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5,85 % Preiserhöhung ?? Im Ernst?? Chancen BED ??

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29. Januar 2022 10:37 # 16
Registriert seit: 29.01.2022
Beiträge: 15

Hallo,
ich bin neu hier und bei der Recherche wegen der Preiserhöhungen durch Zufall auf das Forum gestoßen. Mir fiel beim Stöbern auf, dass viele Nutzer sehr unzufrieden wirken und mich daher mal interessieren würde, ob ich der Einzige bin der 5,85 % für "ausreichend" hält. Also bitte nicht falsch verstehen...Ich habe mich bei all den Empörungen im Forum nur gefragt ob bei mir evtl. was nicht stimmt oder diejenigen, die zufrieden sind nur nichts posten?! Also würde ich mich total freuen wenn mir jemand sowas schreibt, wie:"Nee nee, bei Dir ist alles ok, wir sind auch super glücklich mit allem!"
Ich wünsche Euch ein traumhaftes Wochenende und freue mich auf eine Antwort ::smile::
29. Januar 2022 14:07 # 17
Registriert seit: 05.10.2011
Bundesland: Hamburg
Beiträge: 696

Troll? Extra für diesen Beitrag angemeldet? ::blink::

Welche Kenntnisse über die Vorgeschichte des Schiedsspruch liegen denn vor?

5,85% ausreichend! Wofür? Die Zukunft des Berufes? Um Mitarbeiter angemessen zu bezahlen? ::thumbdown::

Also, wofür finden Sie die 5,85% ausreichend? Lassen Sie mal hören.....
ergoSystemisch - Systemisches Arbeiten in der Ergotherapie

Informationen gibt es hier: https://www.ergoSystemisch.de
29. Januar 2022 14:25 # 18
Registriert seit: 30.07.2001
Bundesland: Baden-Württemberg
Beiträge: 84

Geändert am 30.01.2022 00:56:00
Nur mal zur Info die aktuellen Inflationsraten:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_005_611.html
Heißt: die Erhöhung ab 1.1.22 (von der ein AN ja erstmal gar nichts hat), kompensiert nicht mal diese.
PS: "Kilometergeld-Pauschale" für ergotherapeutische Hausbesuche mit dem eigenen Pkw:
€ 0,30 (seit über 20 Jahren unverändert)
... etc.
3~°
29. Januar 2022 17:15 # 19
Registriert seit: 29.01.2022
Beiträge: 15

Hey,

Ich habe mich extra für den Beitrag angemeldet, das stimmt. Mich haben die bisherigen Beiträge beim lesen nur etwas runtergezogen und ich habe mich tatsächlich gefragt, ob ich auch empört sein sollte, aufgrund der 5,85%. Ich habe das nach sorgfältigem Nachdenken innerlich verneint und ganz ehrlich...Im ersten Moment habe ich mich total gefreut das die Preise überhaupt angehoben werden...Selbst wenn es sich nur um 1% gehandelt hätte.

Ich finde generell das ich für das, was ich in meiner Praxis täglich tue gut bezahlt werde. Und ohne jemanden Beleidigen zu wollen, dachte ich mir beim lesen schon:" Boah, warum sind die Leute hier so unzufrieden und undankbar?"

Ich gehe auch einfach mal davon aus, das ich als Praxisinhaber (seit 2017) grundlegend +/- 0 die gleichen Rahmenbedingungen wie alle hier habe: Ich habe eine Praxis mit 200 mq2 - Mitten in Berlin, ich zahle für meinen Betrieb Miete, Nebenkosten, Versicherungen etc. Ich beschäftige auch eine Mitarbeiterin (bald 2), die einen Stundenlohn von 21,50 € beziehen + Gewinnbeteiligungen haben + bezahlte Fobis und so ziemlich alle Freiheiten besitzen die man haben kann. Bisher hat sich auch noch keine der Damen über das zu geringe Einkommen bei mir beschwert.

Ich sehe mich auch in Anbetracht der Tatsache, dass ich viele meiner Hobbys und Interessen in einem Beruf bündeln und verwirklichen konnte, als überaus gut bezahlt. (Vor allem im Vergleich zu anderen Berufen/Berufsgruppen)
Meine Intention war auch wirklich nur herauszufinden ob ich hier nur einen kleinen Teil der Praxisinhaber lesen durfte oder ob das der generelle Konsens hier ist?!

Ich danke aber trotzdem für die Antwort!::laugh::
Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten. -Konfuzius
29. Januar 2022 18:31 # 20
Registriert seit: 30.07.2001
Bundesland: Baden-Württemberg
Beiträge: 84

€ 21,50/h klingt vernünftig... wobei eine Praxis "auf dem Land" geringere Mietkosten hat (von Räumen in Eigentum ganz zu schweigen).
3~°
29. Januar 2022 21:21 # 21
Registriert seit: 05.10.2011
Bundesland: Hamburg
Beiträge: 696

Zitat / Ergo2XP hat geschrieben:
Ich sehe mich auch in Anbetracht der Tatsache, dass ich viele meiner Hobbys und Interessen in einem Beruf bündeln und verwirklichen konnte, als überaus gut bezahlt.


Ich hab mal gerechnet....200qm bieten Platz für 6 Vollzeitstellen (oder mehr)

Umsatz mit 100% GKV
6 VZS die für 60€/Stunde, je 30 Stunden/Woche, 42 Wochen/Jahr arbeiten, erwirtschaften ca. 450.000€ Umsatz.

Kosten
6 VZS die ich mit 21,50€/Stunde bezahle, kosten ca. 360.000€/Jahr, minus Miete, Strom, Wasser, Versicherungen 30.000€, bleiben 70.000€ übrig... für alle weiteren Kosten (Autos, Inventar, Material, ...) inkl. meinem "Lohn".

Wenn das mein Gewinn/Jahr wäre (...), mir würde das für ein Unternehmen der Größe nicht reichen. Ich schaffe 6 Arbeitsplätze und habe eine hohe Verantwortung (bis ins Rentnerdasein)
ergoSystemisch - Systemisches Arbeiten in der Ergotherapie

Informationen gibt es hier: https://www.ergoSystemisch.de
30. Januar 2022 05:51 # 22
Registriert seit: 29.01.2022
Beiträge: 15

Danke für Deinen Kommentar und das Beispiel.. So hab ich das Ganze noch nicht betrachtet. Die Praxis habe ich aber auch über die Jahre komplett für mich allein gehabt und die Mitarbeiterin gar nicht unbedingt aus der Not, sondern eher als "Freundschaftsdienst" eingestellt (frühere Bekannte). Ich glaube auch nicht das ich jemals mehr als 2 Angestellte in der Praxis beschäftigen werde, da mir das Risiko zu hoch ist und die Grundidee auch eine andere war. Und da bin ich wieder beim Thema das die Vergütung absolut ausreichend ist. Wenn ich die Faktoren individuelles Glücksgefühl, Zeit und Motivation sowie Freiheit in die Rechnung mit einbeziehe gehe ich monatlich (für mich) mit enormem Plus nach Hause. Diese Faktoren kann ich auch nicht mit Geld aufwiegen und bekomme sie einfach als Goodies geschenkt.
Und ich muss auch ehrlich zugeben, das ich seit meiner Gründung bis zum heutigen Tag noch nie Sorgen zum Thema Geld hatte...Im Gegensatz zu meinen 10 Jahren als Angestellter Ergotherapeut ;)
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30. Januar 2022 10:57 # 23
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Beiträge: 696

Zitat / Ergo2XP hat geschrieben:
Wenn ich die Faktoren individuelles Glücksgefühl, Zeit und Motivation sowie Freiheit in die Rechnung mit einbeziehe gehe ich monatlich (für mich) mit enormem Plus nach Hause. Diese Faktoren kann ich auch nicht mit Geld aufwiegen und bekomme sie einfach als Goodies geschenkt.


Ohne dem wüßte ich gar nicht warum ich Selbstständig sein sollte....

Aber wenn ich Arbetsplätze schaffe (und die Verantwortung dafür übernehme), will ich davon was haben.
Wenn ich gut ausgebildet den Versorgungsauftrag der GKVen umsetze, will ich ebenfalls was davon haben.
Zudem muss ich neben Glücksgefühlen bei der aktuellen Arbeit, die Glücksgefühle als Rentner im Blick behalten (Alterversorgung) und ausreichend Rücklagen für persönliche Hindernisse (Krankheit etc...) bilden können.

Die Preise müssen eben betriebswirtschaftlich ausreichend sein - siehe WAT-Gutachten.
ergoSystemisch - Systemisches Arbeiten in der Ergotherapie

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30. Januar 2022 11:22 # 24
Registriert seit: 29.01.2022
Beiträge: 15

Sehe ich genau so. Daher sage ich ja das die Vergütung absolut ausreichend ist und mit der Erhöhung erst recht. Und je älter ich werde und weiter fleißig arbeite, desto mehr habe ich ja auch prozentual als Rücklage..Also neben der Rentenversicherung, die ich eh schon zahle :)
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30. Januar 2022 17:16 # 25
Registriert seit: 05.10.2011
Bundesland: Hamburg
Beiträge: 696

Zitat / Ergo2XP hat geschrieben:
Daher sage ich ja das die Vergütung absolut ausreichend ist und mit der Erhöhung erst recht.


Da sind wir wohl unterschiedlicher Meinung und das WAT-Gutachten ebenfalls. Und auch wenn der DVE das Desaster im Schiedsverfahren nicht boykottiert hat, mit den Preisen ist er auch nicht zufrieden und bekundet das auch gern und viellerorts.

Aber super das Du zufrieden bist, warten wir mal ab wer es hier noch ist.
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30. Januar 2022 19:35 # 26
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Bundesland: Rheinland-Pfalz
Beiträge: 2

Gudn @Ergo2XP

Bin auch vollkommen zufrieden::thumbup::::thumbup::

30. Januar 2022 21:15 # 27
Registriert seit: 30.01.2015
Beiträge: 11

Also ich sehe diese Erhöhung als einen Schlag ins Gesicht. Gerne würde ich solche Gehälter Zahlen wie hier beschrieben, das ist sicher Fair, aber ich muss schlicht sagen: Das geht nicht. Und mit der Teuerungsrate die auch mich mit den Firmenkosten trifft, reichen diese 5€ Pro VO gerade mal für die steigenden Energiekosten, Steigerungen in der Versicherung, Steigerungen in den Kosten der Fortbildungen, die ich meinen MAs zahle. Das letzte Jahr war sagen wir mal schwierig. Das Jahr was kommt sehe ich noch nicht als besser, da durch den Infektionsschutz viele Therapiestunden kurzfristig ausfallen werden. Aber wir sollen ja gute Gehälter zahlen und auf unsere Mitarbeiter achten, den Beruf attraktiv machen...
Ja, tue ich alles echt gerne. Aber nicht mit dieser Preispolitik.
Und dann noch mit Kollegen die das vollkommen ausreichend finden? Echt jetzt?
Leute, geht mal durch eure Bücher.
31. Januar 2022 07:39 # 28
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Beiträge: 15

Guten morgen Ihr Lieben!

und danke Moral, das habe ich gebraucht:)

Also zum Thema Bücher kann ich sagen das ich da bisher noch nie wirklich reingeschaut habe um ehrlich zu sein. Die kommen von meinem Steuerberater zurück und ich hefte sie in der Regel ungelesen in einen Ordner und vergesse sie.

Und die Positionen, die hier vertreten werden, habe ich in meiner bisherigen Berufslaufbahn als Angestellter häufig durch meine Vorgesetzten erlebt. Stand heute weiß ich aber warum die immer so knapp bei Kasse waren und es sicher heute noch sind. Alle waren ohne Zweifel gute Ergotherapeuten aber haben meiner Meinung nach nicht verstanden das sie mit der Eröffnung einer eigenen Praxis eben nicht nur gute Ergotherapeuten sein müssen, sondern auch verstehen müssen wie man ein profitables Unternehmen im Wirtschaftszweig - Gesundheit führt und leitet. (Ohne das hier jemand unterstellen zu wollen). Und da lag auch der Hund rückblickend begraben...Von der Grundidee waren das immer tolle Praxen mit engagierten Teams...Aber das wichtigste wurde seitens der Inhaber IMMER vergessen: Wie handelt ein Unternehmer?...Damit meine ich jetzt nicht die tägliche Routine in der Praxis, sondern die Aufgaben, welche jenseits - quasi hinter dem Tellerrand wichtig sind und waren. Als Fazit: Von den Praxisinhabern in meiner Angestelltenlaufbahn (es waren 5) hatte niemand den Blick über den Tellerrand und somit nie wirklich positive Bilanzen in den Büchern.
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31. Januar 2022 09:25 # 29
Registriert seit: 05.04.2005
Beiträge: 920

Zitat / XP2 hat geschrieben:
zum Thema Bücher kann ich sagen das ich da bisher noch nie wirklich reingeschaut habe


Zitat / XP2 hat geschrieben:
...sondern auch verstehen müssen wie man ein profitables Unternehmen im Wirtschaftszweig - Gesundheit führt und leitet.


Wer in seine Zahlen schaut (ich zum Beispiel), leitet sein Unternehmen also nicht im wirtschaftlichen Sinn? Und darf sich dafür von jemandem, der dies nicht tut sagen lassen, dass er die Lage falsch einschätzt.... Man lernt nie aus.

Ich kenne meine Zahlen. Mehr noch, ich kenne meine Zahlen von 2023. Und gemessen an dem, was der Betrieb leistet und welche Struktur- und Betriebskosten anfallen, ist das mit diesen Preisen nur unbefriedigend abzubilden. Da täuscht auch der größte Spaß an der Arbeit nicht drüber weg.
31. Januar 2022 09:37 # 30
Registriert seit: 29.01.2022
Beiträge: 15

ich habe doch nicht behauptet das es falsch ist in die Bücher zu schauen. Ich habe von mir gesprochen und davon das es mir persönlich egal ist was da steht. Ich sage auch nicht das hier jemand die Lage falsch einschätzt, sondern das ich bei meinen bisherigen Vorgesetzten diese Erfahrungen gemacht habe. Die Lage wurde da auch richtig eingeschätzt...Naja mehr oder weniger:) ... Aber es wurde grundlegend nicht verstanden wie die Wirtschaft funktioniert. Und daher konnten diese Unternehmen langfristig nicht profitieren.So nur MEINE Erfahrung
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