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Erkrankte Kollegin

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14. September 2015 14:14 # 1
Registriert seit: 28.12.2003
Beiträge: 119

Liebe Kollegen,

wie geht ihr damit um, wenn eine erkrankte Kollegin monatelang ausfällt. Die Personalplanung ist dadurch sehr schwierig, da nicht abzusehen ist, wann die Kollegin wieder arbeitsfähig ist. Die Arbeit muss ja gemacht werden und dauerhaft Überstunden zu leisten ist keine gute Lösung. Habt Ihr vielleicht eine Idee?

Viele Grüße
Mili
14. September 2015 14:55 # 2
Registriert seit: 10.02.2005
Bundesland: Niedersachsen
Beiträge: 723

Kündigen und jemand anderen einstellen.
R46.2 – und Spaß dabei!
14. September 2015 16:37 # 3
Registriert seit: 28.12.2003
Beiträge: 119

So einfach ist das nicht. Einem erkrankten Kollegen kann nicht so ohne weiteres gekündigt werden.
14. September 2015 17:20 # 4
Registriert seit: 24.08.2007
Beiträge: 195

Hallo,

kennst Du vielleicht eine Ergotherapeutin, die in Rente oder Elternzeit ist und einspringen würde? Oder frag doch mal bei benachbarten Praxen nach, evtl. will dort eine Kollegin etwas mehr arbeiten? Oder die kennen jm.... ( oder ein männlicher Kollege )

Viel Erfolg,

Karlie
14. September 2015 19:22 # 5
saloia
saloia
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 3621

Geändert am 14.09.2015 19:24:00
Zitat / Mili hat geschrieben:
So einfach ist das nicht. Einem erkrankten Kollegen kann nicht so ohne weiteres gekündigt werden.


Aus -leider- eigener Erfahrung muss ich da widersprechen:
Doch, kann.
Nur nicht WEGEN Erkrankung, aber durchaus aus betriebswirtschaftlichen usw Gründen.......

Edit: ach, jaaa- was war das noch schön, als man in solchen Zeiten einfach und ohne Angst auf FM zurückgreifen konnte....::mad::
15. September 2015 08:13 # 6
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1492

Setze doch mal ein Stellenangebot rein, dass du eine Krankheitsvertretung suchst, für unbestimmte Zeit. Ich hatte viele solcher Vertretungen gemacht. Wobei blieb mir damals auch nix anderes übrig. War den meisten zu unerfahren und dann ist man froh, wenn man wenigstens so für par Wochen was hatte. Oder bei Zeitarbeitsfirmen mal anfragen. Hatte auch solche Jobs über solche Firmen bekommen. Und auch wenn die Verteufelt werden, die Bezahlung bei manchen war sogar besser als bei manchen Praxen. Zumindest als Berufsanfänger. Hatte bei denen so 12€ Stundenlohn heraus handeln können plus Fahrgeld von Wohnung zur Arbeit und zurück.
Wie teuer das für dich wird weis ich nicht.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
15. September 2015 08:13 # 7
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1492

Geändert am 16.09.2015 10:52:00
Ups! Doppelt
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
16. September 2015 13:05 # 8
Registriert seit: 28.12.2003
Beiträge: 119

Danke für die vielen Antworten.
Kündigen ist ja menschlich immer so eine schwierige Sache. Vertretungskräfte in diesen Zeiten zu finden ist schwierig, das lässt sich ja auch hier im Forum nachlesen. Stichwort Fachkräftemangel.
Aber wir kommen schon irgendwie über die Runden und gehen wahrscheinlich doch das Risiko ein jemand neues einzustellen.
Mich hätte eher interessiert, welche rechtlichen Möglichkeiten ich habe eine Klärung herbeizuführen. Z.B. einen Amtsarzt einschalten oder Arbeitsversuch einfordern etc.
Irgendwann zahlt ja auch die Krankenkasse nicht mehr.

Viele Grüße
Mili
17. September 2015 09:01 # 9
falladar
falladar
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 1375

Du hast für dein Unternehmen einen Betriebsarzt, mit dem du das Problem erörtern solltest. Mit dem MDK findest du keinen "Verbündeten" der dir weiter helfen kann.

MfG falladar
17. September 2015 19:34 # 10
chipchap
chipchap
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 1333

Du hast als AG die Möglichkeit, bei der Krankenkasse der Mitarbeiterin
offiziell die Anfrage zu stellen, ob es sich um eine chronische Erkrankung
handelt und ob die MA in nächster Zukunft in der Lage sein wird, ihren
Arbeitsplatz wieder zu besetzen.
WELCHE Erkrankung vorliegt, wird der AG nie erfahren. Ist aber auch
nicht nötig...

Die Krankenkassen sind selbst immer daran interessiert, ihre Versicherten
an die Arbeit zu bekommen, um kein Krankengeld mehr zu bezahlen.
Dauererkrankte Versicherte werden regelmäßig von Krankenkassenmitarbeitern
angerufen und zu Gesprächen eingeladen und es wird leider dabei heftig Druck ausgeübt.
Wohlgemerkt: von Nicht-Medizinischem Personal!!

Wenn also die MA seit Monaten Krankengeld erhält, hat der MDK bereits geprüft,
ob tatsächlich eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit vorliegt.
18. September 2015 07:25 # 11
Registriert seit: 10.02.2005
Bundesland: Niedersachsen
Beiträge: 723

Menschlichkeit hin oder her – wenn es Deiner Praxis aufgrund langfristiger Erkrankung einer Mitarbeiterin an den Kragen geht, musst Du Dir überlegen, welchen Preis Du für Menschlichkeit zu zahlen bereit bist.

Karsten
R46.2 – und Spaß dabei!
22. September 2015 19:29 # 12
Registriert seit: 28.12.2003
Beiträge: 119

Liebe Kollegen,

vielen Dank für Eure Beiträge. Das ist tatsächlich ein schwieriges Abwägen zwischen Menschlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Bei ihr macht die KK schon mächtig Druck, aber so leid mir das für sie tut, sosehr wünsche ich mir natürlich eine baldige Klärung der unklaren Situation.
Wie lange macht die KK DRuck? Wird sie nicht auch nach einiger Zeit die Zahlung einstellen?
Kann die KK einen Wiedereingliederungsversuch einfordern?
Kann sich die Kollegin vorzeitig berenten lassen?
Die Kündigung wäre für mich eher der letzte aber vielleicht notwendige Schritt.

viele Grüße in die Runde
Mili::confused::
14. Mai 2016 17:50 # 13
Registriert seit: 28.12.2003
Beiträge: 119

Hallo in die Runde,

nun melde ich mich doch wieder. Die Situation ist unverändert. Ich überlege nun doch vielleicht einen Betriebsarzt einzuschalten. Aber wie läuft so etwas ab?
Oder könnte ich bei der KK der Kollegin anrufen und nachfragen, was bei der Überprüfung des MDK herausgekommen ist?
Müsste der MDK uns nicht Bescheid geben, wenn die Kollegin dauerhaft dienstunfähig ist?
Nach nunmehr 18 Monaten ist vielleicht die KK gar nicht mehr zuständig?
Es wäre zu schön endlich Planungssicherheit zu haben.

Trotzdem wünsche ich Euch ein schönes Pfingstwochenende

Mili
15. Mai 2016 09:27 # 14
Registriert seit: 10.02.2005
Bundesland: Niedersachsen
Beiträge: 723

Ach Du meine Güte, Du hast ja eine unendliche Geduld. Glaubst Du wirklich, die Mitarbeiterin steht irgendwann wieder auf der Matte und macht ihren Job? Sie hat sich nicht bei Dir gemeldet und Dich mal über ihren Krankheitsverlauf und die Prognose informiert? Was erwartest Du von KK oder Betriebsarzt? Eine Bestätigung der Tatsache, dass Du die MA nie wiedersehen wirst? Wirst Du gerade so fair behandelt, wie Du selber glaubst, handeln zu müssen?

Karsten
R46.2 – und Spaß dabei!
15. Mai 2016 13:58 # 15
Registriert seit: 01.04.2014
Beiträge: 599

Überleg Dir mal:
Ist es realistisch, dass die Mitarbeiterin zurück kommt?
Was passiert wenn die MItarbeiterin nach so langer Zeit wieder zurück kommt?
- Kann sie weiterhin ihren Arbeitsvertrag erfüllen?
- Ist bald wieder mit Erkrankungen zu rechnen?
- Wie belastbar ist sie noch hinsichtlich des Klientels? Kann sie weiter alle Klieten behandeln?
Wenn Du das beantwortet hast frag Dich, kannst Du das mittragen und bist Du bereit das mitzutragen? Können das deine anderen Mitarbeiter mittragen?
Zu dem würde ich mich fragen:
Wie lange sind die anderen MItarbeiter noch bereit die Situation mitzutragen? Hat in den vergangenen 18 Monaten schon jemand gekündigt?
Wo willst Du hin mit deiner Praxis? Überspitzt gefragt: Willst Du eine Sozialstation haben oder eine erfolgreiche, auch wirtschaftlich erfolgreiche, Praxis?
Bitte bedenke, dass Du als Arbeitgebern allen Mitarbeitern gegenüber eine Fürsorgepflicht hast.

Vielleicht hilft Dir nach der Beantwortung der Fragen auch ein Blick in deine Steuerunterlagen und zu dem ein klärendes Gespräch mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht, was deine rechtlichen Möglichkeiten betrifft.

Viel Erfolg!
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