unterschiedliche erlebt habe mit dem praktischen Examen. Bei vielen Schulen, ist gleich mal das praktische Examen, das letzte Praktikum. Wir hatten in unserer Schule erst mal alle 4 Praktika gemacht und durften dann unseren erst und unseren 2. Wunsch äußern, in welchen Bereich wir unser Examen machen wollten. Die meisten durften dann in ihrem Bereich ihr Examen machen, in dem sie am liebsten ihr Examen machen wollten und nur ein Teil musste ihr Examen machen, wo sie am 2 liebsten machen wollten. In wieder anderen Schulen kann dir das auch passieren, dass du eben nicht vorher gefragt wurdest, wo du dein Examen machen möchtest. Dann machst du da halt dein Examen in dem Bereich, der dir so gar nicht liegt und du auch weist, das du da so wie so nie arbeiten wirst. Ich finde es aber so wie bei unsrer Schule am Besten.
Weil ich mich für meinen Teil mich so wie so nicht in einer Psychiatrie oder Wfbm beworben habe, weil ich wusste, dass genau diese Bereiche mir nicht liegen und ich sicherlich auch in diesen Bereichen mich nicht erst gar nicht bewerben brauchte, da ich da nicht gut war. Hab mich gezielt in Praxen und Kliniken meinetwegen Altenheimen beworben. Ich wäre wahrscheinlich auch durch das praktische Examen durchgerasselt hätte ich ausgerechnet mein Examen in einer Psychiatrie machen müssen oder hätte da wenn ich überhaupt bestanden hätte, es mit einer 4 beendet. Ich hatte auch echt mal einen Bewerber der hatte mir sein Examenszeugnis plus noch mal ein Zeugnis wo jede einzelne Note in den schriftlichen, mündlichen und praktischen Fächern geschickt hatte. So etwas haben wir nicht bekommen. Bei uns weis keiner, wie man im einzelnen abgeschnitten haben.
Deswegen finde ich auch die reinen Noten nicht aussagekräftig. Das Examen sollte wirklich einheitlicher gestaltet werden.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
6. Juli 2015 20:04 # 19
Registriert seit: 29.09.2007
Beiträge: 786


@ Kukdiehe

aber was machst Du denn jetzt, wenn jemand mit einem Rezept kommt, auf dem "Psychisch funktionelle Therapie" verordnet ist ???

Gruß
nimis
6. Juli 2015 20:25 # 20
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Bundesland: Niedersachsen
Beiträge: 658

@ nimis

"psychisch-funktionell" ist nicht zwingend psychiatrisch. Und Akutpatienten mit psychiatrischer Diagnose hast Du kaum in der Praxis.

LG Karsten
R46.2 – und Spaß dabei!
7. Juli 2015 21:44 # 21
Registriert seit: 29.09.2007
Beiträge: 786


@ Karsten

"psychisch-funktionell" kann aber psychiatrisch sein. Und wir haben andauernd Patientinnen mit psychiatrischer Diagnose in der Praxis. Warum denn auch nicht?

gruß
nimis
8. Juli 2015 10:32 # 22
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1476

Geändert am 08.07.2015 10:56:00
Psychisch Funktionell kann ich abdecken, solange der Patient kein Psychiatrisches Problem wie Depression oder Suchtkrank ist. Psychisch Funktionell bekommen auch Kinder mit ADHS verordnet. Wenn jetzt einer mit einem Krankheitsbild kommt, wovon ich keine Ahnung habe, dann empfehle ich meinen Kollegen weiter, der hat sich darauf spezialisiert, bevor ich da eher was verschlimmer wie verbessere. Die andere Praxis deckt dafür keine Handpatienten ab. Die bekomme ich dann.
Sollte der Andrang auf psychiatrische Patienten recht groß sein bzw werden, gibt es immer noch die Möglichkeit jemanden dafür einzustellen.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
10. Juli 2015 02:28 # 23
Registriert seit: 17.06.2010
Beiträge: 318

Geändert am 10.07.2015 02:52:00
@Kukdiehe Das finde ich sehr vernünftig und legitim. Ich wundere mich sowieso über Therapeuten, die meinen, alles abdecken zu können. Die erfahrenen Hasen mögen das schaffen, aber es gibt genug, bei denen ich das anzweifele. Ich werde nie vergessen, wie ich nach einer Zeit in einer sehr modernen Klinik für Neurologie in einer Praxis gearbeitet habe und mir beim Mitlaufen fast schlecht geworden ist, wie rudimentär und mit was für veralteten Methoden dort unsinnige Behandlungen durchgeführt worden sind und das Ganze dann in befremdlichen Arztbriefen als wichtig verkauft wurde, um neue Rezepte zu bekommen. Alles wurde angeboten, aber nichts wirklich fundiert. Von Evidenzbasierung ganz zu schweigen. ..

A propos Evidenzbasierung- ich halte eine praktische Handwerkspruefung im Examen für voellig veraltet und unnötig. Das kann man in der Ausbildung vermitteln, hat aber in der Prüfung meines Erachtens nichts mehr verloren. Therapeuten sollten statt dessen eher evidenzbasierte Praxis beherrschen statt Körbchen flechten::mad::

Wenn schon eine praktisch Prüfung sein muss, dann wäre es sinnvoll, zu prüfen, inwieweit Betaetigungsanalysen auf alltägliche Betätigungen angewandt werden können, welche Betaetingsmuster und Betaetigungsprobleme sich daraus für das Handeln ergeben können und welche Problemlösungen dafür entwickelt werden können. DAS könnte man später im Berufsleben sogar bei Handwerkern mit Betaetigungsproblemen nutzen::wink::

Liebe Grüße, Dattel
10. Juli 2015 07:10 # 24
Registriert seit: 04.08.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1251

Wir wählten im handwerklichen Teil der Prüfung unsere Technik selbst. Mir wurde ein Fall zugeteilt und ich habe entschieden, warum ich was tue. Dabei spielte natürlich die vorgegebene Zeit eine große Rolle und auch welche Materialien beschaffbar waren.
Ich meine, ir mussten auch gar nicht unbedingt fertig werden. Die Idee, die Begründung und die Umsetzung wurden bewertet.

Inden meisten Praxen sind die Möglichkeiten von den Räumlichkeiten, dem Werkzeug, den Materialien und auch der Zeit (Vor- und Nachbereitung) eher spärlich. Jedenfalls habe ich es so kennengelernt.

Schönes Wochenende
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!
10. Juli 2015 10:40 # 25
Registriert seit: 31.08.2007
Beiträge: 518

Zitat / Dattel hat geschrieben:
A propos Evidenzbasierung- ich halte eine praktische Handwerkspruefung im Examen für voellig veraltet und unnötig. Das kann man in der Ausbildung vermitteln, hat aber in der Prüfung meines Erachtens nichts mehr verloren. Therapeuten sollten statt dessen eher evidenzbasierte Praxis beherrschen statt Körbchen flechten::mad::

Wenn schon eine praktisch Prüfung sein muss, dann wäre es sinnvoll, zu prüfen, inwieweit Betaetigungsanalysen auf alltägliche Betätigungen angewandt werden können, welche Betaetingsmuster und Betaetigungsprobleme sich daraus für das Handeln ergeben können und welche Problemlösungen dafür entwickelt werden können. DAS könnte man später im Berufsleben sogar bei Handwerkern mit Betaetigungsproblemen nutzen::wink::

Liebe Grüße, Dattel


*unterstreich*::thumbup::

Lieben Gruß, ergotron
10. Juli 2015 12:52 # 26
Registriert seit: 29.09.2007
Beiträge: 786

Geändert am 10.07.2015 12:59:00
@Kukdiehe:

genau das hatte ich gehofft ::smile::


@Dattel:

ebenso...*unterstreich*::thumbup::

Ich hatte allerdings den ursprünglichen Beitrag von ergo0066 so verstanden, dass es um die praktische Prüfung mit Patienten ging - und nicht um die Handwerksprüfung! Die Note der Handwerksprüfung wäre mir herzlich wurscht.

Gruß
nimis
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